Jean Ziegler: „Was ist so schlimm am Kapitalismus?“

Auf dem Foto: Jean Ziegler. Mit freundlicher Genehmigung.

Während der vergangenen Tage habe ich mir das kritische Buch „Was ist so schlimm am Kapitalismus?“ von Jean Ziegler durchgelesen. In Dialogform geschrieben, antwortet der Autor auf Fragen seiner Enkelin Zohra zum Themenkomplex „Kapitalismus“. Auf einiges gefaßt, mußte ich nach der Lektüre erkennen, daß die Situation, wenn man Jean Ziegler glauben will, noch schlimmer ist als erwartet, ob es um Kinder in Guatemala oder Coltan-Minen im Kongo geht. Der Autor gibt denn auch die Einschätzung ab, daß der Kapitalismus nicht reformierbar ist, sondern abgeschafft werden muß. Nur wie das gehen soll, darüber ist sich auch Jean Ziegler unschlüssig. Das ist denn auch mein Eindruck: Es mangelt uns (noch?) an gangbaren Gegenentwürfen zum allgegenwärtigen Kapitalismus-Modell. Eines ist aber klar: So kann und darf es nicht weitergehen.

Weiterführende Links: Mein Beitrag „Jean Ziegler“ sowie Jean Ziegler bei Markus Lanz (YouTube-Video).

Relativiert

Habe mir gerade in der heutigen „Tagesschau“ von 17:00 Uhr einen Bericht über Klimakatastrophen angeschaut. Schuld daran sei, so Sprecher Claus-Erich Boetzkes, der Klimawandel. „Sei“, wie gesagt, nicht „ist“. So kann man/frau es natürlich auch machen. Vielleicht müssen wir ja am Ende immer noch darüber diskutieren, ob es den Klimawandel überhaupt gibt.

16:02 Uhr

Habe mir gerade versuchsweise die RTL-Sendung „4 Räume, 1 Deal“ angeschaut, weil meine Nachbarin das immer guckt. Mein Urteil: Eine einzige Volksverblödung.

War vorhin spazieren, um mal vom PC wegzukommen. Davor habe ich mir einen Ausschnitt von „Maischberger: Die Woche“ angeschaut. Frau Maischberger kommt zwar sehr sympathisch rüber, aber ansonsten ist das – meine Meinung, wie gesagt – eine nette Angelegenheit, die die Zuschauer unterhält, aber keinem weh tut.

Von meiner neuen E-Gitarre bin ich absolut begeistert. Einziges Manko: Ich kann sie wegen meinen Nachbarn nicht so laut spielen, wie ich es gerne möchte. Ich übe gerade Sachen von den alten Fleetwood Mac mit Peter Green („Underway“, das nicht allzu schwer zu spielen ist, den Anfang sowie das Blues-Gitarren-Solo von „Dragonfly“ von Danny Kirwan usw.).

Bin nach wie vor der Meinung, dass angesichts der derzeitigen globalen Situation sich Nachrichtensendungen wie die „Tagesschau“ ihre angebliche „Neutralität“ nicht mehr leisten können. Vielmehr gilt es, klar Stellung zu beziehen.

Fliegen mit Wasserstoff

Auf der Website der Bundesregierung habe ich einen Beitrag zum Fliegen mit Wasserstoff anstelle von Kerosin entdeckt. Dem Artikel zufolge könnte es in zehn Jahren schon soweit sein, daß wir im regionalen Luftverkehr mit wasserstoff-angetriebenen Flugzeugen reisen werden. Ein Hindernis sind derzeit noch die relativ großen Wasserstofftanks.

Neutrino-Energie?

Zu diesem Thema hat Harald Lesch, den ich wegen seiner Aussagen zum Klimawandel schätze, auf YouTube ein zugebenermaßen sehr polemisches Video veröffentlicht, aber seht selbst.

Durch eine Google-Suche bin ich auch prompt auf die Website einer dieser Firmen gestoßen. Interessant: Als „honorary member“ ist da niemand anderes als Greta Thunberg aufgelistet. Also, wenn ich an ihrer Stelle wäre, würde ich mir andere (und bessere) wissenschaftliche Berater suchen, werden u. a. auf besagter Website Neutrinos als „hochenergetische Partikel“ bezeichnet, was sie Herrn Lesch zufolge eindeutig nicht sind.