Email an den „Spiegel“

Nach meinem letzten Beitrag habe ich dem „Spiegel“ eine Email geschrieben d. h. eigentlich waren es zwei. Die erste, die ich in meinem Ärger geschrieben habe, bestand nur aus dem Satz „Guten Tag, spinnen Sie jetzt vollends?“, und, nachdem ich ganz unverhofft Antwort bekam, schrieb ich noch eine zweite:

„Sehr geehrte Frau Elsner,

wissen Sie, ich bin durchaus in der Lage, mich differenziert auszudrücken, aber wenn ich das höre “ … spielen mit einer verlockenden Idee“, dann frage ich mich, in welchem Universum diese Leute leben. Was ist an einem Vulkanausbruch bitteschön „verlockend“? Hinter diesem „Solar Geoengineering“ steckt doch die Idee: Wir sind so gut, wir können alles. Entschuldigen Sie, aber das ist doch absoluter Größenwahn. Dahinter steckt auch die imho absolut fatale Illusion, daß es für bzw. gegen den Klimawandel eine schnelle Lösung gibt und wir unser Verhalten nicht ändern brauchen. Die Ampel-Koalition bekommt ja – das haben wir ja wohl der FDP zu verdanken bzw. den Grünen, die hier eingeknickt sind – nicht einmal ein Tempolimit auf unseren Autobahnen hin. Das würde ja „nur“ 2 Millionen Tonnen CO2 sparen – von weniger Toten ganz zu schweigen. Mich ärgert so etwas einfach – genau wie dieser Podcast – , ergo mein dementsprechendes Feedback.

Mit freundlichen  Grüßen,   Claus Cyrny“

Für mich spricht aus dem Konzept – wobei ich mich immer noch frage, ob ich das nicht nur träume -, die Erderwärmung durch einen „imitierten“ Vulkanausbruch zu stoppen, ein absoluter Machbarkeitswahn. Als ich das zum ersten Mal im „Spiegel“ gelesen habe – das ist schon eine Weile her -, habe ich Prof. Harald Lesch eine Email geschrieben, jedoch leider keine Antwort erhalten, was ich schade fand. Na ja.

Spinnen die?

Bei „Spotify“ hat es einen Podcast des „Spiegel“, der den Titel „Können wir die Sonne verdunkeln, um das Klima zu retten?“ trägt.

Nur ein Zitat, das aber wirklich Bände spricht:

„Wenn die Sonne weniger scheinen würde, könnten wir den Klimawandel aufhalten. Forscherinnen und Forscher denken darüber schon länger nach – Solar Geoengineering heißt das Fachgebiet. Eine der Idee: Einen Vulkanausbruch imitieren, der die Sonne verdunkelt und so den Planeten kühlt. Eine andere: Spiegel im All aufstellen und mit ihnen die Sonneneinstrahlung reflektieren.“–Der „Spiegel“

Ich meine, spinnen die jetzt vollends? Einen Vulkanausbruch imitieren? Geht’s noch?

Unklar

Wollte gerade ein Probeabo der digitalen Ausgabe des „Stern“ abschließen, das angeblich € 0,00 kosten soll. Ich gebe also meine Daten ein, wähle zur Bezahlung die Option „PayPal“, aber da erscheint auf einmal eine Rechnungssumme von € 13,99. Ich rufe also die Hotline an, um diese Sache zu klären, aber da bekomme ich nach dem Eingangsmenü nur so einen nervigen Mann in die Leitung, eine Bandansage. Prompt habe ich wieder aufgelegt. Kostentransparenz – Fehlanzeige.

Weiterführender Link: Die Bewertungen dieses Abos bei „Trustpilot“ (90% negativ).

Kostenloser ÖPNV?

Auf der Seite „Zukunft Mobilität“ habe ich den lesenswerten Artikel „Welche Vor- und Nachteile hat ein kostenloser ÖPNV? Werden Autofahrer wirklich zur ÖPNV-Nutzung animiert?“ entdeckt.

Ein Zitat:

„Durch die Verringerung des Pkw-Verkehrs sinkt die Umweltbelastung sowie die Zahl der Unfälle. Vorteile ergeben sich vor allem bei der Zahl und der Schwere der Verkehrsunfälle. Da nicht nur Autofahrer zum Wechsel des Verkehrsmittels animiert werden, sondern auch Fußgänger und Radfahrer – und damit die schwächsten Verkehrsteilnehmer – verstärkt den ÖPNV1 nutzen, sinken beide Parameter und die damit verbundenen Unfallkosten. Somit ergibt sich aus einer Verringerung des Rad- und Fußgängerverkehrs ein positiver Effekt für den Pkw-Verkehr, da die Unfallkosten sinken. Dies sollte aber auf keinen Fall primäres Ziel sein.“–Martin Randelhoff

Zum selben Thema hatte ich nach einem Telefonat mit einer VVS-Mitarbeiterin dem VVS eine Email geschrieben. Leider keine Antwort, wie es anscheinend immer öfter Mode wird. Mich hätte interessiert, ob es für den ÖPNV in der Region Stuttgart eine Machbarkeitsstudie zu einem kostenlosen ÖPNV gibt.

1 ÖPNV = öffentlicher Personennahverkehr

Animationsinstitut: Presemitteilung

Modernste LED-Technologie an der Filmakademie Baden-Württemberg. TechTalks präsentieren innovative virtuelle Produktion im Livestream.

Ludwigsburg, 09. November 2021.

Hochauflösende LED-Bildschirme revolutionieren aktuell die Film- und Medienbranche. Am 11. November haben Interessierte im Rahmen der TechTalks Stuttgart die Gelegenheit im Livestream aus dem Albrecht-Ade-Studio der Filmakademie Baden-Württemberg Einblicke in die Arbeit mit der innovativen Displaytechnologie zu bekommen, die auch schon für Disneys Erfolgsserie Mandalorian zum Einsatz kam und aktuell am Set der deutschen Netflix-Produktion 1899 genutzt wird.

Die Branche ist aktuell im Umbruch: Während in der Vergangenheit virtuelle Welten oftmals durch Drehs vor Green Screens entstanden, ermöglichen neueste LED-Technologien ein dynamisches Zusammenspiel von Schauspiel und visuellen Effekten in Echtzeit. Die Filmakademie Baden-Württemberg forscht bereits seit vielen Jahren zu virtueller Produktion in der Film- und Medienbranche, wie sie durch den Einsatz moderner Displaytechnologien ermöglicht wird. Das Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg nutzt aktuell schon zum zweiten Mal hochauflösende LED-Wände zur virtuellen Produktion von Studierendenprojekten.

Im Livestream am 11. November 2021 ab 18:00 Uhr präsentiert das Animationsinstitut gemeinsam mit dem Animation Media Cluster Region Stuttgart (AMCRS) der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG), der Hochschule der Medien (HdM), der Film Commission Region Stuttgart, einer Einrichtung der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart und dem Media Solution Center Baden-Württemberg im Rahmen des Formats TechTalks vielfältige Projekte rund um das Thema virtuelle Produktion.

Den kostenlosen englischsprachigen Livestream finden Sie unter folgendem Link:
https://animationsinstitut.de/de/blog/events/detail/Tech-Talks-2021

Den Auftakt der TechTalks macht Christoph Schmidt, Head of 3D & VFX Set Supervisor bei Pixomondo in Stuttgart, der über virtuelle Produktionsmethoden bei dem international tätigen VFX-Studio sprechen wird.

Im Anschluss wird Yafes Sahin, tätig im Bereich Special Projects bei Epic Games und Alumnus des Animationsinstituts, die virtuelle Bühne der TechTalks betreten. Yafes Sahin wird über den Einsatz der von Epic Games entwickelten Game Engine „Unreal Engine“ in Filmproduktionen sprechen.

Des Weiteren wird Regisseur und Produzent Philip Gassmann, der auch als Experte für nachhaltige Filmproduktion tätig ist, über ressourcenschonende Produktionsmethoden in der virtuellen Produktion sprechen.

Den Abschluss der TechTalks bildet eine Präsentation der aktuellsten Projekte des Animationsinstituts, die unter Einsatz von LED-Bildschirmwänden produziert werden. Die Forschungsabteilung des Animationsinstituts wird über ihre neuesten Erkenntnisse zur Arbeit mit virtuellen Produktionsmethoden sprechen. Darüber hinaus werden Studierende der Filmakademie den Zuschauerinnen und Zuschauern einen Blick hinter die Kulissen des transmedialen Projekts Cybercity Lovestory und des jährlich stattfindenden Set Extension Workshops geben. Beide Projekte werden in den kommenden Wochen vor den vom Unternehmen Rent Event Tec bereitgestellten LED-Wänden im Albrecht-Ade-Studio der Filmakademie gedreht.

Im Anschluss an die Präsentationen wird das Publikum Gelegenheit haben, den Expertinnen und Experten Fragen im Chat zu stellen. Das gesamte Programm der TechTalks finden Sie hier:
https://animationsinstitut.de/de/blog/events/detail/Tech-Talks-2021

Über die TechTalks Stuttgart

Inspiriert durch TED-Talks und Science Slams hat das Animation Media Cluster Region Stuttgart die TechTalks entwickelt, um technisches Wissen verständlich zu vermitteln. Hier werden technische Themen aus den Bereichen Visual Effects (VFX) und Animation für Wissenschaftler, Kreativschaffende, Studierende und die interessierte Öffentlichkeit präsentiert. Im Dialog erschließen sich Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Disziplinen.

Studieninfotag der Filmakademie Baden-Württemberg 2021

Studieninteressierte können darüber hinaus am 17. November im Rahmen des Online-Studieninfotags 2021 mehr über das Studium an der Filmakademie und dem Animationsinstitut erfahren. Weitere Informationen finden Sie hier:

https://animationsinstitut.de/de/blog/events/detail/studieninfotag-2021

10.11. um 18 Uhr: Live zur COP26

Zitat:

„Am 10. November stellen sich Harald #Lesch und Jasmina Neudecker Euren Fragen zur #COP26, dem UN-Klimagipfel 2021. Wie sinnvoll sind solche Konferenzen überhaupt? Können die UN-Staaten das Ruder beim Klimaschutz noch herumreißen?“–ZDF/objektiv media

Systemveränderungen

Wie Harald Lesch in dem von mir bereits erwähnten Video „Das Kapitalozän“ darlegt, haben komplexe Systeme (wie z. B. unsere Gesellschaft) die Eigenschaft, daß auch kleinste Veränderungen weitreichende Auswirkungen haben können. Insofern besteht meiner Meinung nach durchaus noch Hoffnung auf einen Wechsel zu einem System, das den bevorstehenden planetenweiten Kollaps verhindert.

Innovation statt Verbote

Mit diesem Slogan ging die FDP in den Wahlkampf 2021, so als ob Verbote per se etwas Schlechtes wären. Ok, sie schreiben „unverhältnismäßige Verbote in der Mobilität“. Aber: Was für Innovationen sollen das denn sein? Man bedenke: Elektroautos gibt es bereits über 120 Jahre. Um 1900 waren ein Drittel aller in US-amerikanischen Großstädten fahrenden Autos Elektroautos. Dann hat sich aber das benzin-angetriebene Auto durchgesetzt, und von E-Autos war lange Zeit nicht mehr zu hören, bis sie in den Siebzigerjahren peu à peu wieder aufgetaucht sind. Wir müssen jetzt was tun; wir haben einfach nicht mehr die Zeit, um auf irgendwelche evt. noch (oder auch nicht) kommenden Innovationen zu warten. Mein Eindruck: Die FDP will den Status quo einfach nicht aufgeben.

Reicht das, was wir machen?

Also, wenn ich mir das Video „Das Kapitalozän“ – die Aufzeichnung eines Vortrags von Harald Lesch – anschaue, frage ich mich ernsthaft, ob es denn ausreicht, was eine vermutlich kommende Ampel-Koalition beschließen wird. Schon der Verzicht auf ein Tempolimit geht komplett in die falsche Richtung, und auch wenn da betont wird, ja, man müsse jetzt endlich was tun, frage ich mich, ob das nicht nur schöne Worte sind. Wie gesagt, das werden wir ja sehen. Verzicht auf ein Tempolimit einerseits und ernsthafte Anstrengungen, die Erderwärmung zu stoppen, andererseits, das widerspricht sich einfach massiv – sorry! Immerhin würden bei einem kommenden Tempolimit an die 2 Millionen Tonnen CO2 eingespart – von weniger Verkehrstoten auf unseren Autobahnen mal ganz zu schweigen.