Unsozial

Nachdem ich jeden Tag über Google nach „ampel koalition“ suche, bin ich heute auf den Artikel „Wo die Ampel ihr Geld herbekommen könnte“ von Mauritius Kloft gestoßen, in dem es darum geht, woher die kommende Ampel-Koalition das Geld für ihre ganzen Vorhaben bekommen könnte.

Zitat:

„Auch Sozialpakete, welche die große Koalition eingeführt hat, könnte die Ampel kürzen.“–Mauritius Kloft

So etwas finde ich absolut indiskutabel. Stellt sich auch die Frage, was für Sozialpakete dass sein sollen. Der Regelsatz wird ja wohl nicht damit gemeint sein können – oder?

Eine Email an den „Spiegel“

„Sehr geehrte Damen und Herren,

warum bringen Sie nicht mal eine engagierte Artikelserie bzw. einen Titel zum Thema „Armut und Reichtum in Deutschland“? Ich finde, so etwas ist längst überfällig. Einerseits werden beim geplanten Umbau unserer Gesellschaft (Klimakrise, Digitalisierung) zig Milliarden gebraucht, aber die Leute, die das Geld haben, sind tabu und werden vom Staat geschont. Ich frage mich, wie lange wir uns das noch leisten können. Auch der Hunger und die Armut in der Dritten Welt sind gemacht und müßten absolut nicht sein. Es wäre bzw. ist genug für alle da. Darauf hinzuweisen ist m. E. die Aufgabe eines engagierten Journalismus.

Mit freundlichen Grüßen,

Claus Cyrny“

Intransparent

Werbung für den angeblich 30 Tage lang kostenlosen Zugang zu „Stern+“. © Copyright 2021 by Gruner + Jahr.

Wollte heute nochmal versuchsweise ein Probeabo vom „Stern+“ abschließen, d. h. abschließen wollte ich es natürlich nicht; ich habe mir nur die Bezahloption aufgerufen. Prompt stand da, obwohl das Abo 30 Tage lang kostenlos sein soll, ein Rechnungsbetrag von € 13,99.

Screenshot: Obwohl das Probeabo angeblich kostenlos ist, werden „vom System“ € 13,99 ausgewiesen. © Copyright 2021 by Gruner + Jahr.

Begründung in der FAQ des „Stern“:

„Warum sehe ich einen Preis im Warenkorb, wenn ich kostenlos testen möchte?

Der Preis wird aus Informationszwecken vom SYSTEM ausgespielt. Um STERN PLUS kostenlos testen zu können, schließen Sie den Check-out ab. Wenn Sie vor Ende der kostenlosen Probezeit kündigen, erfolgt KEINE Abbuchung. Der angezeigte Preis gilt erst nach der kostenlosen Probezeit und wird nur bei Weiterführung des Abos berechnet.“

„Vom System ausgespielt“. Es müßte doch technisch ohne Probleme möglich sein, den Betrag von € 0,00 auszuweisen. Ich bin da nach wie vor sehr, sehr skeptisch und werde einfach das Gefühl nicht los, daß es da nicht ganz mit rechten Dingen zugeht.

Weiterführender Link: Die Bewertungen dieses Abos bei Trustpilot (91% ungenügend).

Zitat:

„habe das stern + probeabo ausprobiert , direkt gekündigt und bekomme bis heute keine Bestätigung der Kündigung!!! Ich habe mehrmals auf deren Seite gekündigt und auch Emails geschrieben aber sie reagieren nicht. AUFPASSEN ABOFALLE !!!“–Jennifer S

Rechtsbruch

Wie ich gerade in der Sendung „Monitor“ (via Livestream der „Tagesschau“) erfahren habe, ist das Recht auf Asyl im europäischen Recht verankert. Deshalb sind die Wasserwerfer an der polnischen Grenze ein Rechtsbruch. Die „Grünen“ fordern laut Sendung „gemeinsamen Grenzschutz [mit Polen]“. Was aber ist mit der – rechtlich verbrieften – Solidarität mit den Flüchtlingen?

Auf Twitter liest sich das dann so:

„Hilfsorganisationen müssen umgehend in das gesperrte Grenzgebiet gelassen werden. Ich appelliere an die polnische Regierung, dies zu ermöglichen und die Unterstützungsangebote der EU anzunehmen – auch in Bezug auf den gemeinsamen Grenzschutz.“.–Annalena Baerbock

Hat da die „Monitor“-Redaktion etwas hineininterpretiert, was nicht da ist? Auf der Website der „Grünen“ ist jedenfalls von einer „humanitären Flüchtlingspolitik“ die Rede.

Bei „Die Presse“ heißt es:

„Die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck sind für eine gezielte Informationskampagne, um Migranten mit Ziel EU von der Belarus-Route abzuhalten. Von rascher Aufnahme der dort Gestrandeten etwa in Deutschland war indes nicht die Rede.“–APA/DPA/red.

Schlaflos in Ludwigsburg (21)

Bin heute bereits gegen vier Uhr morgens aufgewacht und habe mir u. a. den lesenswerten Artikel „Mack Brazel Reconsidered“ durchgelesen, der den berühmten Roswell-Fall von 1947 beleuchtet.

Zitat:

„As he was leaving, Brazel turned and said, ‚You know how they talk about little green men? Well, they weren’t green.'“– Carey, Schmitt

Habe mir, da die Tchibo-Filiale bereits zu hatte, einen „Senseo“-Kaffee gekauft und mir um diese frühe Zeit einen Milchkaffee gemacht.

Habe gelesen, daß die renommierte „Zeit“ ebenfalls zur Holtzbrinck-Gruppe gehört.