Dan Spiegle: „Captain Venture“

Cover von „Captain Venture and The Land Beneath the Sea“ © Copyright 1968 by Dan Spiegle/Western Publishing Company, Inc.

Als ich noch zur Schule gegangen bin, habe ich als Science-Fiction- und Comic-Fan den Comic „Astronautenfamilie Robinson“ gelesen. Ganz hinten im Heft war da in Fortsetzungen ein Auszug aus den Abenteuern zu lesen, die Rex Venture und Scotty Mackay auf dem Planeten Plantis erlebt haben. Das war wie gesagt Anfang der Siebzigerjahre. Jetzt, in Zeiten des Internets, habe ich diesen Comic wiederentdeckt. Im Original heißt er „Captain Venture“, wurde von Dan Spiegle gezeichnet und erschien bei Gold Key Comics. Auf Amazon.com habe ich ein gebrauchtes Heft entdeckt, das allerdings für den stolzen Preis von $ 47,- verkauft wird. In diesem Heft kann man/frau nun die Geschichte von Rex und Scotty von Anfang an nachlesen: Vom Aufbruch von der Erde in das fremde Sternensystem, der Kollision mit einem Meteoriten, dem Absturz in den den Planeten umspannenden Ozean und dem unvermuteten Auftauchen in einer unterirdischen, künstlich beleuchteten Welt unter dem Ozean.

Hier ein kurzer Auszug:

Auszug aus „Captain Venture and The Land Beneath the Sea“ © Copyright 1968 by Dan Spiegle/Western Publishing Company, Inc.

Interview mit Douglas Trumbull

Douglas Trumbull (rechts) auf der FMX 2012. Foto © Julian Herzog. Lizenz: CC-BY-4.0.

Habe bei der FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media nachgefragt, ob ich ein Interview mit Douglas Trumbull machen könnte. Douglas Trumbull war u. a. für die Effekte in Stanley Kubricks Film „2001: A Space Odyssey“ (1968) mitveranwortlich. 1972 hat Trumbull dann seinen eigenen Science-Fiction-Film „Silent Running“ mit Bruce Dern gedreht und war 1982 für die Effekte in Ridley Scotts „Blade Runner“ zuständig.

Falls ihr Fragen an Douglas Trumbull habt, könnt ihr mir gerne eine Email schreiben. Ich werde sehen, ob ich die Fragen in das Interview aufnehmen kann.

Mehr über Douglas Trumbull könnt ihr auch auf der FMX-2021-Website sowie in der englischsprachigen Wikipedia nachlesen.

FMX 2021: Pressekonferenz (2)

Gestern habe ich ja an der in englischer Sprache stattfindenden, von Pressesprecherin Franziska Ullrich moderierten Pressekonferenz der kommenden FMX 2021– Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media teilgenommen. Nachdem Mario Müller (Project and Program Manager der FMX) sowie Tina Ohnmacht (Head of International Network und Dozentin am Animationsinstitut) in der ersten halben Stunde eine Übersicht über die Highlights dieser nunmehr zum 25. Mal stattfindenden Konferenz gegeben hatten, wurden in den verbleibenden fünfzehn Minuten Fragen beantwortet. Das Ganz fand via Zoom-Client statt, den ich mir unter Ubuntu problemlos installieren konnte.

Ich selber kenne die FMX (kurz für Film and Media Exchange; Film- und Medienbörse) seit 1998. 2007 hatte ich dann das Glück, von der damaligen Pressesprecherin Frau Steller akkreditiert zu werden, und seitdem berichte ich in verschiedenen Blogs über die alljährlich Ende April/Anfang Mai stattfindende Konferenz.

Nachdem ich mich gestern zur diesjährigen – wegen Corona online stattfindenden – FMX 2021 angemeldet habe, habe ich wegen eines möglichen Interviews mit Douglas Trumbull angefragt, der u. a. für die visual fx von „2001: A Space Odyssey“ (1968) von Stanley Kubrick verantwortlich war und der ein paar Jahre danach den Science-Fiction-Film „Silent Running“ (1972) gedreht hat.

Hier noch ein paar Screenshots von der Pressekonferenz. Zusätzliches Bildmaterial wird evt. noch folgen.

Warten auf die Pressekonferenz. © Copyright 2021 by FMX 2021.
Von links nach rechts: Tina Ohnmacht, Mario Müller und Franziska Ullrich. © Copyright 2021 by FMX 2021.
Mario Müller. © Copyright 2021 by FMX 2021.
Tina Ohnmacht. © Copyright 2021 by FMX 2021.
Franziska Ullrich. © Copyright 2021 by FMX 2021.

FMX 2021: Akkreditierung

Nach der gestrigen, ungefähr 45 Minuten dauernden und von Pressesprecherin Franziska Ullrich geleiteten Pressekonferenz habe ich mich kurz entschlossen für die kommende FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media akkreditiert, was auch ohne Probleme ging, nehme ich doch – mit Unterbrechungen – seit 2007 an der FMX teil. Die diesjährige FMX 2021 findet angesichts der immer noch andauernden Corona-Pandemie online statt.

Neben dem Spotlight Digital Humans – ein spannendes Thema, das mich sehr interessiert – würde ich gern ein Interview mit Douglas Trumbull machen, der u. a. für die Effekte des Science-Fiction-Meilensteins „2001: A Space Odyssey“ (1968) verantwortlich war.

03:01 Uhr

Wieder eine Absage vom Warner Bros. Dabei hatte ich mir das fast gedacht. Über die Gründe kann ich nur spekulieren. Schade. Na ja, bin eben sehr enttäuscht. Ich wollte zu dem Text, den ich gestern veröffentlicht habe, vier Stills aus „2001: Odyssee im Weltraum“ (1968) von Stanley Kubrick posten.

Will jetzt auch nicht wieder einschlafen, nachdem ich schon so viel geträumt habe.

Da es mir gerade an Inspiration fehlt, mache ich mir erst mal eine Milchkaffee und überlege dann, was ich um diese Zeit machen kann. Das mit Warner Bros. ist bereits das zweite Mal. Vor einem Jahr ging es um Stills aus „The Matrix“ (1999). Hat Warner Bros. generell etwas gegen Blogger? Keine Ahnung. Ich frage mich, ob ich da nachhaken soll, aber es ist imho fraglich, ob das was bringen würde.

Habe Warner Bros. nun doch eine Email geschrieben und warte auf Antwort.

Stanley Kubrick: „2001: Odyssee im Weltraum“

Soweit ich mich erinnern kann, habe ich “2001: Odyssee im Weltraum” von Stanley Kubrick zum ersten Mal 1978 in dem Tübinger Kino “Studio Hirsch” gesehen. Eine meiner Lieblingsszenen ist die, wenn die Raumfähre im Erdorbit zu “An der schönen blauen Donau” von Johann Strauß jr. an die sich drehende Raumstation andockt. So poetisch ist es bis dahin wohl noch nie in einem Science-Fiction-Film zugegangen. Diese Poesie kontrastiert aber seltsam mit der ausgesprochen sterilen Atmosphäre, die in der Raumstation und später auch in dem Raumschiff, das zum Jupiter fliegt, herrscht. Auch die beiden Astronauten – gespielt von Keir Dullea (David Bowman) und Gary Lockwood (Dr. Frank Poole) – wirken irgendwie unpersönlich. Wer auf differenzierte Charakterzeichnung aus ist, wird in diesem Film jedenfalls nicht auf seine Kosten kommen. Dafür jede Menge imposanter Bilder, die die Leere des Weltraums erahnen lassen. Bezeichnend auch die Szene, wenn Dr. Frank Poole vom Bordcomputer HAL 9000 umgebracht wird. Das Ganze spielt sich in völliger Lautlosigkeit ab und zeigt, wie akribisch Regisseur Stanley Kubrick auch auf das kleinste Detail geachtet hat. Geräuschorgien – im Vakuum! – à la “Star Wars” wird man/frau in “2001” jedenfalls vergeblich suchen. So kann ich diesen Film, der immerhin schon 52 Jahre alt ist, als einen Meilenstein – nicht nur des Science-Fiction-Films – allen Interessierten wirklich nur empfehlen.