Schick: ImageMagick

Das ImageMagick-Logo. Lizenz: ImageMagick License.

ImageMagick ist eine Grafik-Suite bestehend aus einer Reihe von Tools, um Grafiken und Fotos zu erzeugen, zu bearbeiten und zu konvertieren. Das Besondere: ImageMagick wird in der Regel aus einer Shell (Textkonsole) heraus aufgerufen. Mit den Tools von ImageMagick steht einem eine Überfülle an Möglichkeiten zur Verfügung, angefangen vom relativ simplen Konvertieren von Grafiken von einem Format in ein anderes bis hin zu komplexen Operationen mittels Shell-Script.

Ein einfaches Beispiel für Linux:

#!/bin/bash
for file in *.jpg
do convert $file -resize 625 -quality 90 resized-$file
done

Eine kurze Erklärung:

Hier werden alle JPGs in einem gegebenen Verzeichnis auf eine Breite von 625 Pixeln herunterskaliert.

Dann ist es – um nur ein weiteres Beispiel zu nehmen – möglich, komplexe Gradienten (Farbverläufe) wie etwa den folgenden zu erzeugen. Das ist etwa im Gimp schwieriger zu machen.

Komplexer, mit ImageMagick erzeugter Farbverlauf.

Linux kontra Windows

Denke darüber nach, welche Features von Linux wohl auch unter Windows unterstützt werden. Hat Window beispielsweise virtuelle Desktops? Kann man – ausnehmend bequem – durch bloßes Selektieren in die Zwischenablage kopieren (und dann per Drücken aufs Mausrad wieder einfügen)? Besteht Windows aus Paketen, die automatisch aktualisiert werden?

Lesetip: „The Cathedral And The Bazaar“ von Eric S. Raymond

Eric S. Raymond (Bildmitte) 2004 auf der Linucon. Foto © Copyright 2004 by jerone2. Lizenz: CC BY-SA 2.0.

An dieser Stelle ein Lesetip. Die Rede ist von dem mittlerweile zum Klassiker avancierten Essay „The Cathedral And The Bazaar“ von Eric S. Raymond, das leider (noch?) nicht auf Deutsch verfügbar ist.

Ein Zitat:

„Linux is subversive. Who would have thought even five years ago (1991) that a world-class operating system could coalesce as if by magic out of part-time hacking by several thousand developers scattered all over the planet, connected only by the tenuous strands of the Internet?

Certainly not I. By the time Linux swam onto my radar screen in early 1993, I had already been involved in Unix and open-source development for ten years. I was one of the first GNU contributors in the mid-1980s. I had released a good deal of open-source software onto the net, developing or co-developing several programs (nethack, Emacs’s VC and GUD modes, xlife, and others) that are still in wide use today. I thought I knew how it was done.

Linux overturned much of what I thought I knew. I had been preaching the Unix gospel of small tools, rapid prototyping and evolutionary programming for years. But I also believed there was a certain critical complexity above which a more centralized, a priori approach was required. I believed that the most important software (operating systems and really large tools like the Emacs programming editor) needed to be built like cathedrals, carefully crafted by individual wizards or small bands of mages working in splendid isolation, with no beta to be released before its time.

Linus Torvalds’s style of development—release early and often, delegate everything you can, be open to the point of promiscuity—came as a surprise. No quiet, reverent cathedral-building here—rather, the Linux community seemed to resemble a great babbling bazaar of differing agendas and approaches (aptly symbolized by the Linux archive sites, who’d take submissions from anyone) out of which a coherent and stable system could seemingly emerge only by a succession of miracles.

The fact that this bazaar style seemed to work, and work well, came as a distinct shock. As I learned my way around, I worked hard not just at individual projects, but also at trying to understand why the Linux world not only didn’t fly apart in confusion but seemed to go from strength to strength at a speed barely imaginable to cathedral-builders.“—Eric S. Raymond

© Copyright 2000 by Eric S. Raymond. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Open Publication License, version 2.0.

Schlaflos in Ludwigsburg (27)

Es ist gerade mal 00:28 Uhr, und ich bin seit etwa zehn Minuten wach. Frage mich u. a., ob es unter Windows auch möglich ist, einen Text durch bloßes Selektieren in die Zwischenablage zu kopieren. Imho muß man da zuerst [Strg]+[C] drücken; unter Linux ist das nicht nötig. Einfügen des so kopierten Textes geht, indem man auf das Mausrad drückt. Dann habe ich – wie viele, kann man einstellen – sechs virtuelle Desktops, was sehr praktisch sein kann, ist da das Desktop nicht mehr so überladen. Heißt es überhaupt das und nicht der Desktop? Keine Ahnung. Habe mir auch – wie könnte es anders sein – um diese Zeit einen Milchkaffee gemacht. Werde mir zu Weinachten das Buch „Maschinenschaden“ bestellen, über das ich gestern abend geschrieben habe.

Windows?

Logo von Windows 11. © Copyright 2021 by Microsoft Corporation.

Ich benutze ja seit 2004 Ubuntu Linux1, nachdem ich von 1997 bis 2002 Windows installiert hatte: zuerst Windows 95 und dann den Nachfolger Windows 98. Mein Traum war damals Windows NT, aber dafür gab es keinen Treiber für mein Modem, ist man damals – heute kaum mehr vorstellbar – ja noch mit 56k-Modems gesurft. Auch gab es damals noch kein DSL. Was ich nicht ganz verstehe, ist, weshalb Linux nur einen Marktanteil von gerade mal 2% hat – finde ich es doch um Längen besser als Windows (aktuell: Windows 11).

1 Genauer gesagt habe ich seit ca. 2020 Ubuntu MATE installiert, das ich besser als das „normale“ Ubuntu finde. So läßt sich, um nur ein Beispiel zu nennen, die obere Leiste mit den Icons der ganzen Anwendungen viel besser konfigurieren.

Aktuelles

Mit gimp-gap freigestellter Frauenkopf. Originalfoto: https://www.3d.sk.

Nachdem ich seit August d. J. freier Autor beim Magazin „LinuxUser“ bin, habe ich in der aktuellen Ausgabe 12/2021 den Artikel „Ohne Hintergrund“ geschrieben, in dem es um das sehr zu Unrecht wenig benutzte Feature „Chroma-Keying mit dem Gimp“ geht. Voraussetzung hierfür ist die Installation des Paketes gimp-gap, mit dem unter dem Menüpunkt „Video“ ein gar nicht so schlechter Chroma-Keyer zur Verfügung steht, der das Entfernen einfarbiger Hintergründe (üblicherweise Blue- oder Greenscreens) wesentlich vereinfacht.

Inkscape über eine Shell bedienen

Ich glaubte, meine Augen nicht zu trauen, als ich heute nachmittag die Hilfe in Inkscape aufgerufen habe, weil es mir die Dokumenteneinstellungen verspult hatte und ich auf einmal auf folgendes Dokument stieß. Worum geht es da? Es ist tatsächlich möglich, Inkscape über eine Shell (Textkonsole) zu bedienen. Unter Linux selbstverständlich, kann ich ehrlich nicht genau sagen, wie das unter Windows oder Mac OS X ist. Auf jeden Fall werde ich mir dieses Dokument mal genauer anschauen. Insbesondere beim Einsatz von Shell-Scripts eröffnen sich da ganz neue Möglichkeiten.

XAMPP

XAMPP-Icons in der Taskleiste von Ubuntu MATE 20.04

Wie ich heute nachmittag festgestellt habe, wird meine Installation der lokalen Serverumgebung XAMPP beim Starten über das linke dieser drei Icons oben in der Taskleiste von Ubuntu MATE 20.04 fehlerhaft aufgerufen. Meistens wird MySQL nicht gestartet (siehe auch diesen Beitrag). So bleibt mir nichts anders übrig – was aber auch ok ist -, XAMPP mittels Linux-Shell (Textkonsole) zu starten, etwa so:

Screenshot: Starten von XAMPP über die Shell.