Zu früher Stunde

Django Reinhardt 1946 in New York. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Bin – es ist jetzt genau 04:10 Uhr – schon eine Weile auf und höre, nachdem ich bereits fünf Beiträge geschrieben habe, „Porto Cabello“ (1947) von Django Reinhardt, ein Stück, das ganz stimmungsvoll anfängt, dann aber mächtig aufdreht. Ich kann mit dem aktuellen Dudel-Pop ja absolut nichts anfangen. Ich frage mich auch, wann Django Reinhardt endlich die Anerkennung bekommt, die er m. E. verdient, finde ich ihn doch einfach unglaublich, und wir sprechen hier immerhin von einem Zeitraum – von 1934, als das „Quintette du Hot Club de France“ mit Stéphane Grappelli gegründet wurde, bis zu Django Reinhardts frühem Tod 1953 – von knapp 20 Jahren. Ich möchte hier auch mal meiner Meinung Ausdruck geben, daß ich Django Reinhardt auch nicht unbedingt für einen Jazz-Gitarristen halte. Ok, er hat Jazz-Standards aufgenommen, aber sein Stil ist imho so speziell, daß das Etikett „Jazz-Gitarrist“ für ihn m. E. viel zu eng gefaßt ist. Seine Aufnahmen zeigen eine beeindruckende Spannweite: von Improvisationen für Solo-Gitarre (1937) bis hin zu Aufnahmen mit Sinfonie-Orchester (1951). Na ja, vielleicht kommt das mit der breiten Anerkennung ja noch – vielleicht auch nicht.

„Porto Cabello“

In Audacious läuft gerade „Porto Cabello“ (1947) von Django Reinhardt, und was mir u. a. auffällt, ist die unglaublich gute Rhythmusgitarre von – der Diskographie zufolge – Eugene Vées. Django Reinhardt selbst ist natürlich so gut wie immer. „Porto Cabello“ fängt zuerst langsam an, dreht dann aber mächtig auf. Ich habe diese Aufnahme noch auf einer LP, die ich 1982 oder 1983 geschenkt bekommen habe.

Django Reinhardt (2)

Django Reinhardt 1946 in New York. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Ich könnte – wie auch jetzt – eine ganze Weile nur Django Reinhardt hören, den ich einfach unglaublich finde. Dabei höre ich – nichts für Puristen – vorwiegend seine Aufnahmen mit elektrisch verstärkter Gitarre aus dem imho so reichen Jahr 1947.

04:58 Uhr

Habe meinen inzwischen fertiggestellten Science-Fiction-Roman „Sehnsucht nach Proxima Centauri“ gerade auf Wattpad hochgeladen. Der Inhalt ist aber im Augenblick noch nicht erreichbar (muß wohl noch freigeschaltet werden). Im MP3-Player „Vous Qui Passez Sans Me Voir“ (1949) von Django Reinhardt, gefolgt von „Minor Blues“ (1947), „Place De Brouckère“ (1948; live) und „Anouman“ (1953).

03:50 Uhr

Ok, ich bin schon wieder wach. 😉 Dabei habe ich mich redlich bemüht, nochmal einzuschlafen – nur: Es ging eben nicht. 🙁 Also die übliche Routine: Milchkaffee gemacht – exzellent: Black `N` White von Tchibo – und den MP3-Player Audacious angeworfen. Höre gerade – wie könnte es anders sein – Django Reinhardts Version von „Just One Of Those Things“ von 1947 – dem Jahr, in dem Django Reinhardt seine wichtigsten Aufnahmen mit elektrisch verstärkter Gitarre aufgenommen hat (siehe dazu auch hier bzw. hier).