No reply

Im Zuge meines Beitrags „Stadtlandschaften“ habe ich ja das Wiener Atelier Olschinsky angeschrieben, ob ich eine ihrer Grafiken posten dürfte, aber leider keine Antwort erhalten. Ebenso erging es mir mit den 3D-Grafiken von Maria Zaitseva. Mir scheint, daß in Zeiten der digitalen Kommunikation per Email teilweise auch das, was man gemeinhin als höflichen Umgang erachtet, auf der Strecke bleibt. Ich selbst bemühe mich, wo immer möglich, wenigstens zu antworten, aber das ist anderswo teilweise offenbar zuviel verlangt.

Clement Feuillet

Bei ArtStation habe ich diese ausnehmend schöne 3D-Grafik (das ist wie gesagt kein Foto) von Clement Feuillet entdeckt. Verwendete Software: Maya, Substance Painter, RenderMan®, Houdini und Mari.

„Edixa-Mat Reflex“ © Copyright by Clement Feuillet. Mit freundlicher Genehmigung.

MakeHuman

Über die Seite „Painting People“ von ImageMagick-User Snibgo habe ich die 3D-Software MakeHuman entdeckt, die mir so etwas wie „Poser“ oder „DAZ Studio“ zu sein scheint. MakeHuman gibt es für Windows und MacOS X. Für eine Einführung seht bitte „Documentation: What is MakeHuman?“.

Zitat:

„The MakeHuman project strives to provide a complete tool that allows for the management of all things needed to create realistic virtual humans.“

Weiterführender Link: Mein Beitrag „DAZ Studio“.

DAZ Studio

Nachdem ich „Poser 3“ nicht starten konnte, habe ich heute DAZ Studio 4.12.1 entdeckt, von dem es eine kostenlose Version zum Downloaden (Windows, 64-bit) gibt. Mittels CrossOver Linux 19.0.2 war die Installation auch kein Problem; ich bekam nur eine einzige geringfügige Fehlermeldung, die ich aber ignoriert habe. Wie sich nach dem Starten der Applikation herausgestellt hat, war das, was ich da heruntergeladen hatte, nur eine Administrationsoberfläche (DazCentral). Ergo mußte ich nochmal auf "Install" klicken und meine Zugangsdaten eingeben. Nun wurde das eigentliche „DAZ Studio“ installiert.

DAZ Studio 4.12.1 wird installiert.

Nach der erfolgreichen Installation, die ein Weile dauerte, mußte ich erst mal ein bischen suchen, um herauszufinden, wie ich „DAZ Studio“ starten konnte. Schließlich fand ich die entsprechende Option und wurde mit folgendem Interface konfrontiert:

Das Interface von DAZ Studio 4.12.1 unter Ubuntu MATE 20.02

Eigentlich hatte ich so etwas Ähnliches wie „Poser 3“ erwartet und war ob dem auf den ersten Blick spartanischen Interface doch etwas enttäuscht. Ob ich mich weiter in dieses 3D-Programm einarbeite, weiß ich noch nicht. Da werden jede Menge an vorgefertigten Modellen zum Kauf angeboten; ob das etwas mit ernsthaftem Character Modeling zu tun hat, wird sich noch herausstellen. Interessant wird auch der in „DAZ Studio“ implementierte Renderer (NVIDIA IRay) sein.

Nachtrag:

Ich spüre, daß ich mich doch nicht weiter in „DAZ Studio 4.12.1“ einarbeiten werde, da ich meine ganze Energie für Blender brauche. Dennoch – für Interessierte hier ein Link zum User Guide (englisch).

Es scheint so, daß „DAZ Studio“ keinen Modeler hat, sondern nur mit vorgefertigten Figuren arbeitet, die in „DAZ Studio“ geladen werden können.

Ein Video zum Einstieg:

Blender: Neue Meshs hinzufügen

Blender 2.83: Preferences > Add-Ons > Add Mesh > Extra Objects

Über Preferences > Add-Ons > Add Mesh > Extra Objects kann man/frau in Blender – ich benutze Version 2.83 – z. B. Diamanten (Diamonds) hinzufügen. Einfach [Shift][A] drücken; die Objekte Diamonds erscheinen ziemlich weit unten.

Ein gerenderter Diamant (die Shader muß man/frau noch selbst hinzufügen), bei dem allerdings noch hellblaue Artefakte zu sehen sind (ich hatte eine hellblaue HDRI-Textur verwendet):

Mittels Add-On in Blender eingefügter und gerenderter Diamant. Renderer: Cycles.

Derselbe Diamant mit einer anderen environment texture:

Link: Die Doku dazu im Blender-Manual.

Schmuckdesign in Rhinoceros

„Diamond ring“ © Copyright by Askar N. Mit freundlicher Genehmigung.

Als ich noch – das war bis 2002 – Windows 98 benutzt habe, lud ich mir einmal die 90-Tage-Testversion des damals noch neuen NURBS-Modelers Rhinoceros herunter. Ich machte damit aber nicht viel. Inzwischen – Rhinoceros wird mittlerweile in der Version 6 angeboten – sind damit beeindruckende Sachen wie obiger Ring möglich. Wie Askar N. mit mittteilte, benötigte er für den Ring ca. zwei Stunden. Gerendert wurde in Keyshot.

3D-Text im Gimp

Hier auf die Schnelle die einzelnen Arbeitsschritte, die man/frau für ein 3D-Logo im Gimp braucht (das funktioniert auch mit älteren Gimp-Versionen).

  • Eine neuen Grafik [Strg][N] mit schwarzem Hintergrund anlegen.
  • Den Text in Weiß hineintippen.
  • Diese unterste Ebene kopieren.
  • Auf die kopierte Ebene einen Filter > Gaußscher Weichzeichner anwenden (Stärke je nachdem, wie stark der 3D-Effekt ausfallen soll).
  • Eine dritte Ebene mit der endgültigen Textfarbe (Gold, Metall usw.) anlegen.
  • Auf diese Ebene Filter > Licht und Schatten > Lichteffekt anwenden. Dabei Ebene Nr. 2 als bump map definieren.
  • Auf die Textebene (Ebene Nr. 3) eine Ebenenmaske (Ebene Nr. 1) anwenden. So wird der Text quasi „ausgestanzt“.
  • Ebenen 1 und 2 löschen.
  • That’s it!

Thomas Beck: „Blender 2.7. Das umfassende Handbuch“

Buchcover © Copyright 2017 by Rheinwerk-Verlag. Mit freundlicher Genehmigung.

Ich lese mir gerade das obige Buch durch, wenn auch in der ersten, damals noch beim Galileo-Verlag erschienenen Auflage. Der Galileo-Verlag hat sich ja 2015 in Rheinwerk-Verlag umbenannt.

Der erste Eindruck ist durchaus positiv. Mit seinen knapp 800 Seiten ist das Buch sehr umfassend und aufwendig strukturiert gestaltet. Sowohl Autor als auch Verlag haben sich da wirklich große Mühe gegeben. Der – bisher einzige – Abstrich: Dieses Buch wurde auch in der zweiten Auflage von 2017 noch für Blender 2.7 verfaßt, während ja inzwischen die überarbeitete Version 2.8 herausgekommen ist (ich selbst habe 2.83 installiert).

Die aktuellste Version kann man/frau hier finden. Installation unter Linux: Das heruntergeladene .tar.gz-Archiv entpacken – entweder über $ tar -xzvf [Dateiname].tar.gz oder über den jeweiligen Archivmanager, bei mir Engrampa – und im Verzeichnis der Wahl abspeichern (ich habe es in $HOME/Software abgespeichert). Dann einfach das Programm blender ausführen.

Mein Einstieg in Blender 2.83

Wie ich dazu kam, mich intensiver mit Blender zu beschäftigen, bedarf einer Erklärung. Über die Jahre machte ich immer wieder Versuche, mich in dieses 3D-Programm einzuarbeiten, war aber jedesmal ob dem – so meinte ich jedenfalls – unintuitiven Handling frustriert. Dazu kam noch, daß das Interface alle paar Jahre überarbeitet wurde, so daß ich quasi immer wieder von vorn anfangen mußte. Im Mai 2018 – ich wohnte inzwischen in Ludwigsburg – beschloß ich, nachdem ich auf einem Stuttgarter WordPress-Meetup gewesen war, ein Meetup für Blender-Nutzer zu gründen. Ich fand auch einen Raum und postete bei BlenderNation, daß es jetzt in Ludwigsburg ein Blender-Meetup geben würde. Zum allerersten Meetup kamen tatsächlich auch einige Leute, die – wie ich schnell feststellte – teilweise schon sehr fortgeschritten waren. Ich hörte denn auch meistens zu und versuchte zwischen den Meetups, in Blender weiterzukommen. Das ging so eine Weile, bis mir jemand aus dem Meetup ein Tutorial empfahl, in dem ein stilisierter Drache gemodelt werden sollte. Ich fing auch ganz zuversichtlich an, als ich aber nach ein paar Wochen immer noch nicht wesentlich weiter war, machte sich bei mir zusehends Frust breit. Da ich wieder anfangen wollte zu malen, dachte ich mir, es wäre eine gute Idee, Blender erst mal eine Weile ruhen zu lassen und mich aufs Malen mit Acrylfarben zu konzentrieren. Gesagt, getan. Ich ging dann auch ca. ein Jahr nicht mehr zu dem Meetup, die Organisation hatte ich abgegeben. Wir waren in der Zwischenzeit auch in einen Raum im Animationsinstitut der renommierten Ludwigsburger Filmakademie umgezogen, wo uns ein Windows-PC mit Beamer zur Verfügung stand.

Da mir das Malen nach einigen Versuchen auch nicht viel Spaß machte, arbeitete ich – zuerst sporadisch – doch wieder in Blender, der nun in Version 2.79b vorlag. Ich hatte ja auf diversen Webseiten wie Blender Artists gesehen, daß man/frau mit Blender beeindruckende Sachen machen konnte. Das wollte ich auch. Mein persönliches Ziel war sogenanntes Character Modeling, also in Blender Abbilder möglichst fotorealistischer Menschen zu erzeugen. Ich hatte ja im Internet einige beeindruckende Beispiele für Character Modeling gefunden und hoffte im Stillen, dass ich auch einmal soweit kommen würde, auch wenn mir klar war, dass der Weg dahin nicht einfach werden würde. Nach und nach setzte bei mir aber doch die Erkenntnis ein, dass ich das allein nicht schaffen würde, und so nahm ich per Email wieder Kontakt zum Organisator des von mir gegründeten Blender-Meetups auf. Das Meetup fand inzwischen wegen Corona nicht mehr im Animationsinstitut statt, sondern online mittels Discord, einer Software für Online-Meetings, für die es auch eine Version für Linux gibt.

Parallel zu diesen Bemühungen beschloß ich, nachdem ich 2017 nach einem ausnehmend guten Tutorial einen fotorealistischen Ring erstellt hatte, zu schauen, ob es nicht noch andere Tutorials vom selben Autor geben würde, und siehe da – es gab sie. Mittlerweile lag von Blender auch die stark überarbeitete Version 2.8 vor. Mein nächstes Tutorial, an das ich mich wagte, war eines, in dem ein computer-generiertes blaues Baumwolltuch von oben in eine Glasschüssel fiel. Als ich allein nicht weiterkam, postete ich – auf Englisch – im Forum von Blender Artists, und tatsächlich nahm sich ein Benutzer meiner an und zeigte mir, wo mein Fehler lag. Mein PC hatte sich nämlich jedesmal beim Starten der Animation aufgehängt. Wie sich herausstellte, hatte ich das Tuch mit der Funktion subdivide viel zu stark unterteilt. Nachdem ich das Ganze nochmal gemacht und das Tuch nur halb so stark unterteil hatte, lief die Animation sauber durch. Auf einmal war die Freude am Arbeiten da, auf die ich so lange gewartet hatte. Ich machte dann auch noch zwei, drei anderen Tutorials vom selben Autor und spürte auf einmal eine richtige Blender-Begeisterung, die jetzt – ein paar Wochen später – immer noch anhält. Jetzt kann ich – nach all den Versuchen – auf einmal auch viel intuitiver arbeiten.