Gimp 2.10.18: Figur freistellen (2)

Ein kurzer Nachtrag zu meinem Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen“. Bei der Bluebox im Gimp stellt man/frau die Grenzwerte ein, um ein sauberes Auskeyen zu ermöglichen.

Zuerst nochmal das Ausgangsbild mit den fleischfarbenen (nicht weißen) Rändern.

Ausgangsbild. Originalfoto: https://www.3d.sk.

Bluebox aufrufen (zu finden unter Video > Bluebox...). Voraussetzung ist wie gesagt die Installation des Pakets gimp-gap. Auf den Streifen mit der blauen Farbe und dann mit der Pipette auf die zu entfernende Farbe im Bild klicken (siehe die rot markierten Stellen im Bild).

Schlüsselfarbe (key color) auswählen

Zu hoher Grenzwert führt zu „Löchern“ im Foto.

Zu hoher Grenzwert: „Löcher“

Das kann man/frau aber durch Reduzieren der Grenzwerte (ich verwende den Grenzwertmodus HSV) korrigieren.

Grenzwert ist ok – hmm, einigermaßen wenigstens (kann noch etwas reduziert werden)

Evt. noch vorhandene „Schleier“ können mit dem Radiergummi beseitigt werden, da beim weiteren Auskeyen Löcher im Weiß des Auges entstehen.

Farbschleier mit dem Radiergummi entfernen

Und – zum Schluß – das fertige Bild.

Fertig freigestelltes Bild

Chroma-Keying: Vorläufiges Fazit

Um mit dem Compositor in Blender einen Hintergrund auszukeyen, bekommt man/frau meiner Erfahrung nach nur dann ein optimales Ergebnis, wenn entweder ein Greenscreen oder Bluescreen vorliegt. Ansonsten benutzt man/frau am besten Video > Bluebox... im Gimp. Voraussetzung dafür ist aber, daß das Paket gimp-gap installiert ist.

Bei Personen gegen einen pinkfarbenen Hintergrund dagegen hilft auch die Bluebox.. nicht. Das geht, so vermute ich, nur mit einem professionellen Chroma-Keyer wie Ultimatte, der sogar farbige Schatten bewahren kann.

Fotos mit pinkfarbenem Hintergrund werden nicht richtig ausgekeyt. Links das Originalfoto, rechts wurde der Hintergrund mit dem Zauberstab im Gimp entfernt (so gut es eben ging). Auskeyen brachte hier keine spürbare Verbesserung. Foto: Matheus Ferrero auf Unsplash.

Es geht aber doch, den pinkfarbenen Hintergrund sauber umzufärben, und zwar über Farben > Abbilden > Farben drehen... . Dazu muß nicht einmal das Haar aufwendig freigestell werden; lediglich die Jacke, der Hals und das rechte Ohr wurden von mir mittels Pfad freigestellt. Die Haare wurden nur grob ausgewählt.

Dann wurde die Auswahl (nach dem Schritt Pfad zu Auswahl) einfach invertiert, und als nächstes habe ich Farben > Abbilden > Farben drehen... angewandt. That’s it!

Ergebnis:

Vod der Drehung der Farben und nachher.

Ich möchte noch ergänzen, daß das Foto hier ein Sonderfall ist, weil das Modell schwarze Haare hat. Bei blonden Haaren etwa würde das so sicher nicht gehen.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen“.

Gimp 2.10.18: 3D-Text – mal anders

3D-Text © Copyright 2021 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

Bei der obigen 3D-Schrift kann man mit nur zwei Ebenen arbeiten: 1. Der weichgezeichneten Schriftebene, die man/frau dann auch als Ebenenmaske benutzt und 2. der Ebene mit der goldenen Farbe.

Hinweis: Im Gimp hat es, wie ich festgestellt habe, bei Filter > Licht und Schatten > Lichteffekte ... einen Programmierfehler, der allerdings nur dann auftritt, wenn man/frau eine Bump Map benutzt. Beim ersten Versuch, die Bump Map anzuwenden, wird der Text nicht gerendert. Man/frau muß den Filter einmal durchlaufen lassen, dann [Strg]+[Z] drücken und das Ganze wiederholen. Erst jetzt wird die Schrift gerendert.

Logo

Im Gimp 2.10.18 erzeugtes Logo © Copyright 2021 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

Was das Designen von Logos – oder Schrifteffekten – angeht, ist mir der Gimp ehrlich gesagt lieber als Photoshop, weil er m. E. mehr Möglichkeiten bietet. In Photoshop erzeugte Schrifteffekte sind imho ein bischen steriler. Es gibt da halt soundso viele vordefinierte Ebeneneffekte und Filter. Im Beispiel oben habe ich übrigens einen Median-Weichzeichner verwendet.

Gimp 2.10.18: Der Werkzeugkasten (3)

Ich weiß nicht, wieso der Werkzeugkasten im Gimp einen Button zum Schließen hat. Das ergibt für mich gar keinen Sinn, denn: wenn der Werkzeugkasten mal weg ist, kann man/frau ihn zwar neu anlegen; man/frau muß dann aber die ganzen Docks (oder Reiter, wie es im deutschen Interface heißt) neu hinzufügen. Das muß nicht sein! Ergo: Nicht draufklicken! Denkt nicht mal dran!