Fyre 1.0.1

Das Interface von Fyre 1.0.1

Ich hatte mir Fyre vor Jahren schon mal kurz installiert, es aber kaum genutzt und dann wieder deinstalliert. Heute nun hatte ich auf einmal das Gefühl, daß es doch cool wäre, dieses Programm wieder zu installieren. Dabei bin ich jedoch auf einige technische Schwierigkeiten gestoßen.

Zuerst wollte ich – bei Ubuntu naheliegend – mittels gdebi das .deb-Paket installieren. Da kam aber die Fehlermeldung, daß die Bibliothek libglade2-0 fehlen würde. Ergo habe ich es zuerst über die Shell versucht, indem ich $ sudo apt-get install libglade2-0 eingetippt habe. Prompt wurde das aber mit einer neuen Fehlermeldung quittiert:

E: Couldn't find any package by glob 'libglade-2.0'

Ok, also in Synaptic, dem Paketmanager von Ubuntu, nachgeschaut. Da war das Paket aber installiert. Dann eine Google-Suche, bei der ich den Beitrag How do I install libglade2-0? fand. Hilfreich war der Hinweis, libglade2-0-dev zu installieren, was ich auch tat. Nun wollte ich aber nichts mehr riskieren und beschloß, Fyre zu kompilieren – unter Linux normalerweise keine große Sache. Wenn die Abhängigkeiten stimmen, genügen drei Befehle: sudo ./configure, sudo make und sudo make install.

Fazit: Wie obiger Screenshot zeigt, konnte ich Fyre jetzt anstandslos installieren.

P. S.: Noch ein Beispiel von dem, was mit Fyre möglich ist. Hier wurde die Grafik mit Alpha-Kanal gerendert. Dieses Feature finde ich absolut schick. Einfach bei der Farbauswahl 'Opacity' auf '0' setzen.

In Fyre 1.0.1 gerenderte Grafik mit Alpha-Kanal

Der Alpha-Kanal macht es auch möglich, mittels Gimp Farbverläufe einzufügen, etwa so:

In Fyre 1.0.1 gerenderte Grafik mit Farbverlauf

Schick, nicht wahr?

Blender: Compositing

So, jetzt habe ich das fertig gerenderte Bild aus dem letzten Beitrag in den Compositor geladen und den Hintergrund ausgekeyt.

Nodes im Compositor von Blender. Der blaue Hintergrund wurde ausgekeyt – aber damit auch die blauen Schatten. 🙁
Und hier nochmal die Nodes in groß.

Ok, das war nur zum Üben! 😉 Natürlich könnte ich Blender sagen, daß der Hintergrund (world) einfach nicht mitgerendert werden soll. Das Ganze klappt auch mit zwei Videos. Und diese „Dinger“, die da miteinander verbunden sind, sind sogenannte Nodes. Übrigens: „Compositing“ wird definitiv nicht „composighting“ ausgesprochen.

P. S.: Wenn ihr das ausgekeyte Bild abspeichern wollt, einfach zurück in die Layout-Ansicht und mit [F12] nochmal rendern:

Das Bild mit dem ersetzten Hintergund. Ich habe für diesen einen mittels ImageMagick generierten Verlauf genommen.

Und hier noch dasselbe Bild mit transparent gerendertem Hintergrund. Die blauen Schatten bleiben erhalten. Wichtig: Ein Ausgabeformat wählen, das Transparent unterstützt. Ich habe hier PNG genommen. Außerdem bei der Ausgabe RGBA wählen und nicht RGB.

Mit Alphakanal gerendertes Bild.

Das fertige Bild mit dem Farbverlauf kann man/frau auch im Gimp zusammenbauen. 😉

Ein bischen knallig von den Farben her, aber rein technisch ok.

Und – zum Schluß – das Ganze noch mit reduzierter Sättigung des Vordergrundes: