Übersicht: Das Interface von Blender 2.92

Screenshot: Das Interface von Blender ab Version 2.8 mit Erklärungen.

So stellt sich das Interface des 3D-Programms Blender nach dem Start dar. Hier dominiert der sog. Viewport, die 3D-Ansicht mit dem default cube. Rechts oben der sog. Outliner, darunter die Properties. Die Timeline ganz unten wird nur bei Animationen gebraucht; ansonsten kann man/frau hier den UV Editor (zum Texturieren) oder den node-basierten Shader Editor öffnen. Ok, das sind viele Fachbegriffe, deshalb hier eine kurze Erklärung. Der Viewport ist die eigentliche Arbeitsoberfläche; hier wird eine 3D-Szene erstellt und bearbeitet. Gerendert wird das Ganze dann mit [F12], wobei man/frau normalerweise den Renderer Cycles benutzen wird. Der Renderer und viele andere Einstellungen zur Szene können über die Properties-Tabs festgelegt werden. Im Outliner (rechts oben) hat man/frau eine Übersicht über die ganzen in einer Szene vorhandenen Objekte wie – hier – den Würfel, die Lichtquelle, die Kamera u. v. a. m. Die Timeline ganz unten wird wie schon gesagt lediglich bei Animationen benutzt. Das ist hier – technisch bedingt – nur eine ganz kurze Übersicht; mehr zum Thema folgt vielleicht noch.

P. S.: An dieser Stelle eine Anmerkung zu den unübersetzten englischen Begriffen: Es ist zwar prinzipiell möglich, das Interface von Blender auf Deutsch umzustellen, aber wir im Blender-Meetup Ludwigsburg z. B. verwenden grundsätzlich die englischen Begriffe. Zudem kann man/frau so englischsprachige Tutorials wie die sehr guten von tutor4u durcharbeiten. Und: Auch Websites wie Blender Artists oder Blender Nation sind auf Englisch. Außerdem heißt es auch im deutschen Interface Outliner u. a.

Gimp 2.10

Das Interface des Gimp 2.10 im Zweifenster-Modus

Ich arbeite sehr gern mit dem Gimp und tue mich schwer, wenn Leute behaupten, der Gimp sei unintuitiv. Ok, ich arbeite schon seit ca. 2002 mit ihm, seitdem ich auf Linux – zuerst SuSE 7.3, dann Mandrake und schließlich Ubuntu – umgestiegen bin. Dank Shortcuts (dt.: Tastaturkürzeln) kann man vieles vereinfachen. Man/frau kann auch seine eigenen Shortcuts definieren.

Die Toolbox ist mitttlerweile dank Flyouts deutlich aufgeräumter als noch beim Gimp 2.8, obwohl ich von letzterem ein Filterpaket vermisse, mit dem man u. a. einen schönen Cross-Processing-Effekt hinbekommen konnte. Ob dieses Paket (FX Foundry) auch für den Gimp 2.10 gibt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. (Doch – siehe hier.) Der Begriff Cross-Processing kommt eigentlich von der Filmentwicklung und bedeutet, daß man einen Diafilm wie einen Farbnegativfilm entwickelt und umgekehrt. Dabei entstehen interessante Farbeffekte. Die FX Foundry besteht aus 116 Scripts, die man/frau nach dem Herunterladen unter Linux einfach in /usr/share/gimp/2.0/scripts kopieren muß. Dann den Gimp neu starten. Jetzt erscheint oben in der Menüleiste ein neuer Eintrag FX-Foundry. Voilà.

Ein Manko beim Gimp – auch noch im Gimp 2.10 – ist das sehr unkomfortable Textwerkzeug. Auch die Pinseleinstellungen sind nicht ganz leicht zu finden. Im Tab „Pinsel“ kann man/frau sie jedenfalls nicht editieren (nur neu erstellte Pinsel). Summa summarum kann ich den Gimp aber wirklich empfehlen, zumal seit Version 2.10 auch Farbtiefen von 16- bzw. 32-bit pro Kanal unterstützt werden.