ImageMagick: Compositing

Die 12 Operatoren für das sogenannte Alpha-Compositing von Duff-Porter

Auf der ImageMagick-Site gibt es einen interessanten Artikel zum Thema „Compositing“, dem die 12 von Duff-Porter definierten Compositing-Operatoren zugrunde liegen. Dieser wenn auch anspruchsvolle Artikel ist jedoch immer noch deutlich lesbarer als der folgende Artikel – leider auch nur auf Englisch – bei W3C.

Weiterführender Link: „Compositing Digital Images“ [PDF] von Thomas Porter und Tom Duff.

Schlaflos in Ludwigsburg (34)

Es ist genau 00:00 Uhr, und ich bin schon wieder wach. Habe mir den obligatorischen Milchkaffee gemacht und überlege, was ich jetzt schreiben kann. Kann die Grafik-Suite ImageMagick wirklich nur empfehlen, kann man damit doch schicke Sachen machen. Wenn Chip.de schreibt

„Speziellere Bearbeitungs-Features stehen nur als Kommandozeilentools zur Verfügung und sind deshalb etwas komplizierter zu bedienen.“–Chip.de

so kann ich nur konstatieren, daß man in der – GUI-fixierten? – Chip.de-Redaktion die Philosophie von ImageMagick überhaupt nicht verstanden hat, ist das Aufrufen via Kommandozeile dort doch Standard. Die rudimentäre GUI-Version unterstützt wirklich nur ein paar Features. Und: ImageMagick unterstützt über 100 Dateiformate. Das ist aber nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs. Für die Nutzung von ImageMagick seht bitte hier.

Habe mal irgendwo gelesen, daß man Verlinkung wie „hier“ nicht machen sollte, aber wieso eigentlich nicht?

À propos ImageMagick: Ganz unten auf der IM-Site hat es einen Link zum PGP-Schlüssel von ImageMagick. Habe selbst schon mehrere Anläufe gemacht, PGP zu installieren, war aber irgendwie zu bequem dazu, mich da einzuarbeiten. Hmm, vielleicht kommt das ja noch. Expression Engine dto. Ich habe mir dieses CMS mal vor ca. einem Jahr oder so lokal installiert, dann aber nichts mehr damit gemacht. Vielleicht sollte ich meine Django-Reinhardt-Site unter WordPress neu aufsetzen, ist sie im Augenblick doch nicht responsiv.

CinePaint: Benutze dieses Programm, das ja eigentlich zur Bearbeitung von Film konzipiert ist, in der (veralteten) Version 1.0-4, nachdem ich es mit Mühe geschafft hatte, die Linux-Version zu installieren. Habe kurze Zeit sogar bei CinePaint mitgearbeitet, bin dann aber mangels Feedback zu meinen Anstrengungen wieder ausgestiegen. Ich war für „Grafik“ und „Dokumentation“ zuständig. Aktuell gibt es eine Windows-Version von CinePaint 1.4.5 bei SourceForge zum Herunterladen.

Mache inzwischen seit 1996 Grafik, seit ich über Zeitarbeit ein Jahr bei debis Systemhaus in Fellbach bei Stuttgart gearbeitet habe. Damals habe ich noch Visio (Vektorgrafik), Micrografx Designer (Vektorgrafik) sowie Paint Shop Pro (Bildbearbeitung und Konvertierung; damals noch von JASC1) benutzt. Paint Shop Pro heißt inzwischen PaintShop® Pro und ist von Corel aufgekauft worden.

1 Just Another Software Company.

ImageMagick: Scans optimieren

Scan vor der Bearbeitung mit ImageMagick (links) und nachher (rechts)

Ich habe ein paar Scans, die teilweise starke Farbstiche aufweisen. Diese können mit dem Gimp nur sehr unvollkommen beseitigt werden. Als Lösung bietet sich ImageMagick an. Mit magick lassen sich die Farbstiche beinahe vollständig entfernen. Den Rest kann man/frau dann mit dem Gimp erledigen.

Der Befehl unter Linux:

$ magick [Ausgangsbild] \( +clone -blur 0x20 \) \
-compose Divide_Src -composite  [Ergebnis]

Voilà!

Weiterführender Link: ImageMagick v6 Examples — Compositing Images

Artikel: „Chroma Keying mit dem Gimp“

Person vor Greenscreen. Foto: iStock.
Freigestellte Person. Der Greenscreen wurde mit dem Gimp ausgekeyt.

Am 18.11.2021 kam die Dezember-Ausgabe 12/2021 des Magazins LinuxUser heraus. Auf S. 54 ff. ist ein Artikel von mir abgedruckt. Titel: „Ohne Hintergrund“; Thema: „Chroma Keying mit dem Gimp“. Chroma Keying wird vor allem im Bereich visual fx oder beim Fernsehen verwendet. Im Prinzip wird eine „key color“ – üblicherweise Grün oder Blau – durch einen transparenten Hintergrund ersetzt (s. Beispiel oben). Daß das auch mit dem Gimp geht und u. U. beim Freistellen viel Arbeit erspart, habe ich eher durch Zufall entdeckt und dabei festgestellt, daß der Chroma Keyer vom Gimp gar nicht ohne ist.

Gimp 2.10.18: Das Interface

Interface des Gimp 2.10.18

Da ich nichts vom Einfenster-Modus1 des Gimp halte, da er imho viel zu unflexibel ist, sieht mein Interface so wie oben aus.

Und hier noch meine Einstellungen für das Theme des Interfaces bzw. der Icons (Symbole):

Einstellungen für das Theme des Interfaces
Und die Einstellungen für die Symbole

Die Screenshots verkleinere ich übrigens mit CinePaint 1.0.4, weil da die Schrift besser übernommen wird als im Gimp.

1 Dieser Modus ist mit Vorsicht zu genießen und sollte wirklich nur ausgewählt werden, wenn man längere Zeit damit arbeiten will. Ansonsten muß man nämlich das ganze Interface (die Reiter usw.) neu konfigurieren. So man diesen Modus aber trotzdem einstellen will: das geht über Fenster > Einfenster-Modus.

Aktuelles

Mit gimp-gap freigestellter Frauenkopf. Originalfoto: https://www.3d.sk.

Nachdem ich seit August d. J. freier Autor beim Magazin „LinuxUser“ bin, habe ich in der aktuellen Ausgabe 12/2021 den Artikel „Ohne Hintergrund“ geschrieben, in dem es um das sehr zu Unrecht wenig benutzte Feature „Chroma-Keying mit dem Gimp“ geht. Voraussetzung hierfür ist die Installation des Paketes gimp-gap, mit dem unter dem Menüpunkt „Video“ ein gar nicht so schlechter Chroma-Keyer zur Verfügung steht, der das Entfernen einfarbiger Hintergründe (üblicherweise Blue- oder Greenscreens) wesentlich vereinfacht.

Gimp 2.10.18: Das Perspektivwerkzeug

Das Perspektivwerkzeug des Gimp 2.10.18.

Bei der letzten Fotostrecke habe ich öfter mit dem Perspektivwerkzeug des Gimp gearbeitet, das ganz einfach mit [Umschalt]+[P] aufgerufen wird. So können stürzende Linien intuitiv korrigiert werden.

Ein Beispiel:

Bücher in der Stuttgarter Buchhandlung „Wittwer“ (unkorrigiert).
Bücher in der Stuttgarter Buchhandlung „Wittwer“ (korrigiert). Foto von mir.

Ist Photoshop out?

Per Werbung entdeckt: inPixio Photo Studio 11, das folgendem Video zufolge gerade bei der Entfernung von Hintergründen Beeindruckendes leistet. Der Support teilte mir auf eine Anfrage hin mit, daß diese Software, wie ich schon vermutet hatte, tatsächlich künstliche Intelligenz verwendet.

Gimp 2.10.18: Figur freistellen (2)

Ein kurzer Nachtrag zu meinem Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen“. Bei der Bluebox im Gimp stellt man/frau die Grenzwerte ein, um ein sauberes Auskeyen zu ermöglichen.

Zuerst nochmal das Ausgangsbild mit den fleischfarbenen (nicht weißen) Rändern.

Ausgangsbild. Originalfoto: https://www.3d.sk.

Bluebox aufrufen (zu finden unter Video > Bluebox...). Voraussetzung ist wie gesagt die Installation des Pakets gimp-gap. Auf den Streifen mit der blauen Farbe und dann mit der Pipette auf die zu entfernende Farbe im Bild klicken (siehe die rot markierten Stellen im Bild).

Schlüsselfarbe (key color) auswählen

Zu hoher Grenzwert führt zu „Löchern“ im Foto.

Zu hoher Grenzwert: „Löcher“

Das kann man/frau aber durch Reduzieren der Grenzwerte (ich verwende den Grenzwertmodus HSV) korrigieren.

Grenzwert ist ok – hmm, einigermaßen wenigstens (kann noch etwas reduziert werden)

Evt. noch vorhandene „Schleier“ können mit dem Radiergummi beseitigt werden, da beim weiteren Auskeyen Löcher im Weiß des Auges entstehen.

Farbschleier mit dem Radiergummi entfernen

Und – zum Schluß – das fertige Bild.

Fertig freigestelltes Bild