Steuerverschwendung: Aussichtsturm für € 600.000,-

In Stuttgart-Heumaden soll dem „Bund der Steuerzahler“ zufolge ein 13 m hoher Aussichtsturm in Form eines Apfelkerns gebaut werden. Kostenpunkt: An die € 600.000,-. Geht’s noch?, kann ich da nur fragen, wird dieses Geld doch dringend anderswo gebraucht.

Zitat:

„So schick der „Apfelkernturm“ auch werden dürfte – der Bund der Steuerzahler appelliert an den Stuttgarter Gemeinderat, sich eines Besseren zu besinnen und gegen den geplanten städtischen Kostenanteil von 300.000 Euro zu stimmen. In den nächsten Jahren wird der Steuerzahler nämlich die Lasten der Coronakrise tragen müssen.“–Michael Beyer

Kostenexplosion bei „Stuttgart 21“

Übersicht: Kostenentwicklung von „Stuttgart 21“. Quelle: WikiReal.

Bei WikiReal habe ich die obige Übersicht über die Kostenentwicklung beim Großprojekt „Stuttgart 21“ entdeckt. Dabei wurden nicht nur die offiziell von der Deutschen Bahn veröffentlichten Zahlen berücksichtigt, sondern auch bahninterne Berechnungen und unabhängige Schätzungen.

Kostenloser ÖPNV?

Busse der SSB am Stuttgarter Schloßplatz. Quelle: VVS

Auf eine Email von mir habe ich vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg unerwartet Antwort bekommen, es gäbe streng genommen keinen kostenlosen ÖPNV, was natürlich stimmt. Irgendjemand muß immer die entstehenden Kosten tragen. Dann wurde ich auf den sogenannten Mobilitätspass hingewiesen. Trotzdem war ich doch etwas enttäuscht, weil ich eine weiterreichende Lösung im Auge hatte und zumal in der estnischen Stadt Tallinn das Konzept vom für Einwohner kostenlosen ÖPNV funktioniert. Es fehlt hier, so mein Eindruck, einfach am politischen Willen.

Das Geld ist da

Beim „Bund der Steuerzahler“ lese ich:

„Immer mehr Bürger stehen großen öffentlichen Bauvorhaben zunehmend skeptisch gegenüber. Sie wehren sich immer öfter gegen die ewigen Kostensteigerungen, weil sie den Eindruck haben, dass die öffentlichen Bauherren – Politik und Verwaltung – offensichtlich nicht über die ausreichende Sachkompetenz verfügen, um komplexe Bauprojekte stemmen zu können. Ihr Eindruck kann nicht einfach von der Hand gewiesen werden.“–Bund der Steuerzahler

Und:

„Viele der negativ auf das Bauvorhaben wirkenden Faktoren sind von Politik und Verwaltung hausgemacht. Dazu gehört oft eine klare Missachtung der elementaren gesetzlichen Vorschriften zum öffentlichen Bauen und zur öffentlichen Vergabe. Würden die bestehenden Vorschriften und Regularien sachgerecht angewandt, wären Kostenexplosionen wie beim Flughafen Berlin Brandenburg gar nicht möglich.“–Bund der Steuerzahler

Das oben Gesagte gilt u. a. auch für das Großprojekt „Stuttgart 21“, das im Laufe der Jahre immer teurer wurde. Wenn hier besser geplant worden wäre, wäre z. B. das Geld für einen kostenlosen ÖPNV vorhanden.

Weiterführender Link: Das Buch „Warum eigentlich genug Geld für alle da ist“ von Stefan Mekiffer.

Ideen

Wie wäre es denn mit einem „Ministerium für Systemoptimierung“, das Prozesse auf ihre Effizienz hin untersucht und dazu beiträgt, Bürokratie abzubauen? Auch sinnvoll, weil man dadurch Kosten sparen kann: ein Gesetz, das Steuerverschwendung unter Strafe stellt. Ich meine, mich zu erinnern, daß der „Bund der Steuerzahler“ hier mal die Summe von € 30 Milliarden an jährlich verschwendeten Steuern genannt hat.

Der andere Blick

„Der Kompromiss ist kein Wert an sich: Warum der Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien nicht überzeugt“ lautet die Überschrift eines Artikels bei der „Neuen Züricher Zeitung“.

Zitat:

„Durch das Koalitionspapier von SPD, Grünen und FDP zieht sich ein unschönes Muster: Statt Lösungen für Deutschlands grösste Probleme finden sich hier Vereinbarungen, die kaum zum Ziel führen, aber das Bündnis stabil halten dürften.“–Jonas Hermann

Und:

„Die Harmonie scheint jedoch mit Kompromissen erkauft zu sein, die eher dem Bündnis zugutekommen als dem Land.“–Jonas Hermann

Weiterführender Link: „Der Koalitionsvertrag der Ampel im Wortlaut“ auf der Website des „Spiegel“. Und – auch hier: „Ein generelles Tempolimit wird es nicht geben.“. Tja, tut mir leid, aber so macht man keine Nägel mit Köpfen. Als PDF kann man sich den Koalitionsvertrag bei der „Tagesschau“ herunterladen.

Schon wieder

Nach meine meinem Beitrag „Gefahr aus dem All?“ von gestern lese ich jetzt bei der „Neuen Züricher Zeitung“ „Was tun, wenn ein Asteroid auf die Erde zurast? Die Kamikaze-Sonde der Nasa ist gestartet“. Ist dieses Szenario gerade en vogue?

Weiterführender Link: „Double Asteroid Redirection Test (DART) Mission“ bei der NASA.

Windows?

Logo von Windows 11. © Copyright 2021 by Microsoft Corporation.

Ich benutze ja seit 2004 Ubuntu Linux1, nachdem ich von 1997 bis 2002 Windows installiert hatte: zuerst Windows 95 und dann den Nachfolger Windows 98. Mein Traum war damals Windows NT, aber dafür gab es keinen Treiber für mein Modem, ist man damals – heute kaum mehr vorstellbar – ja noch mit 56k-Modems gesurft. Auch gab es damals noch kein DSL. Was ich nicht ganz verstehe, ist, weshalb Linux nur einen Marktanteil von gerade mal 2% hat – finde ich es doch um Längen besser als Windows (aktuell: Windows 11).

1 Genauer gesagt habe ich seit ca. 2020 Ubuntu MATE installiert, das ich besser als das „normale“ Ubuntu finde. So läßt sich, um nur ein Beispiel zu nennen, die obere Leiste mit den Icons der ganzen Anwendungen viel besser konfigurieren.

Gimp 2.10.18: Das Interface

Interface des Gimp 2.10.18

Da ich nichts vom Einfenster-Modus1 des Gimp halte, da er imho viel zu unflexibel ist, sieht mein Interface so wie oben aus.

Und hier noch meine Einstellungen für das Theme des Interfaces bzw. der Icons (Symbole):

Einstellungen für das Theme des Interfaces
Und die Einstellungen für die Symbole

Die Screenshots verkleinere ich übrigens mit CinePaint 1.0.4, weil da die Schrift besser übernommen wird als im Gimp.

1 Dieser Modus ist mit Vorsicht zu genießen und sollte wirklich nur ausgewählt werden, wenn man längere Zeit damit arbeiten will. Ansonsten muß man nämlich das ganze Interface (die Reiter usw.) neu konfigurieren. So man diesen Modus aber trotzdem einstellen will: das geht über Fenster > Einfenster-Modus.