Tom DiCillo: „When You’re Strange“ (2009)

Jim Morrison. Still aus „When You’re Strange“ © Copyright 2009 by STUDIOCANAL. Mit freundlicher Genehmigung.

Die Doors-Dokumentation „When You’re Strange“ (2009) von Tom DiCillo geht anders als „Feast of Friends“ (1969), das eher eine von den Doors selbst produzierte Momentaufnahme ist, auf die Entstehungsgeschichte der Doors ein: wie sich Ray Manzarek und Jim Morrison am Strand treffen und wie Morrison Manzarek schließlich „Moonlight Drive“ vorsingt („Let’s swim to the moon …“). Viele Ausschnitte aus Konzerten, die meist Jim Morrison zeigen: wie er sich auf der Bühne wälzt, wie er (betrunken?) herumtorkelt, scheinbar unkontrolliert.

Die Doors werden immer bekannter, ihre Single „Light My Fire“, eine Auskopplung aus ihrem ersten, 1967 veröffentlichten Album „The Doors“, ein Nummer-1⁻Hit. Konzerte, eine Europa-Tournee, schließlich eine Tournee durch die USA. Das Ganze geht bis zu jenem unrühmlichen Konzert am 1. März 1969 nahe Miami, wo sich ein betrunkener Jim Morrison nach Aussagen der Polizei entblößt haben soll. Schlagzeuger John Densmore verneint dies jedoch. Morrison wird angeklagt und verurteilt, bleibt jedoch auf freiem Fuß und stirbt schließlich am 3. Juli 1971 in Paris, bevor das Urteil rechtskräftig wird.

Was bleibt, sind sechs Studioalben und das Live-Doppelalbum „Absolutely Live“, das der Band imho jedoch nicht wirklich gerecht wird. Acht aufeinanderfolgende goldene Schallplatten, 33 Millionen allein in den USA verkaufte Schallplatten, 100 Millionen weltweit.

Gedanken zum Tag

Da ich ja immer nachfrage, bevor ich fremde Bilder poste und ich ein Still aus „Das Schweigen der Lämmer“ (1991) posten wollte, habe ich mich an die Everett Collection gewandt bzw. wollte mich dort registrieren. Auf eine Nachfrage hin mußte ich aber gestehen, daß ich mir Beträge von hunderten von Dollars für ein einziges Bild nicht leisten kann.

Ok, was lernen wir daraus? Es wird Bloggern so eben extrem schwer gemacht, copyright-geschütztes Material zu posten. Ich persönlich stelle nach meinen diesbezüglichen Erfahrungen der letzten Jahre auch den momentan vorherrschenden Copyright-Begriff massiv infrage, der zeitgenössische Kunst schützt, während andererseits – um nur ein Beispiel zu nennen – die „Sternennacht“ von van Gogh per KI ungestraft verhunzt werden darf. Ich nenne so etwas Doppelmoral, und meiner Ansicht nach ist gerade in Anbetracht der Möglichkeiten des Internets eine Neufassung des Copyright-Begriffs überfällig.

Französisches Kino

Filmplakat für „Leon“ © Copyright 1994 by Gaumont. Mit freundlicher Genehmigung.

In der Internet Movie Database habe ich eine gute Übersicht über die besten französischen Filme entdeckt, die ich euch nicht vorenthalten will. Ein Film, der fehlt, ist „Le mouton enragé“ (1974; dt.: „Das wilde Schaf“) mit Jean-Louis Trintignant, Jean-Pierre Cassell, Romy Schneider und Jane Birkin.

Louis Malle: „Ascenseur pour l’echafaud“ (1958)

An dieser Stelle ein Link zu einem Video mit Filmausschnitten von Louis Malles Thriller „Ascenseur pour l’echafaud“ (1958; dt.: „Fahrstuhl zum Schafott“) sowie vier Stills aus diesem Film (wunderbar: Jeanne Moreau, wie sie zur hypnotischen Musik von Miles Davis nachts allein auf dem Champs-Elysées umherläuft).

Jeanne Moreau (Florence) nachts auf dem Champs-Elysées.
Maurice Ronet (Julien) im Fahrstuhl.
Lino Ventura als Kommissar.
Stills © Copyright 1958 by Gaumont. Mit freundlicher Genehmigung.

02:09 Uhr

Habe auf eine Anfrage per Email eine freundliche Antwort von LEONINE in München erhalten. Nach Registrierung im Pressebereich der Concorde Movie Lounge darf ich Stills aus Jon Favreaus Comic-Verfilmung „Iron Man“ (2008) posten. Einzige Bedingung: Ich muß auf die im Handel erhältliche DVD dieses Films hinweisen. Nun warte ich bereits eine knappe Woche, habe aber nichts mehr von LEONINE gehört.

Getty Images

Über die Seite zu Gene Hackman in der Internet Movie Database habe ich ein schönes Still aus William Friedkins „The French Connection“ von 1971 entdeckt, das ich liebend gerne posten würde. Nur: Bei Getty Images kostet dieses Foto in der kleinsten Auflösung € 150,-. 🙁 Dabei hatte ich bereits einen freundlichen Email-Kontakt mit einer Dame von Getty Images, in dem sie mir versichert hat, daß sie gerade Bloggern, die nicht soviel Geld haben, im Preis auch entgegenkommen könnten.

Douglas Trumbull: „Cinema of the Future“

Douglas Trumbull. Foto © Copyright 2021 by FMX 2021. Mit freundlicher Genehmigung.

Habe mir gerade Douglas Trumbulls Vortrag „Cinema of the Future“ angeschaut, den er anläßlich der FMX 2021– Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media gehalten hat. Schade nur, daß ich hier keine der z. T. wirklich beeindruckenden Bilder posten darf. Habe ja sogar per Brief bei Metro Goldwyn Mayer in Beverly Hills nachgefragt, ob ich ein paar Stills aus „2001: A Space Oddyssey“ (1968) posten darf, aber bis jetzt leider keine Antwort erhalten. 🙁

Douglas Trumbull favorisiert ein immersives Kinoerlebnis, bei den der Zuschauer ganz in das Geschehen eintaucht – ein Geschehen, das von der Realität nicht mehr zu unterscheiden ist. Neben dem Einsatz neu zu bauender kuppelförmiger Kinos hält Douglas Trumbull die bis heute übliche Framerate von 24 Bildern pro Sekunde nicht für ausreichend. Möglich sind beispielsweise 60 Frames pro Sekunde für 2D und 120 Frames für 3D.

Heute habe ich ein Interview entdeckt, das Eric Kohn von IndieWire im Mai d. J. mit Douglas Trumbull gemacht hat.

Ein kurzes Zitat:

„Special effects have gone all digital. As I watch a lot of these movies, my experience has been that I see mind-boggling things achieved by CGI, including flames and water, all kinds of spacecrafts and alien planets. The problem is that you give it about two years, look at it again, and think actually, this doesn’t look as good as I thought. It doesn’t age well.“—Douglas Trumbull

Ich persönlich sehe das ähnlich. Den digitalen Effekten von heute fehlt einfach irgendwie die „Substanz“. Mein Favorit aus „2001“ ist die Sequenz, in der die von der Erde kommende Raumfähre zu den Klängen von „An der schönen blauen Donau“ an die rotierende Raumstation andockt. Diese – noch nicht mal ganz fertige – Raumstation ist so voller Details, daß es einfach unglaublich ist. Auch das Spiel von Licht und Schatten finde ich absolut poetisch und bis heute unübertroffen.

Aktuell arbeitet Douglas Trumbull, soweit ich weiß, an einem neuen Science-Fiction-Film, bei dem er Regie führen wird.