Douglas Trumbull: „Cinema of the Future“

Douglas Trumbull. Foto © Copyright 2021 by FMX 2021. Mit freundlicher Genehmigung.

Habe mir gerade Douglas Trumbulls Vortrag „Cinema of the Future“ angeschaut, den er anläßlich der FMX 2021– Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media gehalten hat. Schade nur, daß ich hier keine der z. T. wirklich beeindruckenden Bilder posten darf. Habe ja sogar per Brief bei Metro Goldwyn Mayer in Beverly Hills nachgefragt, ob ich ein paar Stills aus „2001: A Space Oddyssey“ (1968) posten darf, aber bis jetzt leider keine Antwort erhalten. 🙁

Douglas Trumbull favorisiert ein immersives Kinoerlebnis, bei den der Zuschauer ganz in das Geschehen eintaucht – ein Geschehen, das von der Realität nicht mehr zu unterscheiden ist. Neben dem Einsatz neu zu bauender kuppelförmiger Kinos hält Douglas Trumbull die bis heute übliche Framerate von 24 Bildern pro Sekunde nicht für ausreichend. Möglich sind beispielsweise 60 Frames pro Sekunde für 2D und 120 Frames für 3D.

Heute habe ich ein Interview entdeckt, das Eric Kohn von IndieWire im Mai d. J. mit Douglas Trumbull gemacht hat.

Ein kurzes Zitat:

„Special effects have gone all digital. As I watch a lot of these movies, my experience has been that I see mind-boggling things achieved by CGI, including flames and water, all kinds of spacecrafts and alien planets. The problem is that you give it about two years, look at it again, and think actually, this doesn’t look as good as I thought. It doesn’t age well.“—Douglas Trumbull

Ich persönlich sehe das ähnlich. Den digitalen Effekten von heute fehlt einfach irgendwie die „Substanz“. Mein Favorit aus „2001“ ist die Sequenz, in der die von der Erde kommende Raumfähre zu den Klängen von „An der schönen blauen Donau“ an die rotierende Raumstation andockt. Diese – noch nicht mal ganz fertige – Raumstation ist so voller Details, daß es einfach unglaublich ist. Auch das Spiel von Licht und Schatten finde ich absolut poetisch und bis heute unübertroffen.

Aktuell arbeitet Douglas Trumbull, soweit ich weiß, an einem neuen Science-Fiction-Film, bei dem er Regie führen wird.

No reply

Im Zuge meines Beitrags „Stadtlandschaften“ habe ich ja das Wiener Atelier Olschinsky angeschrieben, ob ich eine ihrer Grafiken posten dürfte, aber leider keine Antwort erhalten. Ebenso erging es mir mit den 3D-Grafiken von Maria Zaitseva. Mir scheint, daß in Zeiten der digitalen Kommunikation per Email teilweise auch das, was man gemeinhin als höflichen Umgang erachtet, auf der Strecke bleibt. Ich selbst bemühe mich, wo immer möglich, wenigstens zu antworten, aber das ist anderswo teilweise offenbar zuviel verlangt.

Clement Feuillet

Bei ArtStation habe ich diese ausnehmend schöne 3D-Grafik (das ist wie gesagt kein Foto) von Clement Feuillet entdeckt. Verwendete Software: Maya, Substance Painter, RenderMan®, Houdini und Mari.

„Edixa-Mat Reflex“ © Copyright by Clement Feuillet. Mit freundlicher Genehmigung.

MakeHuman

Über die Seite „Painting People“ von ImageMagick-User Snibgo habe ich die 3D-Software MakeHuman entdeckt, die mir so etwas wie „Poser“ oder „DAZ Studio“ zu sein scheint. MakeHuman gibt es für Windows und Mac OS X. Für eine Einführung seht bitte „Documentation: What is MakeHuman?“.

Zitat:

„The MakeHuman project strives to provide a complete tool that allows for the management of all things needed to create realistic virtual humans.“

Weiterführender Link: Mein Beitrag „DAZ Studio“.

DAZ Studio

Nachdem ich „Poser 3“ nicht starten konnte, habe ich heute DAZ Studio 4.12.1 entdeckt, von dem es eine kostenlose Version zum Downloaden (Windows, 64-bit) gibt. Mittels CrossOver Linux 19.0.2 war die Installation auch kein Problem; ich bekam nur eine einzige geringfügige Fehlermeldung, die ich aber ignoriert habe. Wie sich nach dem Starten der Applikation herausgestellt hat, war das, was ich da heruntergeladen hatte, nur eine Administrationsoberfläche (DazCentral). Ergo mußte ich nochmal auf "Install" klicken und meine Zugangsdaten eingeben. Nun wurde das eigentliche „DAZ Studio“ installiert.

DAZ Studio 4.12.1 wird installiert.

Nach der erfolgreichen Installation, die ein Weile dauerte, mußte ich erst mal ein bischen suchen, um herauszufinden, wie ich „DAZ Studio“ starten konnte. Schließlich fand ich die entsprechende Option und wurde mit folgendem Interface konfrontiert:

Das Interface von DAZ Studio 4.12.1 unter Ubuntu MATE 20.04

Eigentlich hatte ich so etwas Ähnliches wie „Poser 3“ erwartet und war ob dem auf den ersten Blick spartanischen Interface doch etwas enttäuscht. Ob ich mich weiter in dieses 3D-Programm einarbeite, weiß ich noch nicht. Da werden jede Menge an vorgefertigten Modellen zum Kauf angeboten; ob das etwas mit ernsthaftem Character Modeling zu tun hat, wird sich noch herausstellen. Interessant wird auch der in „DAZ Studio“ implementierte Renderer (NVIDIA IRay) sein.

Nachtrag:

Ich spüre, daß ich mich doch nicht weiter in „DAZ Studio 4.12.1“ einarbeiten werde, da ich meine ganze Energie für Blender brauche. Dennoch – für Interessierte hier ein Link zum User Guide (englisch).

Es scheint so, daß „DAZ Studio“ keinen Modeler hat, sondern nur mit vorgefertigten Figuren arbeitet, die in „DAZ Studio“ geladen werden können.

Ein Video zum Einstieg:

Blender: Neue Meshs hinzufügen

Blender 2.83: Preferences > Add-Ons > Add Mesh > Extra Objects

Über Preferences > Add-Ons > Add Mesh > Extra Objects kann man/frau in Blender – ich benutze Version 2.83 – z. B. Diamanten (Diamonds) hinzufügen. Einfach [Shift][A] drücken; die Objekte Diamonds erscheinen ziemlich weit unten.

Ein gerenderter Diamant (die Shader muß man/frau noch selbst hinzufügen), bei dem allerdings noch hellblaue Artefakte zu sehen sind (ich hatte eine hellblaue HDRI-Textur verwendet):

Mittels Add-On in Blender eingefügter und gerenderter Diamant. Renderer: Cycles.

Derselbe Diamant mit einer anderen environment texture:

Link: Die Doku dazu im Blender-Manual.

Schmuckdesign in Rhinoceros

„Diamond ring“ © Copyright by Askar N. Mit freundlicher Genehmigung.

Als ich noch – das war bis 2002 – Windows 98 benutzt habe, lud ich mir einmal die 90-Tage-Testversion des damals noch neuen NURBS-Modelers Rhinoceros herunter. Ich machte damit aber nicht viel. Inzwischen – Rhinoceros wird mittlerweile in der Version 6 angeboten – sind damit beeindruckende Sachen wie obiger Ring möglich. Wie Askar N. mit mittteilte, benötigte er für den Ring ca. zwei Stunden. Gerendert wurde in Keyshot.

3D-Text im Gimp

Hier auf die Schnelle die einzelnen Arbeitsschritte, die man/frau für ein 3D-Logo im Gimp braucht (das funktioniert auch mit älteren Gimp-Versionen).

  • Eine neuen Grafik [Strg][N] mit schwarzem Hintergrund anlegen.
  • Den Text in Weiß hineintippen.
  • Diese unterste Ebene kopieren.
  • Auf die kopierte Ebene einen Filter > Gaußscher Weichzeichner anwenden (Stärke je nachdem, wie stark der 3D-Effekt ausfallen soll).
  • Eine dritte Ebene mit der endgültigen Textfarbe (Gold, Metall usw.) anlegen.
  • Auf diese Ebene Filter > Licht und Schatten > Lichteffekt anwenden. Dabei Ebene Nr. 2 als bump map definieren.
  • Auf die Textebene (Ebene Nr. 3) eine Ebenenmaske (Ebene Nr. 1) anwenden. So wird der Text quasi „ausgestanzt“.
  • Ebenen 1 und 2 löschen.
  • That’s it!

Thomas Beck: „Blender 2.7. Das umfassende Handbuch“

Buchcover © Copyright 2017 by Rheinwerk-Verlag. Mit freundlicher Genehmigung.

Ich lese mir gerade das obige Buch durch, wenn auch in der ersten, damals noch beim Galileo-Verlag erschienenen Auflage. Der Galileo-Verlag hat sich ja 2015 in Rheinwerk-Verlag umbenannt.

Der erste Eindruck ist durchaus positiv. Mit seinen knapp 800 Seiten ist das Buch sehr umfassend und aufwendig strukturiert gestaltet. Sowohl Autor als auch Verlag haben sich da wirklich große Mühe gegeben. Der – bisher einzige – Abstrich: Dieses Buch wurde auch in der zweiten Auflage von 2017 noch für Blender 2.7 verfaßt, während ja inzwischen die überarbeitete Version 2.8 herausgekommen ist (ich selbst habe 2.83 installiert).

Die aktuellste Version kann man/frau hier finden. Installation unter Linux: Das heruntergeladene .tar.gz-Archiv entpacken – entweder über $ tar -xzvf [Dateiname].tar.gz oder über den jeweiligen Archivmanager, bei mir Engrampa – und im Verzeichnis der Wahl abspeichern (ich habe es in $HOME/Software abgespeichert). Dann einfach das Programm blender ausführen.