Etwas Statistik

Ich habe, um meine im letzten Beitrag geäußerte These, daß wir uns global gerade in einem kreativen Tief befinden, zu untermauern, eine Kurve gezeichnet, die natürlich durchaus angreifbar ist.

Den Höhepunkt der Kreativität – hier bezogen auf die Popmusik – veranschlage ich auf das Jahr 1967, als am 26. Mai das epochemachende Beatles-Album „Sgt. Pepper“ herauskam. Wie schnell es danach wirklich abwärts ging, kann ich leider nicht belegen; es ist eben ein persönlicher Eindruck. Die aktuelle Flaute ist meiner Ansicht nach jedoch ganz offensichtlich.

12:57 Uhr

Bin beim Verfassen von Beiträgen teilweise hin- und hergerissen, was ich denn nun schreiben soll (und was lieber nicht), weil ich vieles in unserer Gesellschaft (der deutschen, aber auch global) doch sehr kritisch sehe und möglichst (geht das überhaupt?) niemanden vor den Kopf stoßen will. Hmmm. Unter anderen habe ich ja die These aufgestellt, dass wir uns gegenwärtig in einem kreativen Tief befinden, was ich zum Beispiel an dem mehr als traurigen (mein persönlicher Eindruck) Zustand der gegenwärtigen Pop-Musik festmache. Die Komponisten sind ganz offensichtlich nicht mehr in der Lage, wirklich originelle Melodien zu komponieren. Statt dessen ein einziges Gedudel ohne Höhen und Tiefen. Und das verkauft sich auch noch.

Aber nicht nur in der Pop-Musik, auch in den visuellen Künsten gibt es doch nur wenig wirklich Neues. Ich weiß gar nicht, wann ich zum letzten Mal einen wirklich guten Film gesehen habe – von „brilliant“ will ich hier gar nicht erst reden.

Wer weiß, vielleicht stehe ich mit dieser Einschätzung ja allein da – ich weiß es nicht. Jedenfalls wollte ich das hier mal zur Diskussion stellen.

Visionäre

Was meiner Ansicht nach in unserer heutigen, medienorientieren Zeit fehlt, sind Visionäre, die sich souverän über das Mittelmaß hinausheben und uns eine neue Richtung aufzeigen, und ich finde, nichts illustriert das besser als folgender Holzschnitt, der anno 1888 in Camille Flammarions „L’Atmosphère: Météorologie Populaire“ zu finden war.

Zitat des Tages

„Ich teile den Glauben vieler Zeitgenossen, daß die geistige Krise in allen Lebensbereichen unserer westlichen Industriegesellschaft nur überwunden werden kann, wenn wir das materialistische Weltbild, in dem Mensch und Umwelt getrennt sind, durch das Bewußtsein einer alles bergenden Wirklichkeit ersetzen, die auch das sie erfahrende Ich einschließt und in der sich der Mensch eins weiß mit der lebendigen Natur und der ganzen Schöpfung.“—Albert Hofmann

Projekte 2002 – 2011

2011 habe ich mal eine Übersicht über meine ganzen Blogs und Artikel gezeichnet, die ich – auf Englisch – beim leider nicht mehr existierenden „American Chronicle“ veröffentlicht habe.

Übersicht über meine Online-Aktivitäten 2002 – 2011

Das Blog ::artificial :: in dieser Übersicht war – wie auch die drei graf-o-matic betitelten Grafik-Blogs – ein bei Twoday gehostetes Blog, das ich bis ca. 2019 hatte. Bop City war ein bei Blogger gehostetes Blog.

„Vogue“-Cover

Vor einiger Zeit habe ich irgendwo im Internet das Cover der US-amerikanischen „Vogue“ vom August 1957 entdeckt. Nun wollte ich dieses wie ich finde ausnehmend schöne Cover hier posten und habe mich zu diesem Zweck an die deutsche „Vogue“ gewandt, die mir sehr freundlich geantwortet hat: Ich solle mich, da dies ein Cover der US-Ausgabe sei, an die US-amerikanische „Vogue“ wenden, was ich auch getan habe. Nun habe ich zur Antwort bekommen, daß die Cover-Nutzung $ 300,- betragen würde, ob ich fortfahren wolle. Da mußte ich leider verneinen. Hier wenigstens der Link zu der betreffenden Ausgabe im Archiv der „Vogue“.

Rückblicke

Mir fällt auf, daß ich gerade öfter Ausflüge in die Vergangenheit mache. Neben dem kriTLog ist mir eingefallen, daß ich – es war dem Internet Archive nach um 2008 – eine Zeitlang auf dem Linux-Blog „Penguins“ mitgeschrieben habe, soweit ich mich erinnere, vor allem über Grafikprogramme für Linux wie beispielsweise CinePaint. Ich fand „Penguins“ ganz sympathisch und kann mich nicht mehr erinnern, weshalb ich dann irgendwann ausgestiegen bin. Hmmm, ich meine, mich dunkel zu erinnern, daß „Penguins“ eingestellt wurde, ganz sicher bin ich mir aber nicht.

Wie der folgende Screenshot zeigt, hat das Internet Archive „Penguins“ bis auf die robots.txt leider nicht archiviert. 🙁

Screenshot der Website des Internet Archive

Paint Shop Pro 6

Screenshot: Testversion von Paint Shop Pro 6 von JASC.

Das ist das Grafikprogramm, mit dem ich 1996 angefangen habe, als ich ein Jahr lang über Zeitarbeit bei debis Systemhaus in Fellbach bei Stuttgart gearbeitet habe. Neben „Paint Shop Pro“ habe ich damals vor allem „Visio“ und den „Designer“ von Micrografx benutzt. Heute nun habe ich, als ich mir meine alten CDs aus Windows-Zeiten durchgesehen habe, festgestellt, daß auf einer CD, die der „internet WORLD“ von 2000 beilag, eine 30-Tage-Testversion von „Paint Shop Pro 6“ enthalten ist, die ich mir mit CrossOver Linux natürlich sofort installiert habe. Eigentlich hatte ich jedoch „Poser 3“ von MetaCreations gesucht, den ich – auf einer anderen Heft-CD – auch prompt gefunden habe. Solche Ausflüge in die Vergangenheit haben doch ihren Reiz, und ich bin besonders auf „Poser“ gespannt.

P. S.: „Poser 3“ ließ sich zwar installieren; beim ersten Start kam jedoch eine Fehlermeldung, es sei nicht genügend Speicher vorhanden. Dann stürzte das Programm leider ab. 🙁

William P. Gottlieb: „52nd Street“

„52nd Street, New York, N. Y., 1948“ William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Diese stimmungvolle Portrait der berühmten 52nd Street in New York wurde im Juli 1948 von William P. Gottlieb aufgenommen, dessen umfangreiche Sammlung von Jazz-Fotografien sich inzwischen im Besitz der Library of Congress befindet.

Dominique Grosse & Lewis W. Hine

„Textile Mill Workers“ © Copyright 2019 by Dominique Grosse. Mit freundlicher Genehmigung.
„Telegram Boy“ © Copyrigh 2019 by Dominique Grosse. Mit freundlicher Genehmigung.

Im Rahme seines Projekts „The Colour of the Children“ hat Dominique Grosse auf der Website der Library of Congress verfügbare Fotografien des Amerikaners Lewis W. Hine, deren Copyright abgelaufen ist, mittels Photoshop koloriert. Wer das mal versucht hat, weiß, was für eine Arbeit das ist. Jedenfalls hat Dominique Grosse diese Fotografien von Kindern Anfang des 20. Jahrhunderts auf wie ich finde eindrucksvolle Weise zu neuem Leben erweckt. Auch die Farben sind sehr subtil gewählt und tragen zu der Authentizität der Bilder bei.