Was sind Keyframes?

Wenn man/frau sich mit 3D-Animationen beschäftigt, wird man/frau zwangsläufig mit dem Begriff Keyframe konfrontiert. Was ist aber nun ein Keyframe? Man/frau könnte sagen, daß das sozusagen „Ankerpunkte“ sind, an denen die Parameter der Animation gesetzt werden. Die Frames dazwischen werden von Programm interpoliert. Bei der von mir zuletzt gerenderten Animation habe ich z. B. sechs Keyframes gesetzt. Bei jedem neuen Keyframe habe ich ein sogenanntes Empty im Zentrum der Szene um 36° gedreht, das ergibt ohne den Keyframe 1 bei insgesamt 180°. Blender hat nun die Frames zwischen den Keyframes interpoliert, so daß die Rotation der Szene ruckfrei abläuft.

Keyframes (gelb) in Blender 2.83

Videos in GIFs umwandeln

Nachdem ich vor Kurzem in Blender eine Animation gerendert habe, wollte ich diese – sie ist im .mp4-Format – in ein animiertes GIF umwandeln. Über Google habe ich dann auch eine Seite gefunden, die genau das macht, und beim ersten Versuch hat das auch gleich geklappt.

Hier das animierte GIF:

Animiertes GIF aus einem Video konvertiert. © Copyright 2020 by Claus Cyrny.

Die obige Animation besteht aus 85 Frames mit einer Verzögerung von 100 Millisekunden, d. h. alle 0,1 Sekunden wird ein Frame abgespielt.

Für den Gimp gibt es das Zusatzpaket gimp-gap (Gimp Animation Package), das weiterreichendes Editieren von Animationen ermöglicht. Hier ein Screenshot, wobei ich darauf hinweisen möchte, daß mein Interface auf Englisch ist:

Das Menü von gimp-gap, zu finden unter Video.

Dieses Paket läßt sich unter Ubuntu entweder über Synaptic oder über sudo apt-get install gimp-gap installieren.

Noch mehr Grafikdateiformate

In Ergänzung meines Beitrags „PNG“ hier noch etwas zu den Formaten JPG, TIFF und GIF – alles gebräuchliche Dateiformate für Grafiken. Ganz kurz: JPG oder auch JPEG – kurz für Joint Photographic Experts Group -, ist ein verlustreich komprimierendes Dateiformat mit einer Farbtiefe von 24-bit, das bedeutet 16,7 Millionen Farben. JPG wird üblicherweise für Fotos verwendet. Um beispielsweise im Gimp ein Bild als JPG abzuspeichern, muß man/frau es mit [Strg][E] exportieren.

Hier die Dialogbox, mit der man/frau im Gimp konfrontiert wird:

Dialogbox für den Export von JPGs aus dem Gimp 2.10.18

Der obige Screenshot zeigt die Einstellungen, die ich standardmäßig verwende. Die Option Smoothing benutze ich nie. Progressive muß auch nicht unbedingt selektiert werden; es bedeutet, daß das Bild nach und nach aufgebaut wird und war eigentlich nur zu Zeiten wichtig, wo man/frau sich noch mit 56k-Modems ins Internet eingewählt hat. Beim Subsampling wird das Bild in Gruppen zu je vier Pixeln aufgeteilt, aus denen dann ein Mittelwert gebildet wird.

Soviel zu JPG. TIFF– das zweite Format – ist die Abkürzung für Tagged Image File Format. Es wird häufig in der Druckvorstufe verwendet und unterstützt wie JPG eine Farbtiefe von 16,7 Millionen Farben. In einer TIFF-Datei können – wie auch in JPG – Kommentare mit abgespeichert werden. Darüber hinaus unterstützt TIFF Transparenz in Form eines Alpha-Kanals sowie die Option, mehrere Bilder in einer Datei abzuspeichern. Üblicherweise werden TIFFs entweder unkomprimiert oder mit dem verlustlos komprimirenden LZW (Lempel- Ziv-Welch) abgespeichert.

Vorsicht: Die Option JPG-Kompression sollte man /frau möglichst nicht wählen, da sie gerade von älteren Programmen teilweise nicht unterstützt wird; die Datei kann dann nicht importiert werden. Zwischen Photoshop CS2 und dem Gimp 2.10.18 klappt der Austausch dagegen; auch Inkscape 0.92 importiert TIFFs mit JPEG-Kompression. Und: Auch ImageMagick 6.9.10-23 zeigt solche TIFFs anstandslos an.

Ein Hinweis in Photoshop CS2, wenn man/frau TIFFs mit JPG-Kompression abspeichern will.

Der TIFF-Export-Dialog im Gimp:

Das dritte Format GIF (Graphics Interchange Format) wird vor allem für Bilder mit einer Farbtiefe von 8-bit (Logos, Schaubilder usw.) benutzt, das bedeutet, daß in GIF maximal 256 Farben abgespeichert sind, die in einer Palette gespeichert werden. GIF verwendet – wie auch TIFF – die verlustfreie LZW-Kompression, bei der die Bilddaten in einer Tabelle abgespeichert werden. Wichtig: GIF unterstützt Animation (animierte GIFs). Dieses Feature muß aber von der Software, mit der man/frau GIF-Dateien abspeichern will, unterstützt werden. Im Gimp ist es möglich, animierte GIFs abzuspeichern. Dabei muß jeder Frame auf einer separaten Ebene liegen.

Hier der Dialog, um GIFs aus dem Gimp heraus zu exportieren:

Wie man/frau sieht, kann man bei Animationen die betreffende Option auswählen. Dann muß angegeben werden, wie lange die Verzögerung zwischen den einzelnen Frames (in Millisekunden) ist.