Aufgewacht (2)

Seit ich tatsächlich lesen mußte, daß das neue Bürgergeld genauso hoch wie Hartz IV sein soll, hat mir das die letzten Illusionen genommen, daß es die Ampel mit dem, was sie da so von sich gibt, ernst meint. Dieses ganze leere Gefasel von „Fortschritt“ und „Neuanfang“. Ich könnte wirklich kotzen.

Bürgergeld (3)

In der „Augsburger Allgemeinen“ lese ich zum Bürgergeld, das Hartz IV ablösen soll:

„Der Regelsatz beim neuen Bürgergeld soll nicht weiter angehoben werden als es bei Hartz IV geplant war. Es bleibt also bei der Erhöhung um drei Euro zum Januar 2022 auf dann 449 Euro im Monat für einen alleinstehenden Erwachsenen.“–Julius Bretzel

Da hätte es die Ampel ehrlicherweise bei Hartz IV belassen sollen. Diese Kosmetik ist doch entwürdigend. Was lernen wir daraus? Egal, welche Regierung am Ruder ist, die Reichen werden immer hofiert, während man die sozial Schwachen unten hält. Das sollte uns einiges darüber sagen, in was für einem System wir leben. Eine Demokratie, die den Namen auch verdient, ist das jedenfalls nicht.

Dialog?

Im Koalitionsvertrag steht auf Seite 144

„Wir suchen aktiv den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Herausforderungen der internationalen Politik.“

aber nach meiner persönlichen Erfahrung kommt auf Emails üblicherweise einfach nichts zurück. Will die Ampel nur Feedback von profillosen Jasagern?

Flexibel

Interface des Gimp 2.10.18 im Mehrfenstermodus

Also, ich persönlich finde den Gimp im Mehrfenstermodus unerreicht flexibel. Den Einfenstermodus benutze ich praktisch nicht. Ok, es gibt ja Leute, die dem Gimp absolut nichts abgewinnen können, aber nach fast 20 Jahren, die ich dieses Grafikprogramm nun benutze, kann ich sagen, daß es in der Zwischenzeit deutliche Fortschritte gemacht hat. Zoomen z. B. geht sehr intuitiv über [+] und [-], und das Handling der Pfade finde ich deutlich besser gelöst als in Photoshop, auch wenn die Pfade dort feiner ausgelegt sind. Man kann das aber durch Einzoomen sehr elegant umgehen.

Weiterführender Link: Meine ganzen Posts zum Gimp.

„Sissi“ (1955)

[Foto]

Natürlich, der Anfang von „Sissi“ (1955) mit Romy Schneider in der Titelrolle sowie Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph ist absoluter Edelkitsch, als jodelnde Flößer an Gustav Knut vorbeifahren, aber man täusche sich nicht: die Schauspieler sind allesamt erstklassig. Ich wage sogar zu behaupten, daß es so gute Schauspieler – zumal aus Deutschland – heutzutage nicht mehr gibt. Die Farbe ist großartig und mir scheint, als ob der Film nachsynchonisiert wurde. Summa summarum halte ich die drei „Sissi“-Filme von Ernst Marischka, die jetzt auf Netflix zu sehen sind, für ausnehmend gut gemachte Unterhaltung.