In der Stadt

Im Folgenden ein Text, den ich 2002, als ich noch in Stuttgart gewohnt habe, verfaßt habe.

Nun bin ich – ganz entgegen meinen Vorsätzen – doch wieder auf der Königstraße gelandet. Hier das übliche Samstagsgewimmel. In einem Kaufhaus trinke ich einen sehr guten Espresso Macchiato (€ 1,70). Drei attraktive, südländisch wirkende Frauen sehen sich neben mir (ich sitze an der Bar) nach einem Platz um. Ich biete ihnen an, etwas nach links zu rücken, damit sie sich noch einen dritten Barhocker hinstellen können, aber sie lehnen höflich ab. Ich gehe nach oben in die Herrenabteilung und frage nach Anzügen von Paul Smith, aber von „Paul Smith“ hat der Verkäufer („Meinen Sie vielleicht »Paul«?“) – wie erwartet – noch nie etwas gehört.

Draußen, wieder auf der Straße, anonyme Massen, die sich achtlos aneinander vorüberschieben. Vor einer Bankfiliale liegt ein Obdachloser mit einer Decke einfach auf dem Boden. Ich denke mir: ‚Ist es denn schon so weit? Vielleicht sollte man ja auf der Königstraße Betten aufstellen.‘ Die zunehmende Verwahrlosung hier in der Innenstadt schockiert mich immer wieder aufs Neue. Dies ganz im Kontrast zu dem Bild vom „sauberen Spätzles-City„, das die Verantwortlichen so gerne verbreiten. Heruntergekommene Bettler am Rand der Fußgängerzone, die bittend die Hand aufhalten, nicht selten mit der Bierflasche neben sich. Immer wieder auch heruntergekommene Gestalten in kleinen Gruppen, die dasitzen, qualmen und oder Bier trinken, lärmen, oder – alleine dasitzend – dumpf vor sich hinstieren.

Wie ich dieses Treiben so betrachte, komme ich mir vor, als hätte es mich auf einen fremden Planeten verschlagen, so groß ist der Kontrast zu dem, was ich mir unter einer angenehmen Umgebung vorstelle. Jedesmal, wenn es mich in die Innenstadt verschlägt, frage ich mich aufs Neue, wohin sich unsere Gesellschaft denn entwickelt, so befremdet bin ich von dem, was ich sehe. Ich denke mir, ein Marsbewohner, den es auf die Erde verschlagen hat, könnte es auch nicht krasser empfinden.

Da ich bis „Spider-Man“ noch etwas Zeit habe, sehe ich mich nach einem neuen Drucker um. Wie immer bin ich schockiert von den Preisen, die für das Zubehör verlangt werden. Während ein alter Drucker für ganze € 5,- angeboten wird, kostet der Druckkopf, den ich dazukaufen müßte, allein ca. € 70,- (!). Ich frage mich, ob diese unverschämte Abzocke eigentlich rechtlich haltbar ist, aber das ist eben der Trend der Zeit!

Auf dem Schloßplatz ein „Swing“-Event, der mir wieder mal bewußt macht, daß mich das, was heutzutage so unter dem Etikett „Mainstream-Jazz“ läuft, einfach tödlich langweilt.

Schließlich habe ich in einer Buchhandlung ein kurzes, nettes Gespräch mit einer Verkäuferin. Ich hatte mich nach Science-Fiction-Romanen erkundigt, aber das, was ich Regal sehe, überzeugt mich alles nicht so recht. Eigentlich wollte ich ja nur die Zeit bis zum Film überbrücken – nun ja! Nach interessanten Büchern umschauen kann ich mich auch ein anderes Mal!

© Copyright 09.07.2002 by Claus Cyrny.

10:50 Uhr

Da ich beim Editieren meines zu Dreivierteln fertigen Romans auf Probleme beim Einrücken gestoßen bin, habe ich im einem LibreOffice-Forum gepostet. Den Antworten nach zu schließen bin ich mir aber nicht so sicher, ob das eine so gute Idee war. Jedenfalls habe ich die Lösung auch so gefunden: Indem ich am Anfang eines Abschnitts erst ein Leerzeichen tippe, kann ich den ersten Satz mit [TAB] einrücken (was vorher aus irgendeinem Grund nicht mehr ging). Und: Wenn der ganze Text erst mal in ein PDF konvertiert ist, spielen solche technischen Probleme sowieso keine Rolle mehr.

„Sehnsucht nach Alpha Centauri“

Cover meines ersten Science-Fiction-Romans

Was ursprünglich als Science-Fiction-Kurzgeschichte gedacht war, die ich so mal zur Übung schreiben wollte, hat sich während des Schreibens so entwickelt, daß ein halber Roman daraus geworden ist. Vorläufiger Titel: „Sehnsucht nach Alpha Centauri“. Dieser Roman – es sind mittlerweile 83 DIN-A-4-Seiten – liegt jetzt aber seit über einem halben Jahr zu etwa Dreivierteln fertig auf der Festplatte meines PCs. Ich habe nämlich – beim ersten Mal noch unerfahren – am Anfang einige Prämissen aufgestellt, die so gegen Ende hin nicht mehr stimmen, so daß ich die ersten Kapitel nochmal umschreiben muß. Dazu aber fehlen mir z. Zt. leider die „zündenden Ideen“, wie man so sagt.

Jedenfalls dachte ich, daß ich hier mal ein Probekapitel als PDF zu Herunterladen ins Netz stelle. Gerne darf man/frau mir Resonanz geben, sofern sie sachlich und konstruktiv ist.

Projekte 2002 – 2011

2011 habe ich mal eine Übersicht über meine ganzen Blogs und Artikel gezeichnet, die ich – auf Englisch – beim leider nicht mehr existierenden „American Chronicle“ veröffentlicht habe.

Übersicht über meine Online-Aktivitäten 2002 – 2011

Das Blog ::artificial :: in dieser Übersicht war – wie auch die drei graf-o-matic betitelten Grafik-Blogs – ein bei Twoday gehostetes Blog, das ich bis ca. 2019 hatte. Bop City war ein bei Blogger gehostetes Blog.

kriTLog

Im Jahre 2002 – ich hatte gerade mit Bloggen angefangen – schrieb ich auch kurze Zeit bei dem von Webdesigner Ralph Segert initiierten kriTLog mit, in dem kritische Beiträge zum Zeitgeschehen veröffentlich wurden. Mit mir waren wir insgesamt elf Autoren. Ich habe von damals leider keine Beiträge mehr, aber ich wollte hier doch kurz auf diese Episode hinweisen.

Ein Screenshot:

Screenshot © Copyright 2002 by Ralph Segert. Mit freundlicher Genehmigung.

Wiedergefunden: Glossar

Auszug aus einem Glossar zum Thema „Grafik“, das ich mal so um 2002 geschrieben habe, damals noch unter Windows 98.

Im Jahre 2002 – ich hatte damals noch Windows 98 installiert – habe ich auf meiner kostenlos bei Arcor gehosteten Website ein Glossar verfaßt, in dem von A bis Z Begriffe aus dem Bereich „Computergrafik“ erklärt wurden. Mir hat das damals wirklich Spaß gemacht, und ich bin heute – im Rückblick – erstaunt, was ich damals nach sechs Jahren Grafik schon alles gewußt habe.

Ein kurzer Auszug – es handelt sich um den Eintrag zu „Anti-Aliasing“:

„Hierbei werden durch einen entsprechenden Algorithmus die Zwischenräume zwischen den „Stufen“ durch hellere Farbabstufungen aufgefüllt, so daß diese nicht mehr so stark wahrnehmbar sind (siehe auch die folgende Grafik). Die entsprechende Option („anti-aliasing“ bzw. „Glätten“) muß allerdings im Programm gesetzt sein. Bei Programmen wie z. B. Paint Shop Pro ist es dabei erforderlich, daß man mit mindestens 16 bit Farbtiefe ( 65.536 Farben ) arbeitet. Dies ist aber generell nicht erforderlich (man kann auch schon mit nur drei Farben anti-aliasing erzeugen).“

Buchcover selbst gestalten

Wenn man/frau vor dem Problem steht, ein Buchcover zu entwerfen, kann das – zumal, wenn man/frau gestalterisch nicht so begabt ist – einige Probleme aufwerfen. Als eine mögliche Lösung bietet sich an, das Design online zu gestalten. Ich möchte hier aus eigener Erfahrung die nicht so bekannte Seite Desygner empfehlen. Man/frau kann hier aus einer Vielzahl von Vorlagen auswählen, und das Gestalten ist wirklich sehr intuitiv. Hinzu kommt, daß Desygner auf Deutsch verfügbar ist.

Ein Screenshot des Interfaces:

Template „Mind Machines“ in Desygner

Die Designs sehen wirklich professionell aus und kosten in der Basis-Version auch nichts. Man/frau kann sich die erstellte Vorlage in verschiedenen Auflösungen herunterladen oder auch ausdrucken.

LinuxUser

Nach dem Angebot vom stellvertretenden Chefredakteur der Zeitschrift LinuxUser, als freier Autor mitzuarbeiten, habe ich übers Wochenende darüber nachgedacht und bin zu dem Schluß gekommen, daß es mir momentan noch an Kompetenz gerade in Bezug auf Blender fehlt. Also habe ich per Email abgesagt, worauf ich vom stellvertetenden Chefredakteur eine freundliche Email bekommen habe, daß ich mich gerne wieder melden könne, wenn ich sattelfester sei, man habe nach wie vor Bedarf an Artikeln über Blender. Das hat mich gefreut, und meine Ehrlichkeit hat sich somit auch ausgezahlt.

Seht hierzu auch meinen Beitrag „Perspektiven“.

Perspektiven

Ich habe vielleicht die Möglichkeit, beim Computermagazin LinuxUser als freier Autor mitzuarbeiten. Auf eine Anfrage per Email hin bekam ich vom stellvertretenden Chefredakteur eine Email, ob ich nicht einen Artikel zum 3D-Programm Blender schreiben könne, das hätte man schon lange nicht mehr gehabt. Daraufhin habe ich mir den Musterartikel durchgelesen und ihn in ein PDF konvertiert, um ihn – er enthält zahlreiche Konventionen in Form grüner Tags (ein Beispiel: @T:) – mir in Farbe auszudrucken, da er sich online nicht so gut liest wie auf dem Papier. Das wäre wirklich super, wenn das klappen würde.