Begriffserklärung: Das „uncanny valley“

David Hanson und ein Einstein-Roboter. © Copyright m. W. 2007 by FMX.

Wenn man/frau sich mit character modeling und digitalen Schauspielern befaßt, stößt man/frau irgendwann auf den Begriff „uncanny valley“. Was bedeutet das aber? Na ja, um es kurz zu erklären: „Valley“ heißt ja „Tal“, und „uncanny“ bedeutet „unheimlich“. Das Ganze ist einfach ein Bild für die Kluft, die auf dem Weg zu glaubhaften digitalen Charakteren überschritten werden muß. Die Betonung dabei liegt eben auf „glaubhaft“. Im Gegensatz dazu stehen – ich bleibe mal beim Bereich „digitale Schauspieler“, auch wenn der Begriff „uncanny valley“ m. W. auch für humanoide Roboter verwendet wird – Charaktere, die – mir fällt da nur der englische Begriff ein – irgendwie „creepy“ sind, was man/frau in diesem Fall vielleicht mit „schräg“ übersetzen könnte.

Bei Pixomondo

Ich bei Pixomondo in Stuttgart. Foto © Coypright 2018 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

Im Frühjahr 2018 – es war kurz vor der damaligen FMX – war ich bei der auch in Stuttgart ansässigen, oscar-prämierten VFX-Firma Pixomondo. Leider war dieser Besuch für mich etwas enttäuschend, wurde mir doch kein Einblick in das „Allerheiligste“ gewährt. Ich sprach lediglich ca. eine halbe Stunde mit einem Mitarbeiter in einem Konferenzraum.

Noch ein Foto:

Die Ostendstrasse 106, wo sich die Stuttgarter Niederlassung von Pixomondo befindet. Foto von mir. © Coypright 2018 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

Nachricht an ILM

Nachricht an ILM via Instagram

Habe der 1975 von George Lucas gegründeten Visual-FX-Firma ILM (Website) via Instagram obenstehende Nachricht geschickt. Das fragliche Still habe ich in dem Artikel „The Story of Reflection Mapping“ von Paul Debevec entdeckt. ILM haben u. a. die imho fantastischen Effekte in Jon Favreaus „Iron Man“ (2008) kreiert.

Upcoming: DNEG

Bekam auf eine Anfrage per Email hin eine ausnehmend freundliche Antwort von der VFX-Firma Double Negative (kurz: DNEG) im Londoner Stadtteil Fitzrovia. In Kürze wird hier ein Artikel veröffentlich werden, zu dem mir DNEG auch eine ganze Reihe von Fotos zur Verfügung gestellt hat, so wie das folgende:

Außenfassade von Double Negative, London. Image Courtesy of DNEG ©

Der Hintergrund: Heute hat Jim Brown von DNEG auf der FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media einen Vortrag zum Thema „Recruiting bei DNEG“ gehalten, in dem er u. a. eine Reihe von Tips für potentielle Bewerber gegeben hat.

Douglas Trumbull: „Cinema of the Future“

Douglas Trumbull. Foto © Copyright 2021 by FMX 2021. Mit freundlicher Genehmigung.

Habe mir gerade Douglas Trumbulls Vortrag „Cinema of the Future“ angeschaut, den er anläßlich der FMX 2021– Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media gehalten hat. Schade nur, daß ich hier keine der z. T. wirklich beeindruckenden Bilder posten darf. Habe ja sogar per Brief bei Metro Goldwyn Mayer in Beverly Hills nachgefragt, ob ich ein paar Stills aus „2001: A Space Oddyssey“ (1968) posten darf, aber bis jetzt leider keine Antwort erhalten. 🙁

Douglas Trumbull favorisiert ein immersives Kinoerlebnis, bei den der Zuschauer ganz in das Geschehen eintaucht – ein Geschehen, das von der Realität nicht mehr zu unterscheiden ist. Neben dem Einsatz neu zu bauender kuppelförmiger Kinos hält Douglas Trumbull die bis heute übliche Framerate von 24 Bildern pro Sekunde nicht für ausreichend. Möglich sind beispielsweise 60 Frames pro Sekunde für 2D und 120 Frames für 3D.

Heute habe ich ein Interview entdeckt, das Eric Kohn von IndieWire im Mai d. J. mit Douglas Trumbull gemacht hat.

Ein kurzes Zitat:

„Special effects have gone all digital. As I watch a lot of these movies, my experience has been that I see mind-boggling things achieved by CGI, including flames and water, all kinds of spacecrafts and alien planets. The problem is that you give it about two years, look at it again, and think actually, this doesn’t look as good as I thought. It doesn’t age well.“—Douglas Trumbull

Ich persönlich sehe das ähnlich. Den digitalen Effekten von heute fehlt einfach irgendwie die „Substanz“. Mein Favorit aus „2001“ ist die Sequenz, in der die von der Erde kommende Raumfähre zu den Klängen von „An der schönen blauen Donau“ an die rotierende Raumstation andockt. Diese – noch nicht mal ganz fertige – Raumstation ist so voller Details, daß es einfach unglaublich ist. Auch das Spiel von Licht und Schatten finde ich absolut poetisch und bis heute unübertroffen.

Aktuell arbeitet Douglas Trumbull, soweit ich weiß, an einem neuen Science-Fiction-Film, bei dem er Regie führen wird.

FMX 2021

Mein Presseausweis anläßlich der FMX 2010. © Copyright 2010 by Claus Cyrny.

Morgen ist es soweit: die FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media beginnt. 😉 Ich freue mich schon und bin gespannt, was da alles auf mich zukommt. Das Program ist ja sehr vielfältig – so vielfältig, daß es ohnehin nicht möglich ist, alles mitzunehmen, finden doch mindestens sechs Veranstaltungen gleichzeitig statt. Ein Highlight – für mich zumindest – wird der Programmpunkt „Digital Humans“ sein.

FMX 2021: „Digital Humans“

Ein Highlight der FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media ist der Programmpunkt „Digital Humans“ – ein Gebiet, das mich persönlich sehr interessiert. Unten ein Beispiel des komplett digital erzeugten Charakters „Joi“ (Anna de Armas) aus dem Film „Blade Runner 2049“ (2017), für den Double Negative noch ein ganzes Jahr brauchte.

„Joi“ © Copyright 2017 Warner Bros., Alcon Entertainment LLC, Sony Pictures. Courtesy of Double Negative. Reprinted with permission.

Ich persönlich sehe aber auch die Gefahr, daß – wie man/frau gerade bei „Blade Runner 2049“ beobachten kann – bei allen noch so brillianten Effekten die Inhalte auf der Strecke bleiben, kann sich das Sequel von Regisseur Denis Villeneuve doch bei weitem nicht mit dem Original (1982) von Ridley Scott messen.

Interview mit Douglas Trumbull (2)

Wie mir Frau Steller von der FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media geschrieben hat, könnte das etwas mit dem geplanten Interview mit Douglas Trumbull werden; lediglich ein Termin steht noch nicht fest.

Douglas Trumbull © Copyrigth 2021 by FMX 2021. Mit freundlicher Genehmigung.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Interview mit Douglas Trumbull“.

16:04 Uhr

Still Courtesy of Glassworks, London. Reprinted with permission.

Habe gerade „You Only Live Twice“ in der Version von Björk gehört. In diesem Zusammenhang habe ich mir nochmals meinen Beitrag zu ihrem Musikvideo „All Is Full Of Love“ durchgelesen. Die Stills bekam ich freundlicherweise von Glassworks, London.