Alba Armengou

Alba Armengou © Copyright unbekannt

Wie ich schon erwähnt habe, bin ich gerade von der Sängerin und Trompeterin Alba Armengou total begeistert. Sie hat eine absolut unnachahmliche Art, Bossa Nova zu singen und gefällt mir um Längen besser als beispielsweise Astrud Gilberto. Sie tritt bzw. trat zusammen mit der – ebenfalls absolut tollen – Sant Andreu Jazz Band aus Barcelona auf.

Etwas Statistik

Ich habe, um meine im letzten Beitrag geäußerte These, daß wir uns global gerade in einem kreativen Tief befinden, zu untermauern, eine Kurve gezeichnet, die natürlich durchaus angreifbar ist.

Den Höhepunkt der Kreativität – hier bezogen auf die Popmusik – veranschlage ich auf das Jahr 1967, als am 26. Mai das epochemachende Beatles-Album „Sgt. Pepper“ herauskam. Wie schnell es danach wirklich abwärts ging, kann ich leider nicht belegen; es ist eben ein persönlicher Eindruck. Die aktuelle Flaute ist meiner Ansicht nach jedoch ganz offensichtlich.

Nachtrag

Als kurzer Nachtrag zu meinem Beitrag über Henri Matisse hier noch ein paar Bemerkungen über Malerei und digitale Kunst. Letztere wird ja von Museen und Galerien noch nicht so anerkannt wie die erstere. Ich meine, es war Markus Lüpertz, der mal gesagt hat, daß der digitalen Kunst das “Gewicht der Zeit” fehlen würde. Das mag sein, aber die digitalen Künstler haben ja – anders als die Maler – nicht von Null angefangen, sondern können (so sie wollen) auf eine Jahrhunderte lange Geschichte zurückblicken und aus dieser ihre Konsequenzen ziehen. Weshalb dem ganz offensichtlich (noch?) nicht so ist, ist mir persönlich ein Rätsel. (Ich habe über dieses Thema ja schon an anderer Stelle geschrieben.) So herrscht – was natürlich andererseits eine hauptsächlich technische Herausforderung ist – in der digitalen Kunst der Fotorealismus vor. Davon, so meine ich, müßte sie (die digitale Kunst) sich freimachen – ein Stück weit wenigstens. Der ganz offensichtlich (oder nicht?) auf der Hand liegende Vorteil wäre eine größere künstlerische Freiheit – Freiheit zum Beispiel wie etwa bei Henri Matisse oder Amedeo Modigliani, um des künstlerischen Ausdrucks willen Proportionen zu verändern. Diese Freiheit muß sich der digitale Künstler aber erst mal nehmen. Ein denkbarer Weg heraus aus diesem Dilemma wäre etwa der, daß bereits etablierte – tja, wie sagt man das? konventionelle? analoge? – Künstler den digitalen Weg gehen und das, was sie sich in dem bisherigen Medium erarbeitet haben, auf das digitale Medium übertragen. Das ist hier vielleicht alles etwas unausgegoren, was ich da schreibe, aber ich hatte jedenfalls das Bedürfnis, diese Gedanken einmal zur Diskussion zu stellen.