Paris-Impression

Pariser Café am Seine-Ufer (Originalfoto)
Pariser Café am Seine-Ufer (bearbeitete Version). Fotos © Copyright 2018 bzw. 2022 by Claus Cyrny

Bei obigem Foto, das ich im September 2018 in Paris gemacht habe, habe ich das Auto links entfernt. Eigentlich hatte ich nur Langeweile, aber das Ergebnis ist, so meine ich, akzeptabel. Das Café des Beaux Arts liegt am Ufer der Seine und am Rand von Saint-Germain-des-Prés, an der Rue Bonaparte, in der, glaube ich, Jean-Paul Sartre gewohnt hat1.

1 In der Nummer 42.

Gimp 2.10.18: Einen Kreis zeichnen

Eigentlich sollt es überhaupt kein Problem sein, im Gimp einen schönen, geglätteten Kreis zu zeichen – eigentlich, wie gesagt. An sich ist das ja relativ einfach: Man/frau zeichnet mit der elliptischen Auswahl einen Kreis, wobei man/frau in den Werkzeugeinstellungen ein Seitenverhältnis von 1: 1 eingibt. Ok. Dann in Bearbeiten > Auswahl nachfahren (etwas weiter unten) gehen und Glätten auswählen. Das sollte nun eigentlich funtkionieren. Nur: Mit dem Glätten hapert es – leider – noch. Da frage ich mich, wozu diese Option eigentlich da ist, wenn der Kreis – ich verwende hier die Stärke von drei Pixeln – immer noch sichtbare Ecken hat (von Glätten keine Spur; siehe Kreis ganz links).

Zweiter Versuch: Man/frau kann die Auswahl auch mit einem Pinsel nachfahren. Ich habe hier einen Pinsel mit drei Pixeln Stärke genommen (auszuwählen im Pinsel-Dialog, den man/frau sich über Reiter hinzufügen in den Werkzeugkasten holen kann). Aber – wie das mittlere Beispiel zeigt, auch hier wieder Fehlanzeige – immer noch sichtbare Ecken.

Dritter Versuch: Im Gimp gibt es unter anderem eine sehr einfache Vektorgrafik-Applikation namens Gfig, zu finden unter Filter > Rendern > Gfig... . Erst als ich dort den dritten Kreis oben gezeichnet habe – auch hier wieder mit einem Pinsel mit drei Pixeln Stärke, war das Ergebnis einigermaßen ok. Liebe Gimp-Entwickler, geht das nicht einfacher? In dieser Zeit habe ich den Kreis ganz sauber in Inkscape gezeichnet und in den Gimp importiert.

Aber: Es gibt noch eine vierte Möglichkeit. Man/frau zeichne mit dem Auswahlwerkzeug den Kreis und wandle ihn dann in einen Pfad um. Dann mit Bearbeiten > Pfad nachfahren... den Pfad nachzeichen, und man/frau hat ein wunderbares Anti-Aliasing.

P. S.: Ich habe im obigen Beispiel die Zahlen in Inkscape eingefügt, weil es mir einfach zu dumm war, mich mit dem mehr als unkomfortablen Textwerkzeug des Gimp herumzuschlagen (seht auch folgenden Beitrag von mir).

Flexibel

Interface des Gimp 2.10.18 im Mehrfenstermodus

Also, ich persönlich finde den Gimp im Mehrfenstermodus unerreicht flexibel. Den Einfenstermodus benutze ich praktisch nicht. Ok, es gibt ja Leute, die dem Gimp absolut nichts abgewinnen können, aber nach fast 20 Jahren, die ich dieses Grafikprogramm nun benutze, kann ich sagen, daß es in der Zwischenzeit deutliche Fortschritte gemacht hat. Zoomen z. B. geht sehr intuitiv über [+] und [-], und das Handling der Pfade finde ich deutlich besser gelöst als in Photoshop, auch wenn die Pfade dort feiner ausgelegt sind. Man kann das aber durch Einzoomen sehr elegant umgehen.

Weiterführender Link: Meine ganzen Posts zum Gimp.

Gimp 2.10.18: Fenstermodi

Der Gimp 2.10.18 im Mehrfenstermodus.

Ich arbeite ja grundsätzlich im Mehrfenstermodus des Gimp, da ich ihn ungleich flexibler finde als den Einfenstermodus. Habe nun nach meinem letzten Beitrag zum Gimp eine Perspektivkorrektur im Einfenstermodus versucht, was überraschend gut ging.

Gimp 2.10.24: Perspektivkorrektur im Einfenstermodus.

Ich mußte mich eben erst mal zurechfinden. Gottseidank hat das Perspektivwerkzeug ein Tastaturkürzel ([Umschalt]+[P]), so daß ich nicht lange suchen mußte. Mir ist der Mehrfenstermodus aber deutlich sympathischer – vermutlich einfach eine Geschmackssache.

Und mit der Kombination „Einfenstermodus“/Theme „Dark“ kann ich mich nur schwer anfreunden.

Gimp 2.10.24 im Einfenstermodus mit Theme „Dark“ und grauen Icons.

Durch die grauen Icons fehlen im Gegensatz zum (farbigen Icon-Theme „Legacy“ eben viele Informationen. Hier muß ich zumindest erstmal suchen.

Gimp 2.10.18: Das Perspektivwerkzeug (2)

Noch etwas zum Perspektivwerkzeug des Gimp; ich benutze die nicht mehr ganz aktuelle Version 2.10.18. Besonders bei Architekturaufnahmen können sich stürzende Linien unangenehm bemerkbar machen, etwa so:

Foto des Kunstmuseum Stuttgart (unkorrigiert).

Um das mit dem Gimp zu korrigieren, einfach [Umschalt]+[P] drücken. Damit ruft man das Perspektivwerkzeug des Gimp auf, was dann erst mal so aussieht:

Foto mit Perspektivwerkzeug.

Da es aber störend ist, daß das Perspektivwerkzeug über dem Foto liegt, einfach auf den rot umrandeten Pfeil klicken.

Auf den rot umrandeten Pfeil klicken.

Nun vergrößert sich das Perspektivwerkzeug, und man kann es nach außerhalb des Fotos schieben, etwa so:

Das Perspektivwerkzeug liegt nun außerhalb des Fotos.

Jetzt kann die eigentliche Korrektur beginnen. Um genauer arbeiten zu könne, sollte man zur Orientierung ein paar Hilfslinien anlegen:

Foto mit Hilfslinien.

Dazu einfach mit der linken Maustaste auf das linke Lineal klicken und die Hilfslinie mit gedrückter Maustaste nach rechts ziehen. Das dreimal wiederholen (s. o.).

Um die stürzenden Linien zu korrigieren, die rechts oben liegende, rot umrandete Raute nach rechts oben ziehen. Dabei darauf achten, daß das Fenster mit dem Foto nicht zu weit oben liegt.

Die rot umrandete Raute nach rechts oben ziehen.

Ab und zu absetzen und dann erneut ziehen, weil sonst der Platz zum Ziehen nicht ausreicht. Wenn der Punkt erreicht ist, an dem rechts unten das graue Schachbrettmuster sichtbar wird, mit der (rot umrandeten) Raute rechts unten nachkorrigieren.

Korrektur mit der Raute am unteren rechten Bildrand.

So abwechselnd mit der unteren bzw. oberen Raute korrigieren, bis die Korrektur zufriedenstellend ist. Abschließend auf „Transformation“ drücken. That’s it!

Hier noch das fertig korrigierte Foto:

Das fertige Foto nach der Perspektivkorrektur. Foto von mir.

Anmerkung: Ich habe hier mit drei Gimp-Fenstern gearbeitet, etwa so

Der Gimp 2.10.18 im Mehrfenstermodus.

und kann deshalb nicht sagen, ob das im Einfenstermodus so funktioniert. Ich finde den Mehrfenstermodus eben viel flexibler.

ImageMagick: Philosophie

Das ImageMagick-Logo. Lizenz: ImageMagick License.

ImageMagick wird ja üblicherweise aus einer Shell heraus aufgerufen – ein Konzept, mit dem die Redaktion von Chip.de offensichtlich so ihre Schwierigkeiten hat:

Screenshot © Copyright 2020 by CHIP Digital GmbH.

Ich frage mich u. a., was das „spezielle Features“ bedeuten soll, können doch die meisten Features von ImageMagick nur über eine Shell ausgeführt werden. Und: Wieso soll das bitteschön ein Nachteil sein? Dieses Konzept ist einfach Teil der Philosophie von ImageMagick. Ich frage mich sowieso, weshalb ImageMagick überhaupt eine – sehr eingeschränkte – Version mit GUI zur Verfügung stellt.

Die Chip.de-Redaktion schreibt weiter:

„ImageMagick selbst liefert die Benutzeroberfläche für die wichtigsten Basis-Funktionen. So kommen auch Laien mit der Software klar.“

Ähem, sorry, aber meinem Dafürhalten nach ist ImageMagick eben nicht für Laien gedacht. My!

Intuitives Arbeiten im Gimp

Yep, im Gimp – ich habe 2.10.18 und 2.10.24 installiert – ist intuitives Arbeiten möglich. Man/frau muß sich – was offenbar nicht allen liegt – nur lange genug mit diesem Programm beschäftigen. Ein Plus ist dabei, daß praktisch für jede Funktion ein Tastaturkürzel (engl: shortcut) definiert werden kann. Das hilft bei der Arbeit ungemein. Darüber hinaus sind die Funktionen redundant angelegt und können auf mindestens drei verschiedenen Wegen aufgerufen werden: Über die Fensterleiste ganz oben, per Rechts-Klick und dann natürlich über die bereits erwähnten Tastaturkürzel.

Und wem das nicht genügt: Man/frau kann das Interface des Gimp weitreichend konfigurieren (geht über Bearbeiten > Einstellungen > Oberfläche). Neben 24 Möglichkeiten, das Theme zu wählen, bietet der Gimp jetzt auch einen Einfenster-Modus, den ich jedoch nie benutze, da ich ihn als relativ unflexibel empfinde. Das sind dann 48 Möglichkeiten. Es ist sogar möglich, einzelne Icons bzw. Icon-Gruppen im Werkzeugkasten ein- bzw. auszublenden (geht über Bearbeiten > Einstellungen > Oberfläche > Werkzeugkasten).

Dann sind da noch die Reiter bzw. Docks, die intuitives Arbeiten ebenfalls unterstützen. Reiter können dem betreffenden Fenster hinzugefügt oder wieder gelöscht werden. Sie können auch à la Photoshop einfach als unabhängige Fenster auf den Desktop gezogen werden. Und: Sämtliche Funktionen des Gimp können mittels der Script-Sprache Script-Fu automatisiert werden.

Zum Abschluß fällt mir noch ein alter Zen-Spruch ein:

„Beobachte zehn Jahre lang Bambus, werde zum Bambus, vergiß dann alles und – male.“—Quelle unbekannt

Gimp 2.10.18: Das Werkzeug „Heilen“

Über einen Artikel von Claudia Meindl in der Zeitschrift „LinuxUser“ bin ich auf das Gimp-Werkzeug „Heilen“ aufmerksam geworden, das ich bisher ehrlich gesagt noch gar nicht benutzt hatte.

Das Werkzeug „Heilen“ (rot umrandet) im Gimp 2.10.18.

Also habe ich es versuchshalber mal ausprobiert, und – ich bin absolut begeistert. „Heilen“ funktioniert um Längen besser als „Klonen“, das ich bisher für solche Aufgaben benutzt habe.

Ein Beispiel:

Ein Foto vor (oben) und nach (unten) Anwendung des Werkzeugs „Heilen“.
© Copyright 2021 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

CinePaint 1.4.4 für Windows: Erster Start

CinePaint-Maskottchen

So sieht das Interface der Windows-Version des neuen CinePaint 1.4.4 aus:

Das Interface von CinePaint 1.4.4 für Windows

Da ich gerade keinen Zugang zu einem Windows-PC habe, habe ich mir, da ich Ubuntu MATE benutze, die Version 1.4.4 von CinePaint via CrossOver Linux installiert, was auch ohne Probleme ging. Nach dem Start bekam ich – schon neugierig geworden – obiges Interface, das bis auf die schwarz-weißen Icons nahezu identisch mit dem Interface der letzten Version 1.0-4 ist. Neu hinzugekommen sind zwei Werkzeuge: Einmal das Werkzeug Transform (das dritte Icon von links in der unteren Reihe) sowie das Flip-Werkzeug gleich rechts daneben. Ebenfalls neu ist, wie ich gerade entdeckt habe, der Menüpunkt Flipbook im Bildfenster.

Auch die Optionen für die Auswahl der verschiedenen Farbtiefen – von 8-bit bis 32-bit (HDRI) – wurde etwas überarbeitet (seht bitte nachfolgenden Screenshot):

CinePaint-Dialog „New Image“




















Dies hier soll nur eine kurze Übersicht sein. Mehr in die Tiefe gehende Beiträge werden sicher folgen.

Die Windows-Version von CinePaint 1.4.4 kann bei SourceForge heruntergeladen werden.

[Translation to English coming soon] 😉

Nochmal: Scripts für ImageMagick

Das ImageMagick-Script „accentedges“: vorher (oben) und nachher (unten). Foto von mir.

Auf der Website von Fred Weinhaus findet der/die Interessierte über 300 Scripts für ImageMagick. Diese Scripts sind allerdings nur für Linux geschrieben. (Über ein Beispiel habe ich ja schon berichtet.) Die Scriptfähigkeit von ImageMagick, das ja – auch unter Windows – aus einer Shell (Textkonsole) heraus aufgerufen wird, führt das Statement der Chip.de-Redaktion ad absurdum, es sei ein Nachteil, daß viele Features nur über die Kommandozeile – eben besagt Shell – aufgerufen werden können. Offenbar tut man sich bei Chip.de mit Programmen, die kein GUI1 haben, schwer.

1 Es gibt auch bei ImageMagick die Möglichkeit, über den Befehl display eine GUI-Version aufzurufen, die aber nur einen sehr, sehr eingeschränkten Befehlssatz bereitstellt.

ImageMagick mit GUI