Pfadeffekte im Gimp

Weiter in der Lektüre von Bettina K. Lechners Buch „Gimp 2.8“. In der vorliegenden Grafik wird ein Pfadeffekt eingesetzt, den die Autorin hier mittels eines speziellen Gimp-Pinsels eingefügt hat.

Im Gimp 2.8 designtes Logo mit Pfadeffekt. Buch S. 348 © Copyright 2014 by Bettina K. Lechner, O’Reilly. Mit freundlicher Genehmigung.

Hier jedenfalls der benutzte Photoshop-Pinsel (Endung .abr).

Photoshop-Pinsel von vincentvc auf DeviantArt.

Lektüre

Cover © Copyright 2014 by Bettina K. Lechner, O’Reilly. Mit freundlicher Genehmigung.

Nachdem ich mir die Hardcover-Version von „Gimp 2.8“ von Bettina K. Lechner aus der Bücherei ausgeliehen habe, lese ich jetzt so ziemlich von Anfang an. Ich muß dabei feststellen, daß auch ich als langjähriger Gimp-Benutzer von diesem Buch bzw. von dem, was ich bisher gelesen habe, profitieren kann. Frau Lechner erklärt wirklich die kleinsten Details, die ich z. T. gar nicht mehr wahrnehme. So weist sie beispielsweise auf die Einstellmöglichkeit von Hoch- bzw. Querformat hin (S. 31). Das sind zwei kleine Icons, die ich bisher total übersehen hatte. Ich habe eben bei der Anlage eines neuen Dokuments ([Strg]+[N]) immer nur Höhe und Breite ins Fenster eingetippt. So ist dieses Buch ein gutes Nachschlagewerk, das mit 406 Seiten auch nicht übermäßig umfangreich ist und das im Großen und Ganzen auch für den Gimp 2.10 verwendet werden kann.

Leider ist die Printausgabe mittlerweile vergriffen und eine – evt. aktualisierte – Neuauflage lt. Verlag nicht geplant. Erhältlich ist nur noch das E-Book.

Gimp 2.10.18: GEGL

Durch die Lektüre von „Gimp 2.8“ von Bettina K. Lechner bin ich auf die GEGL-Operationen des Gimp aufmerksam geworden. Bisher hatte ich das zwar irgendwo im Hinterkopf, beschäftigt habe ich mich aber nicht näher damit. Nun habe ich mir die aktuell (2.10.18) zwölf GEGL-Operationen heute mal der Reihe nach angeschaut, aber verpaßt habe ich da nicht viel.

Hier eine Übersicht, aufrufbar über Werkzeuge > GEGL-Operationen... .

GEGL-Operationen (Übersicht)

Also, ich kann mir nicht helfen, aber wenn ich Gimp-Entwickler wäre, würde ich mich eher auf die vorhandenen Filter konzentrieren und die verbessern. Da gibt es imho genügend Arbeit. Solche Sachen wie der Fraktal-Explorer sind halt eine mehr oder weniger (eher weniger) nette Spielerei. Zudem gibt es den Fraktal-Explorer im Gimp gleich zweimal: Als GEGL-Operation und dann nochmal unter Filter > Rendern > Fraktale > Fraktal-Explorer... .

Weiterführender Link: Eine kurze Dokumentation zu GEGL auf der Gimp-Website.

Gimp 2.10.18: Figur freistellen

Ich arbeite gerade das Tutorial von Bettina K. Lechner zum Gimp 2.8 durch, wo sie erklärt, wie man/frau eine Figur freistellt. Zuerst bin ich, wie ich zugeben muß, nicht ganz damit zurechtgekommen (Freistellen ist doch eine fortgeschrittene Technik, die auch ich noch nicht ganz beherrsche). Ich habe mich u. a. gefragt, wozu Frau Lechner vier Ebenen benötigt. Erst nach und nach hat sich mir erschlossen, dass alle vier Ebenen ihren Sinn haben, auch die oberste, „Hilfsebene“ genannte. Ich hatte zuerst überlesen, daß sie nur 50% Deckkraft hat. Nun bin ich also an der „Feinarbeit“ mit Pinseln verschiedener Stärke, um vor allem die Haare freizustellen. Frau Lechner schreibt, daß es unmöglich sei, jedes einzelne Haar zu übernehmen, und ich muß ihr da wirklich recht geben. Für Interessierte: Das Tutorial kommt im Buch auf Seite 266 ff. Ich kann es jetzt auch einigermaßen als PDF lesen, indem ich zwei Seiten nebeneinander anzeigen lasse.

Hier ein Auszug aus dem Tutorial von Bettina K. Lechner, das problemlos auf den Gimp 2.10.18, mit dem ich aktuell arbeite, übertragen werden kann.

Tutorial „Figur freistellen“, Buch S. 268 © Copyright 2014 by Bettina K. Lechner, O’Reilly. Mit freundlicher Genehmigung.

Und hier noch ein Screenshot von meinem Versuch, das Tutorial durchzuarbeiten (Gimp 2.10.18). Beachtet hier die vier Ebenen (ich hoffe, man/frau kann die Bezeichnungen einigermaßen lesen). Im Screenshot ist die oberste Ebene aktiv; das ist aber falsch. Gearbeitet wird mit Ebene drei, wo sich die Ebenenmaske befindet.

Screenshot „Figur freistellen“ mit dem Gimp 2.10.18

Ein Tip: Ich arbeite beim Freistellen mit nur einem Pinsel, den ich über den Reiter Werkzeugeinstellungen nach Bedarf vergrößere oder verkleinere. Mit [X] kann man/frau auch die Farbe von Schwarz in Weiß und umgekehrt ändern.

Nachdem ich (wie ich meinte) fertig war, sah das Foto jetzt schon einigermaßen brauchbar aus – allerdings nur gegen einen weißen Hintergrund.

Freigestellte Figur gegen weißen Hintergrund

Nachdem ich die weiße Ebene gelöscht hatte, sah das Foto nämlich so aus:

Freigestellte Figur mit Apha-Kanal

Da stellt sich nun das Problem, wie man/frau die fleischfarbene „Aureole“ wegbekommt. Meine spontane Lösung: Chroma-Keying. Zuerst wollte ich das – etwas umständlich – im Compositor von Blender machen, bis mir einfiel, daß der Gimp ja auch einen – relativ einfachen – Chroma-Keyer hat, und zwar die Bluebox im Paket gimp-gap, zu finden unter Video > Bluebox.... GAP steht hier für Gimp Animation Package. Und da ich dieses Paket zum Glück installiert habe, sah das Foto nach etwas Herumprobieren so aus:

Foto mit gimp-gap ausgekeyt.

Installieren kann man/frau gimp-gap unter Ubuntu über sudo apt-get install gimp-gap. Eigentlich dachte ich erst, daß das Freistellen dieses Fotos mit dem Gimp allein nicht ginge, aber wie man/frau sieht, habe ich mich da getäuscht.

Fazit: Im Grunde genommen genügt bei so einer Problemstellung (Freistellen vor einfarbigem Hintergrund) die Bluebox.

Die Bluebox im Gimp 2.10.18. Originalfoto: https://www.3d.sk.

Ergänzung: Mein Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen (2)“.

Gimp 2.10.18: Arbeiten mit dem Textwerkzeug

Das Textwerkzeug im Gimp (auch noch in Version 2.10.18) ist ja etwas widerspenstig (um es mal vorsichtig auszudrücken). Bettina K. Lechner weist ja in ihrem Buch auf den Effekt hin, daß man/frau beim Versuch, einen Text zu verschieben, statt des Textes die Hintergrundebene verschiebt. Das geht aber noch. Viel lästiger finde ich, daß es das Textwerkzeug in Ausnahmesituationen aus dem Bildfenster hinausverschiebt (siehe den rotumrandeten Bereich in der folgenden Abbildung).

Verschobenes Textwerkzeug im Gimp 2.10.18

Daß die Gimp-Entwickler das nicht einmal auf ihrer Agenda haben, finde ich schon mehr als traurig, aber man/frau muß ja nicht alles verstehen.

Um nun doch einigermaßen mit diesem Werkzeug zurechtzukommen, empfehle ich auf jeden Fall, den Texteditor zu aktivieren (siehe Abbildung oben) sowie das Bildfenster zu vergrößern.

Und noch etwas: Wenn man/frau den Texteditor geöffnet hat, wird man/frau – warum das so ist, weiß ich nicht – mit zwei Möglichkeiten konfrontiert, die Textfarbe einzustellen, wobei die Auswahlmöglichkeit im Werkzeugkasten Priorität hat (siehe unten).

Textwerkzeug im Gimp 2.10.18 mit zwei Möglichkeiten, die Textfarbe auszuwählen.

Wenn man/frau den Fehler macht, die Farbe im Texteditor auszuwählen und dann schreiben will, „schnappt“ die Textfarbe wieder auf die im Werkzeugkasten eingestellte zurück.

Übrigens: Wie man /frau einen so schön geglätteten Kreis wie in den Abbildungen oben hinbekommt, erfahrt ihr hier.

E-Books

Der Verlag O’Reilly hat mir ja ein PDF von Bettina K. Lechners Buch über den Gimp 2.8 zur Verfügung gestellt. Ich habe mich auch wirklich bemüht, das PDF durchzulesen, aber ich finde das doch so schwierig, daß ich beschlossen habe, doch keine Besprechnung zu schreiben. Schade eigentlich, denn das Buch ist wirklich sehr kenntnisreich und sympathisch geschrieben. Ich habe aber schon Probleme, wenn ich mir nur ein einziges Kapitel durchlese. Wenn ich die Seite umblättern will, springt mir das PDF viel zu weit nach unten, so daß ich die betreffende Seite nur mit Mühe wiederfinde, und das wie gesagt bei einem Buch von über 400 Seiten. Vielleicht leihe ich mir das Buch aus der Bibliothek aus und schreibe wenigstens noch eine kürzere Besprechung. Ich dachte ja auch, daß ich wegen der auf mich zukommenden CinePaint-Dokumentation keine Zeit mehr für Buchbesprechungen haben würde, aber das mit CinePaint verzögert sich doch, wie lange, weiß ich nicht.

Buchbesprechungen

Ich habe ja vom renommierten Verlag O’Reilly ein Rezensionsexemplar von Bettina K. Lechners Buch über den Gimp 2.8 zur Verfügung gestellt bekommen. Ich merke aber gerade, daß mir z. Zt. leider die Energie für Buchbesprechunegn fehlt, sollte ich das über 400 PDF-Seiten umfassende E-Book doch schon einigermaßen durchgearbeitet haben. Ich habe O’Reilly deshalb informiert, daß ich gerade eine Pause von den Rezensionen machen wolle und habe eine nette Email zur Antwort bekommen. Die zwei Buchbesprechungen, die ich schon veröffentlich habe, haben mir aber beide Spaß gemacht, und ich hoffe, da irgendwann anknüpfen zu können.

Weiterführender Link: „Upcoming: ‚Gimp 2.8‘ von Bettina K. Lechner“.

Upcoming: „Gimp 2.8“ von Bettina K. Lechner

Nachdem der Verlag O’Reilly so freundlich war, mir ein Rezensionsexemplar von Bettina K. Lechners Buch „Gimp 2.8“ zur Verfügung zu stellen, lese ich mir dieses Buch gerade durch und werde darüber hier auch eine Rezension schreiben.

Das Cover:

Cover © Copyright 2014 by Bettina K. Lechner, O’Reilly. Mit freundlicher Genehmigung.

Obwohl der Gimp inzwischen in der Version 2.10.20 vorliegt – u. a. mit modifiziertem Interface (Werkzeugkasten mit Flyouts etc.) und bis zu 32-bit Farbtiefe pro Kanal -, möchte ich dieses Buch nach erster Durchsicht auf jeden Fall empfehlen. Vieles kann auf den Gimp 2.10 übertragen werden. Die Print-Ausgabe dieses Buches ist zwar mittlerweile vergriffen, aber das E-Book (u. a. als PDF) ist noch erhältlich. Man/frau benötigt also nicht zwingend einen E-Book-Reader, um es zu lesen.