Wacom „Intuos“ unter Ubuntu MATE 20.04

Heute bekomme ich ja ein Intuos-Tablett von Wacom. Dazu habe ich mir – als Vorarbeit sozusagen – angeschaut , wie ich den Treiber installieren muß. Ich bekomme beim Hinzufügen der entsprechenden Paketquelle jedoch eine Fehlermeldung:

E: The repository 'http://ppa.launchpad.net/doctormo/wacom-plus/ubuntu focal Release' does not have a Release file.
N: Updating from such a repository can't be done securely, and is therefore disabled by default.
N: See apt-secure(8) manpage for repository creation and user configuration details.

Jetzt ist die Frage, ob ich diese Fehlermeldung ignorieren kann (so, wie es aussieht, nicht). Alternativ besteht dann noch die Möglichkeit, den Treiber zu kompilieren.

16:36 Uhr

Habe den Nachmittag damit verbracht, mir auf meinem alten PC Ubuntu 16.04 LTS 32-bit zu installieren. Dann kam kurz eine Nachbarin zum Kaffee, und anschließend habe ich alle 32 Bibliotheken, die CinePaint 1.1 benötigt, abgecheckt, ob sie auf diesem Ubuntu auch installiert sind. Ergebnis: 7 der 32 Bibliotheken waren nicht installiert, und ich weiß gerade auch nicht, wo ich die als 32-bit-Version herbekomme. Tja.

Dann habe ich von der VG Bild-Kunst Bescheid bekommen, dass ich fünf Werke auf diesem Blog posten darf – gegen Gebühr natürlich. Die Herausforderung dabei ist, dafür zu sorgen, dass die Bilder nicht heruntergeladen werden oder in fremde Websites eingebettet werden können.

Und: Mir ist heute mittag auf einmal aufgefallen, dass das Bild auf meinem Monitor so einen komischen Pink-Farbstich hatte. Dazu muß man /frau wissen, dass das OSD (On-Screen Display) meines Philips-Monitors denkbar schlecht zu bedienen ist, weil die – ähem – „Tasten“ eigentlich nur zu erahnen sind. 🙁 Gerade habe ich es – mehr oder weniger durch Zufall – endlich hinbekommen, nachdem ich in meiner Verzweiflung schon das Gamma des Rot-Kanals reduziert hatte (was aber leider nicht geholfen hat).

Lexikon

Auf der Seite von BET (Base of Expert Training) gibt es ein sehr lesenswertes Lexikon zum Themenbereich „Video/TV/Audio/Production“ 1. Ein Auszug: Nichtlinearer Schnitt (non-linear editing). Eine führende Software für nichtlinearen Schnitt ist der Avid Media Composer (Windows, Mac OS X).

1 Ich interessiere mich für diesen Bereich spätestens seit 1998, als ich auf der „Input 98“ war, die damals in der Stuttgarter Liederhalle stattfand.

Shell-Scripts

Auf der Website der FU Berlin habe ich ein gutes Tutorial zu Shell-Scripts unter Linux entdeckt. Shell-Scripts sind das Äquivalent zu BAT-Dateien unter Windows.

Ein Beispiel für ImageMagick:

#!/bin/sh
  # Create a negated rose image and overlay a comment
  magick -background none -fill red -gravity center \
          -font Candice -size 140x92 caption:'A Rose by any Name' \
          \( rose: -negate -resize 200% \) +swap -composite \
          output.gif

Code mit freundlicher Genehmigung von Wolfgang Hugemann.

Voraussetzung für das Funktionieren dieses Script ist, daß die Schrift Candice installiert ist; ansonsten bekommt man/frau eine Fehlermeldung. Und natürlich muß auch ImageMagick 7.x installiert sein

Verschwundenes Applet

Vor ein paar Tagen habe ich versehentlich ein Applet im oberen Ubuntu-MATE-Panel gelöscht und wußte nicht, wie es heißt, so daß ich es mir neu installieren konnte. 🙁 Gerade habe ich nochmal gesucht und auf Verdacht das indicator-applet-complete installiert, und siehe da: es war das richtige. Jetzt kann ich auch wieder Discord (schick!) beenden, ohne mich extra auszuloggen (und dann nicht wieder einloggen zu können). Puuh! 😉

Das indicator-applet-complete

Noch mehr Grafikdateiformate

In Ergänzung meines Beitrags „PNG“ hier noch etwas zu den Formaten JPG, TIFF und GIF – alles gebräuchliche Dateiformate für Grafiken. Ganz kurz: JPG oder auch JPEG – kurz für Joint Photographic Experts Group -, ist ein verlustreich komprimierendes Dateiformat mit einer Farbtiefe von 24-bit, das bedeutet 16,7 Millionen Farben. JPG wird üblicherweise für Fotos verwendet. Um beispielsweise im Gimp ein Bild als JPG abzuspeichern, muß man/frau es mit [Strg][E] exportieren.

Hier die Dialogbox, mit der man/frau im Gimp konfrontiert wird:

Dialogbox für den Export von JPGs aus dem Gimp 2.10.18

Der obige Screenshot zeigt die Einstellungen, die ich standardmäßig verwende. Die Option Smoothing benutze ich nie. Progressive muß auch nicht unbedingt selektiert werden; es bedeutet, daß das Bild nach und nach aufgebaut wird und war eigentlich nur zu Zeiten wichtig, wo man/frau sich noch mit 56k-Modems ins Internet eingewählt hat. Beim Subsampling wird das Bild in Gruppen zu je vier Pixeln aufgeteilt, aus denen dann ein Mittelwert gebildet wird.

Soviel zu JPG. TIFF– das zweite Format – ist die Abkürzung für Tagged Image File Format. Es wird häufig in der Druckvorstufe verwendet und unterstützt wie JPG eine Farbtiefe von 16,7 Millionen Farben. In einer TIFF-Datei können – wie auch in JPG – Kommentare mit abgespeichert werden. Darüber hinaus unterstützt TIFF Transparenz in Form eines Alpha-Kanals sowie die Option, mehrere Bilder in einer Datei abzuspeichern. Üblicherweise werden TIFFs entweder unkomprimiert oder mit dem verlustlos komprimirenden LZW (Lempel- Ziv-Welch) abgespeichert.

Vorsicht: Die Option JPG-Kompression sollte man /frau möglichst nicht wählen, da sie gerade von älteren Programmen teilweise nicht unterstützt wird; die Datei kann dann nicht importiert werden. Zwischen Photoshop CS2 und dem Gimp 2.10.18 klappt der Austausch dagegen; auch Inkscape 0.92 importiert TIFFs mit JPEG-Kompression. Und: Auch ImageMagick 6.9.10-23 zeigt solche TIFFs anstandslos an.

Ein Hinweis in Photoshop CS2, wenn man/frau TIFFs mit JPG-Kompression abspeichern will.

Der TIFF-Export-Dialog im Gimp:

Das dritte Format GIF (Graphics Interchange Format) wird vor allem für Bilder mit einer Farbtiefe von 8-bit (Logos, Schaubilder usw.) benutzt, das bedeutet, daß in GIF maximal 256 Farben abgespeichert sind, die in einer Palette gespeichert werden. GIF verwendet – wie auch TIFF – die verlustfreie LZW-Kompression, bei der die Bilddaten in einer Tabelle abgespeichert werden. Wichtig: GIF unterstützt Animation (animierte GIFs). Dieses Feature muß aber von der Software, mit der man/frau GIF-Dateien abspeichern will, unterstützt werden. Im Gimp ist es möglich, animierte GIFs abzuspeichern. Dabei muß jeder Frame auf einer separaten Ebene liegen.

Hier der Dialog, um GIFs aus dem Gimp heraus zu exportieren:

Wie man/frau sieht, kann man bei Animationen die betreffende Option auswählen. Dann muß angegeben werden, wie lange die Verzögerung zwischen den einzelnen Frames (in Millisekunden) ist.

Standardwerk: „CG 101“

Cover © Copyright 2007 by Terrence Masson. Mit freundlicher Genehmigung.

Das vorliegend Buch „CG 101“ von Terrence Masson erschien in der 2. Auflage 2007. Damals habe ich es auf der fmx 07 beim Autor selbst gekauft.

„CG 101“ ist in 14 Kapitel + Index gegliedert. Neben der Erläuterung von Fachbegriffen wird viel Historisches aus den Bereichen „Computergrafik“, „Visual FX“ und verwandten geboten. Obwohl auf Englisch, kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen. Neben dem Fachlichen werden auch viele Anekdoten vermittelt, die absolutes Insiderwissen erkennen lassen. Ich wage zu behaupten, daß ein Deutscher dieses Buch so nicht hätte schreiben können, da sich vieles historisch bedingt eben in den USA abgespielt hat.

Die Kapitel in der Übersicht:

  1. Color and Light
  2. Painting and Graphic Design
  3. Modeling
  4. Animation
  5. Rendering
  6. Compositing
  7. Input & Output
  8. Historically Significant Companies
  9. Programming and Mathematics
  10. Basic and Miscellaneous Terms
  11. Computer Graphic Time Line
  12. Frequently Asked Questions About Computer Graphics
  13. Computer Graphics and Job Descriptions
  14. Scanimate and the Analog Computer Animation Era
  15. Index

Zum Buch hat der Autor die Website „People Behind the Pixels“ angelegt, und obwohl er selbst der Meinung ist, daß vieles in dem Buch überholt ist, möchte ich es dennoch absolut empfehlen. Allein die vielen Anekdoten sind den Preis des Buches wert.

Empfehlung: „Encyclopedia of Graphics File Formats“

1997 – ich hatte gerade frisch mit Computergrafik angefangen – habe ich mir für über DM 100,- die „Encyclopedia of Graphics File Formats“ von Murray/vanRyper gekauft. Bis heute imho unerreicht und jedem Interessierten wirklich wärmstens zu empfehlen, enthält dieses Buch auf über 1100 Seiten detaillierte Informationen zu über 100 Dateiformaten. Dabei werden neben so bekannten Formaten wie JPEG und TIFF auch nicht so bekannte Formate wie SPIFF behandelt. Dem Buch liegt eine CD bei, auf der nicht nur der komplette Buchinhalt zu finden ist, sondern auf der u. a. auch ein Mosaic-Browser für verschiedene Betriebssysteme (auch Unix) beiliegt.

Ein Screenshot des Inhaltsverzeichnisses:

© Copyright 1996 by James D. Murray & William vanRyper/O’Reilly & Associates, Inc.

Die beiden Autoren haben sich hier wirklich immense Arbeit gemacht, und für mich ist dieses Buch nach über zwanzig Jahren auch heute noch das definitive Nachschlagewerk.

Programmieren

Nach meinen ersten Erfahrungen im Programmieren – ich hatte 1986 mit Commodore-BASIC und 6510-Assembler angefangen – habe ich im Frühjahr 1988 bei der VHS Stuttgart einen Turbo-Pascal-Kurs gemacht, von dem aber wenig hängengeblieben ist. Wir hatten damals, wie ich mich erinnere, PCs mit zwei Disketten-Laufwerken; das Betriebssystem MS-DOS mußte erst von Diskette – das waren noch 5 1/4-Disketten – geladen werden. Zu eben diesem Kurs hatte ich mir eine kleine Referenz über Pascal gekauft, die ausnehmend gut geschrieben war. Ich müßte sie theoretisch noch immer haben, finde sie aber leider nicht mehr.

Danach kam eine ganze Weile gar nichts. Dann – 1997 – kaufte ich mir meinen ersten PC, nachdem ich ein Jahr zuvor durch die Arbeit mit dem Internet in Berührung gekommen war. Das war eine – aus rechtlichen Gründen auf ein Jahr befristete – Tätigkeit bei debis Systemhaus in Fellbach bei Stuttgart, wo ich Technische Dokumentation von Router-Netzwerken machte. In den Jahren darauf – ich war die meiste Zeit arbeitslos – beschäftigte ich mich intensiv mit Computergrafik. Der Einstieg in eine Programmiersprache fiel mir, wie ich merkte, jedoch sehr schwer. An Kandidaten gab es da Java, dann natürlich JavaScript, Perl – an mehr erinnere ich mich gerade nicht. Ich habe mir sogar eine Referenz zu Java heruntergeladen – benutzt habe ich sie nie.

Nun – es sind mittlerweile über 20 Jahre vergangen – überlege ich mir zu meiner eigenen Überraschung, ob ich nicht vielleicht nochmal mit Pascal anfangen soll. Das besagte Büchlein hat es mir doch ganz unerwartet angetan. Nur: Ich finde es leider nicht mehr. Ich habe mich nun gestern ein bischen im Internet umgeschaut und auch tatsächlich mehrere Pascal-Kurse entdeckt. Das dort Angebotene spricht mich aber ehrlich gesagt nicht so richtig an. Dafür habe ich auf einer der Pascal-Seiten etwas anderes entdeckt, und zwar eine Einführung in Python. Das bietet sich nun insofern an, als Blender 2.83, den ich gerade lerne, u. a. eine Python-Konsole besitzt, über die man/frau direkt in die 3D-Szene eingreifen kann. Ich habe sogar standardmäßig unter Linux einen Python-Interpreter installiert, den ich gestern spaßeshalber aufgerufen habe.

Da wurde ich mit Folgendem konfrontiert:

claus@ccyrny:~$ python
Python 2.7.18rc1 (default, Apr 7 2020, 12:05:55)
[GCC 9.3.0] on linux2
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>

Etwa einzugeben, habe ich aber noch nicht versucht. Hmm, vielleicht das klassische >>> print ("Hello World!")? Mal sehen …

Seht hierzu auch meine beiden Beiträge „Zwiespältig“ und „Anfänge“.