Schlaflos in Ludwigsburg (41)

Es ist 02:55 Uhr, und ich bin vor etwa fünf Minuten aufgewacht. Blutzucker ist (nüchtern) bei 146, das ist etwas zu hoch. Gestern abend war er noch bei 118. Habe das Feature „Beitragsformat“ in WordPress entdeckt. Bisher habe ich ehrlich gesagt alles unter dem „Standard“-Format gepostet.

Die verschiedenen Beitragsformate in WordPress.

Heute ist der Geburtstag von Doors-Sänger Jim Morrison. Ich war ja 2018, als ich in Paris war, an seinem Grab auf dem Friedhof Père Lachaise, das – aus Sicherheitsgründen? – eingezäunt war.

Das Grab von Jim Morrison auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise. Foto von mir.

Meine letzte Fotostrecke, die ich gestern gepostet habe, hat mir wieder mehr Lust aufs Fotografieren gemacht. 2018 hatte ich ja noch meine alte Kamera, eine Kodak Easyshare Z 8612 IS, die zwar ihren Zweck erfüllt hat, die aber insgesamt nicht so gut war. Inzwischen – seit einem Jahr – habe ich die sehr gute Sony Alpha 7.

Verkleinere meine Screenshots nicht mit dem Gimp, sondern mit CinePaint 1.0-4, weil da die Schrift besser übernommen wird. Nachdem die Installation von CinePaint nicht ganz einfach war – es gibt kein offizielles .deb-Paket -, bekomme ich jetzt, da es im Prinzip funktioniert, immer wieder Fehlermeldungen angezeigt.

Fehlermeldung in CinePaint 1.0-4 unter Ubuntu MATE.

Ich verstehe im Übrigen auch nicht, wieso nicht deutlich mehr Leute auf Linux umsteigen. Es hat anscheinend den Ruf, „schwierig“ zu sein. Dabei ist die Installation von Ubuntu – ich benutze Ubuntu MATE 20.04 – denkbar einfach, und auch das Handling der Programme ist bestimmt nicht schwieriger als unter Windows. Ich habe ja bis 2002 auch Windows benutzt – damals noch Windows 98 -; von daher spreche ich aus Erfahrung.

Screenshot: Windows 98. Quelle: Wikipedia.

Würde nach bestimmt einem halben Jahr Pause gern wieder mehr mit Blender arbeiten, weiß aber ehrlich gesagt nicht, was ich machen soll.

Dudel-Pop (11)

Heute morgen im Rewe wieder der übliche Dudel-Pop. Sogar meine Gitarrenschülerin, die Anfang Zwanzig ist, meint, daß die Musik früher besser war. Heutzutage nudeln viele Künstler (Top 20) ihren Part einfach total unengagiert herunter. Wie die damit durchkommen, ist mir ein Rätsel. Ich kann mir das nur so erklären, daß die Mehrheit der Zuhörer es einfach nicht mehr anders kennt.

Jimi Hendrix (2)

War ich gegen Ende meiner Schulzeit ein großer Jimi-Hendrix-Fan, so läßt mich seine Musik heute ziemlich kalt. Hatte damals die wichtigsten Platten von ihm (CDs gab es zu jener Zeit – 1977 – noch nicht) und hatte auch die Dokumentationen „Jimi Hendrix“ sowie „Jimi Plays Berkeley“ gesehen. Bin heute der Meinung, daß Jimi Hendrix ohne Zweifel ein guter Gitarrist und Innovator war – daß der „Guitar Player“ ihn – vor Eric Clapton – aber zum weltbesten Gitarristen gewählt hat, finde ich absolut übertrieben. Ich habe überhaupt meine Schwierigkeiten mit solchen Polls, erheben sie doch einen Absolutheitsanspruch, den sie imho gar nicht einlösen können.

Schlaflos in Ludwigsburg (33)

Bin vor etwa zehn Minuten aufgewacht – es ist jetzt 02:09 Uhr – und höre „I Remember When“1 von Stan Getz (Arrangements und Komposition von Eddie Sauter, der in den Vierzigern schon für Benny Goodman gearbeitet hatte). Kann mich nicht dazu entschließen, mich nochmal hinzulegen.

Habe geträumt, ich wäre in Süden der USA bei der Kartoffelernte. Da waren lauter Verbrecher, mit denen ich zusammenarbeiten sollte. Mußte aufpassen, damit die Verbrecher mir nichts taten. Bin dann aufgewacht.

Habe die Musik wieder ausgemacht, weil ich mich da nicht aufs Posten konzentrieren kann. Was nun? Möchte wirklich nichts Kritisches mehr zur FDP posten, so ärgerlich das auch ist.

Trinke nun doch einen Milchkaffee – es ist inzwischen 03:01 Uhr -, nachdem ein Versuch, wieder einzuschlafen, nicht geklappt hat und schaue mir einen Vortrag von Richard David Precht an.

1 Ich höre mit Headset, da ich mich gestern abend kurz bei Fridays for Future eingeloggt hatte und das Headset noch angeschlossen war. So störe ich wenigstens nicht meinen Nachbarn.

Jack Bruce: „Can You Follow“

Während ich die Kompositionen, die Jack Bruce für Cream geschrieben hat, mit Ausnahme von „As You Said“ nicht so berühmt finde, kann ich die beiden Solo-Alben „Songs For A Tailor“ und „Harmony Row“ wirklich empfehlen, auch wenn mir nicht alle Stücke gleich gut gefallen. Das hier vorliegende „Can You Follow“ ist von letzterem Album.

Heute abend

Also, ich werde heute definitiv nichts mehr zum Thema „Politik“ oder „Koalitionsvertrag“ schreiben. Ich habe mir den Anfang der heutigen Pressekonferenz angeschaut und muß diesen Eindruck erst mal verdauen. Dafür noch etwas zu meinem Lieblingsthema „Dudel-Pop“. Ich muß mir ja, falls ich gerade keinen MP3-Player dabei habe, immer das Gedudel im Rewe anhören. Da singen die Leute so dermaßen unambitioniert ihren Part runter, daß es mir in der Seele weh tut. Fließband-Pop eben. Dabei war das ja Gottseidank nicht immer so, aber das wissen die jungen Leute von heute anscheinend nicht mehr. Nur so ist es möglich, daß jemand wie Ed Sheeran mit seinen Songs $ 200 Millionen machen kann, Taylor Swift sogar $ 365 Millionen. Den Anfang dieser Entwicklung veranschlage ich irgendwann zu Beginn des neuen Jahrtausends. In den Neunzigerjahren wurde jedenfalls noch nicht solcher Mist produziert. Wie und wann das wieder anders werden soll, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht – ich bin schließlich kein Prophet. Nur eins ist – dem Prinzip von Yin und Yang folgend – sicher: daß es irgendwann wieder anders wird.