Außerirdische und Hollywood

Still aus „Die Delegation“ © 1970 Bavaria Atelier GmbH, Rainer Erler. Mit freundlicher Genehmigung.

So sehr ich „Star Trek: Voyager“ mag, so finde ich die – ähem – „Außerirdischen“ absolut nicht überzeugend. Da sind einfach Menschen mit einem mehr oder weniger aufwendigen Make-up. Das Fremde – das wirklich Fremde, Andere fehlt. Die einzige Figur im „Star Trek“-Universum mit Potential ist meiner Meinung nach Spock, aber auch diese Chance wird eindeutig verschenkt. So ist einer der wenigen einigermaßen überzeugenden Außerirdischen im Hollywood-Film für mich Michael Rennie als Klaatu („Der Tag, an dem die Erde stillstand“ von Robert Wise, nicht das Remake mit Keanu Reeves, das man sich imho hätte sparen können). Und dann ist da noch der Fernsehfilm „Die Delegation“ von Rainer Erler, in dem ebenfalls überzeugende Außerirdische zu sehen sind.

Upcoming: „The Beauty“

Credits: „The Beauty“, Animationsinstitut, Filmakademie Baden-Württemberg

Der Animationsfilm „The Beauty“ von Pascal Schelbli hat gerade den Student Academy Award 2020 gewonnen. Ich werde zu diesem Film mit dem aktuellen Thema“ Plastikmüll in den Meeren“ in den kommenden Tagen einen Beitrag schreiben.

P. S.: Wie ich von der Filmakademie erfahren habe, wird „The Beauty“ erst Mitte Oktober online sein. Bis dahin bitte ich also noch um etwas Geduld.

03:01 Uhr

Wieder eine Absage vom Warner Bros. Dabei hatte ich mir das fast gedacht. Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Schade. Na ja, bin eben sehr enttäuscht. Ich wollte zu dem Text, den ich gestern veröffentlicht habe, vier Stills aus „2001: Odyssee im Weltraum“ (1968) von Stanley Kubrick posten.

Will jetzt auch nicht wieder einschlafen, nachdem ich schon so viel geträumt habe.

Da es mir gerade an Inspiration fehlt, mache ich mir erst mal eine Milchkaffee und überlege dann, was ich um diese Zeit machen kann. Das mit Warner Bros. ist bereits das zweite Mal. Vor einem Jahr ging es um Stills aus „The Matrix“ (1999). Hat Warner Bros. generell etwas gegen Blogger? Keine Ahnung. Ich frage mich, ob ich da nachhaken soll, aber es ist imho fraglich, ob das was bringen würde.

Habe Warner Bros. nun doch eine Email geschrieben und warte auf Antwort.

13:15 Uhr

Habe mir heute interessehalber die Studiengänge der Ludwigsburger Filmakademie angeschaut. Ich hatte mir überlegt, dort evt. zu studieren. Das Angebot besteht aber, wie ich etwas enttäuscht feststellen mußte, lediglich aus verschiedenen Studiengängen zu Teilaspekten des Filmemachens, wogegen mir ein – wie soll ich sagen – holistischer Studiengang vorschwebt, der alle Teilaspekte behandelt. Hmmm, schade. Bleibt also die Filmwerkstatt des Künstlerhauses Stuttgart.

Stanley Kubrick: „2001: Odyssee im Weltraum“

Soweit ich mich erinnern kann, habe ich “2001: Odyssee im Weltraum” von Stanley Kubrick zum ersten Mal 1978 in dem Tübinger Kino “Studio Hirsch” gesehen. Eine meiner Lieblingsszenen ist die, wenn die Raumfähre im Erdorbit zu “An der schönen blauen Donau” von Johann Strauß jr. an die sich drehende Raumstation andockt. So poetisch ist es bis dahin wohl noch nie in einem Science-Fiction-Film zugegangen. Diese Poesie kontrastiert aber seltsam mit der ausgesprochen sterilen Atmosphäre, die in der Raumstation und später auch in dem Raumschiff, das zum Jupiter fliegt, herrscht. Auch die beiden Astronauten – gespielt von Keir Dullea (David Bowman) und Gary Lockwood (Dr. Frank Poole) – wirken irgendwie unpersönlich. Wer auf differenzierte Charakterzeichnung aus ist, wird in diesem Film jedenfalls nicht auf seine Kosten kommen. Dafür jede Menge imposanter Bilder, die die Leere des Weltraums erahnen lassen. Bezeichnend auch die Szene, wenn Dr. Frank Poole vom Bordcomputer HAL 9000 umgebracht wird. Das Ganze spielt sich in völliger Lautlosigkeit ab und zeigt, wie akribisch Regisseur Stanley Kubrick auch auf das kleinste Detail geachtet hat. Geräuschorgien – im Vakuum! – à la “Star Wars” wird man/frau in “2001” jedenfalls vergeblich suchen. So kann ich diesen Film, der immerhin schon 52 Jahre alt ist, als einen Meilenstein – nicht nur des Science-Fiction-Films – allen Interessierten wirklich nur empfehlen.

16:09 Uhr

Nach dem Linux-Chat am Mittwochabend habe ich mit dem Leiter der Medienwerkstatt des Stuttgarter Werkstatthauses vereinbart, daß wir nach seinem Urlaub im Oktober mal chatten. Dann wird jetzt ja demnächst vom Stuttgarter Künstlerhaus mein Mitgliedsantrag bearbeitet, so daß ich hoffentlich bald Zugang zur Video- bzw. zur Filmwerkstatt bekomme. Ich möchte ja einen auf der Paul-Desmond-Komposition „Desmond Blue“ basierenden Kurzfilm drehen und habe schon die Erlaubnis von Derry Music, diese Komposition im Film zu verwenden. Da bin ich mal gespannt, wie das wird. Es gibt da nämlich technisch ein paar Aspekte, die nicht ganz ohne sind wie z. B. Nachtaufnahmen aus einem Zug oder einer S-Bahn heraus.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Desmond Blue“.

Lexikon

Auf der Seite von BET (Base of Expert Training) gibt es ein sehr lesenswertes Lexikon zum Themenbereich „Video/TV/Audio/Production“ 1. Ein Auszug: Nichtlinearer Schnitt (non-linear editing). Eine führende Software für nichtlinearen Schnitt ist der Avid Media Composer (Windows, Mac OS X).

1 Ich interessiere mich für diesen Bereich spätestens seit 1998, als ich auf der „Input 98“ war, die damals in der Stuttgarter Liederhalle stattfand.