Heute abend

Also, ich werde heute definitiv nichts mehr zum Thema „Politik“ oder „Koalitionsvertrag“ schreiben. Ich habe mir den Anfang der heutigen Pressekonferenz angeschaut und muß diesen Eindruck erst mal verdauen. Dafür noch etwas zu meinem Lieblingsthema „Dudel-Pop“. Ich muß mir ja, falls ich gerade keinen MP3-Player dabei habe, immer das Gedudel im Rewe anhören. Da singen die Leute so dermaßen unambitioniert ihren Part runter, daß es mir in der Seele weh tut. Fließband-Pop eben. Dabei war das ja Gottseidank nicht immer so, aber das wissen die jungen Leute von heute anscheinend nicht mehr. Nur so ist es möglich, daß jemand wie Ed Sheeran mit seinen Songs $ 200 Millionen machen kann, Taylor Swift sogar $ 365 Millionen. Den Anfang dieser Entwicklung veranschlage ich irgendwann zu Beginn des neuen Jahrtausends. In den Neunzigerjahren wurde jedenfalls noch nicht solcher Mist produziert. Wie und wann das wieder anders werden soll, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht – ich bin schließlich kein Prophet. Nur eins ist – dem Prinzip von Yin und Yang folgend – sicher: daß es irgendwann wieder anders wird.

Verständnisschwierigkeiten

Bis eben – 16 Uhr – wurde von der ARD die Pressekonferenz zum Koalitionsvertrag übertragen. Ich habe leider (Gottseidank?) nicht alles gehört, aber es wird da doch bestimmt eine Aufzeichnung geben. Walter Borjans (SPD) hat z. B. auf die notwendigen Veränderungen hingewiesen, und alle scheinen happy zu sein. Was mir aber ganz sauer im Magen liegt, ist das gekippte Tempolimit1. Ich möchte mal wissen, ob im Laufe dieser Konferenz dazu etwas gesagt wurde. Wenn nicht, kann man diese Koalition meiner Ansicht nach gleich knicken. Dann hilft nur noch Druck von unten, von der Basis. Werde mir also, wenn verfügbar, die Aufzeichnung anschauen und dann hier davon berichten.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Ohne Tempolimit keine Verkehrswende“.

1 Ich habe dazu – als „Grünen“-Wähler, wie gesagt – sowohl Annalena Baerbock als auch die Ludwigsburger Bundestagsabgeordnete Sandra Detzer angemailt, jedoch von beiden keine Antwort bekommen. Zufall? Oder ist das Thema zu heikel?

Trauerspiel

Ich mache mir als nur indirekt Betroffener – ich beziehe Grundsicherung – immer noch Gedanken über den Hartz-IV-Regelsatz. In einem diesbezüglichen Artikel heißt es ja u. a.:

„Es ist nicht zu fassen, dass die Bundesregierung die Armen wieder einmal im Regen stehen lässt.“–Ulrich Schneider

Das ist imho ganz charakteristisch für dieses Unrechtssystem, in dem sozial Schwache diskreditiert werden, während man die Reichen vorne und hinten schont (der Discounter Aldi – mit den beiden reichsten Deutschen an der Spitze – bezieht anscheinend sogar Beihilfen vom Staat). Von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder gibt es ja den Ausspruch „Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft.“. Da wird meiner Meinung nach aber ganz infam gegen sozial Schwache gehetzt. Nun werden wir ja vermutlich in der Nikolauswoche eine neue Regierung bekommen, und wir werden dann ja sehen, wie das mit Hartz IV weitergeht.

Cookie-Banner und die DSGVO

Ich persönlich finde die ganzen Cookie-Banner, mit denen man jetzt konfrontiert wird, absolut überflüssig, ist es mir doch ziemlich egal, wer jetzt was von mir speichert. Da hätte ich wirklich viel zu tun. Na ja, ganz egal ist es mir nicht, aber vorher ging es doch auch? Auch die DSGVO ist in meinen Augen nur ein gigantischer bürokratischer Wust – man sehe sich nur mal den Gesetzestext, immerhin 78 DIN-A-4-Seiten – an. Ich meine, muß denn das sein? Wie sieht es denn mit Bürokratieabbau aus? Allein die Datenschutzerklärung für dieses Blog umfaßt 5.868 Wörter. Wer in aller Welt soll bzw. will sich das denn durchlesen?

Koalitionsvertrag

Laut „Tagesschau“ soll heute um 15 Uhr von den Ampel-Parteien SPD, „Grünen“ und FDP der Koalitionsvertrag präsentiert werden. Ich muß jedoch gestehen, daß ich da noch skeptisch bin, wenn das Thema „Tempolimit“ nicht aufgenommen wurde. Das ist sozusagen der „Wermutstropfen“.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Wie geht’s weiter?“.

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Hallo,

nachdem ich leider sehr wenige Kommentare zu diesem Blog bekomme, wollte ich euch, die Leser/innen fragen, wie euch dieses Blog gefällt und was ihr gerne lesen möchtet. Ihr könnt dazu die Kommentarfunktion benutzen. Ich würde mich freuen, wenn sich der/die eine oder andere melden würde.

Grüße,

Claus

Hartz IV 2022

Im kommenden Jahr wird laut Beschluß des alten Bundestages der monatliche Hartz-IV-Regelsatz um € 3,- bzw. € 2,- für Kinder erhöht. Dazu der Artikel „Blanker Hohn: Geplante Hartz IV Erhöhung 2022 gleicht einer Kürzung“.

Zitat:

„Es ist ein Trauerspiel, wie wenig die Bundesregierung im wahrsten Sinne des Wortes für arme Menschen übrig hat.“–André Maßmann

Da hätte sich der Bundestag eine Erhöhung doch besser sparen können. Wie das unter der neuen Bundesregierung – voraussichtlich der Ampel-Koalition – sein wird, kann ich jetzt noch nicht sagen, zumal der Koalitionsvertrag noch nicht vorliegt.

Gefahr aus dem All?

„Droht uns eine Gefahr aus dem All?“, fragt die „Tagesschau“ in folgendem Artikel.

Zitat:

„Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat im italienischen Frascati ihr Asteroiden-Abwehrzentrum eröffnet. Dies sei sinnvoll, da es eine permanente Bedrohung aus dem All gebe, sagt WDR-Wissenschaftsredakteur Jan Friese im Interview mit tagesschau.de.“–„Tagesschau“

Schlaflos in Ludwigsburg (23)

Werbung zu „THE LÄND“. © Copyright 2021 by Staatsministerium Baden-Württemberg.

Ok, bald habe ich’s ja geschafft, nachdem ich schon seit ungefähr vier Uhr wach bin. Mein letzter Beitrag „Zwangswerbung“ hat mir mal wieder bewußt gemacht, wie sehr sich das Internet seit 1996, als ich das erste Mal mit ihm in Berührung kam, kommerzialisiert hat. Imho wäre es höchste Zeit, das wieder zurückzufahren, aber bestimmte Leute bekommen eben nie genug, und so wird der derzeitige Trend wohl weitergehen. Noch vor der Jahrtausendwende habe ich immer wieder gelesen, daß wir ins „Zeitalter des Wassermanns“ kommen würden und eine Entwicklung hin zu mehr Spiritualität stattfinden würde. Bislang ist davon aber wenig zu spüren. Alles wird immer kommerzieller. Sogar in dem Werbespot zur Kampagne „THE LÄND“ ist ab und zu dieser Hang zum Überdrehten zu finden, der ja irgendwie Mode zu sein scheint.