Maria Grazia Di Giovannantonio: „Nikon D6“

„Nikon D6“ © Copyright 2021 by Maria Grazia Di Giovannantonio. Mit freundlicher Genehmigung.

Bei Blender Artists habe ich eine Serie wirklich unglaublich detaillierter Renderings einer Nikon D6 entdeckt. Bei ArtStation hat es noch bessere, höher aufgelöste Bilder. Gemodelt, texturiert und gerendert wurde dieses Projekt von Maria Grazia Di Giovannantonio aus Neapel, die abends in ihrer Freizeit an der Nikon gearbeitet hat. Ich glaube auch, daß nur jemand, der selbst 3D-Grafik macht bzw. ebenfalls mit Blender arbeitet, diese Renderings richtig zu schätzen weiß.

Mrthidn: „Ice Trilogy“

Mrthidn: „Ice Trilogy“ © Copyright 2021 by Mrthidn. Mit freundlicher Genehmigung.

Diese arktische Landschaft habe ich bei Blender Artists entdeckt. Wow!, kann ich da nur sagen. Das ist wirklich beeindruckend, umso mehr, wenn man selber mit Blender arbeitet und weiß, was für Arbeit das ist.

Mrthidn ist auch auf ArtStation und Instagram präsent.

Ian Spriggs: „Ocean“ (2021)

Gestern habe ich auf ArtStation das Projekt „Ocean“ von Ian Spriggs entdeckt und möchte hier zwei Grafiken daraus posten.

„Ocean“ gerendert.
„Ocean“ 2x: links untexturiert und geshadet; rechts gerendert. Grafiken © Copyright 2021 by Ian Spriggs. Mit freundlicher Genehmigung.

Verwendete Software: Maya, Mudbox und Photoshop.

Digitale Kunst und Spiritualität

Vincent van Gogh: „Piëtà“ (1889; nach Delacroix). Copyright erloschen.

Wenn ich mir die diversen renommierten Grafik- und Design-Seiten wie Bēhance, DeviantArt oder ArtStation anschaue, ist mein Eindruck der einer relativen spirituellen Verarmung. Da hat es Monster, Autos, Raumschiffe, Science-Fiction-Motive, schrille Sujets, Krasses, Kindisches, Fantasy-Themen und mehr oder weniger gelungene Portraits; das, was sich die modernen Kunst – gehört die digitale (noch) nicht dazu? – an Freiheiten im Ausdruck erarbeitet hat, fehlt bei der digitalen Kunst nahezu vollständig. Was hier dominiert, ist der Fotorealismus.

Ich frage mich nun, ob es nicht auch anders geht. Dazu müßte aber – um nur ein Beispiel zu nehmen, bei Portraits – als Grundvoraussetzung ein Bewußtsein der kunstgeschichtlichen Entwicklung des Portraits von, sagen wir Mitte des neunzehnten Jahrhunderts bis heute vorhanden sein. Dabei denke ich jedoch definitiv nicht an Leute wie Georg Baselitz und auch nicht an Julian Schnabel oder – ebenfalls aus den USA – an Andy Warhol; Künstler, die man/frau nun kaum als spirituell ansehen kann.

Aber – spirituell? Was heißt das überhaupt? Spontan fallen mir dazu Werke wie die Piëtà“ – nach Delacroix – von Vincent van Gogh (s. o.) oder die „Heilige Ursula“ von Adolf Hölzel ein, aber auch bestimmte Werke etwa von Mark Rothko, um einen deutlich moderneren Künstler zu nehmen. Aber auch die Portraits von Alberto Giacometti empfinde ich als spirituell. Sozusagen die Antithese dazu wäre dann etwa Andy Warhol oder – aktuell – Jeff Koons, wobei dieser keine Portraits macht, sondern seine Ballon-Skulpturen, die uns die Konsumgesellschaft vorführen sollen: der Künstler als Produzent. Kommerzorientierter geht es wohl kaum noch.

Was wollte ich nun sagen? Ja, digitale Kunst und Spiritualität. Bislang scheint das ein Widerspruch zu sein. Muß das aber so bleiben? Das ist nun eben die Frage. Ich habe überlegt, ob mir ein Gegenbeispiel einfällt – leider vergebens. Als mögliche Lösung fällt mir ein, was ich hier schon an anderer Stelle geschrieben habe: daß moderne, etablierte oder auch (noch) nicht etablierte Künstler sich des digitalen Mediums annehmen und es hin zu einer Tiefe im Ausdruck weiterentwickeln, die wir in der aktuellen Kunstszene leider vergeblich suchen.

Clement Feuillet

Bei ArtStation habe ich diese ausnehmend schöne 3D-Grafik (das ist wie gesagt kein Foto) von Clement Feuillet entdeckt. Verwendete Software: Maya, Substance Painter, RenderMan®, Houdini und Mari.

„Edixa-Mat Reflex“ © Copyright by Clement Feuillet. Mit freundlicher Genehmigung.

CG Society

Ich möchte hier mal eine Empfehlung für die Site „CG Society“ aussprechen, da die geposteten Bilder von der Qualität her deutlich besser sind als beispielsweise bei ArtStation. Über „The Forever“ von Maxchill Patiphan habe ich ja schon berichtet. Gut gemacht sind auch die Portraits von Franz Liszt, die Hadi Karimi gemacht hat.

Yizheng Ke

Über ein YouTube-Video bin ich auf das Portfolio von Yizheng Ke bei ArtStation aufmerksam geworden. Technisch souverän, fehlt es mir oft aber irgendwie an Tiefe im Ausdruck. Die Farben und Sujets sind mir meist etwas zu süßlich.

Einer meiner Favoriten:

„(ෆ ͒•∘̬• ͒)◞Wenxiu“ © Copyright 2019 by Yizheng Ke.

Bei diesem Bild gefallen mir sowohl die skizzenhaft-lockeren Pinselstriche als auch die feinen Abstufungen von Rotorange und Pink. Das Unfertige – ein Stilmerkmal von Yizheng Ke – gibt dem Bild seinen Reiz.

Oliver Maier: „Orange to the Rescue“

„Orange to the Rescue“ © Copyright 2018 by Oliver Maier. Mit freundlicher Genehmigung.

Diese schöne 3D-Grafik hat Oliver Maier nach einem Konzept von André Mealha bei ArtStation gemodelt und gerendert. Software: Blender (Modeling) und Cycles (Rendering). Seht auch folgenden Thread bei Blender Artists.