Gedanken am Vormittag

Bin auf eine Anfrage wegen Bildnutzung hin an STUDIOCANAL weiterverwiesen worden, die ich auch gleich angemailt habe. Ich würde gerne ein Still aus der Doors-Dokumentation „When You’re Strange“ posten. Seit ich auf Arte „Die letzten Tage in Paris“ angeschaut habe, eine Dokumentation über Doors-Sänger Jim Morrison, interessiere ich mich wieder mehr für die Doors. In der Musiklandschaft von heute gibt es ja leider nichts Vergleichbares.

Dann war ich heute schon in der Ludwigsburger Myliusstraße einkaufen. An Bettlern war heute nur ein junger Mann da, der den Passanten fordernd einen Hut entgegengestreckt hat. Na ja, ich gehe da einfach vorbei, ohne ihn eines Blickes zu würdigen. Ich frage mich auch, ob sich das lohnt, da stundenlang so auf dem kalten Boden zu sitzen. Der Marktleiter im Rewe grüßt mich praktisch nie, obwohl ich dort jeden Tag einkaufe.

Jetzt müßte auch das Relief gerahmt sein, das ich vor etwa vier Wochen gemacht habe. Ich bin damit zum Leisten-Heckmann in Stuttgart gegangen, mit dem ich sehr zufrieden bin.

07:59 Uhr

Nachdem ich heute beim Trölsch gefrühstückt hatte, konnte ich beobachten, wie die eine ausländische Bettlerin, die sonst immer allein dasitzt, zusammen mit einem Mann mit rosa Isomatte ankam. Der Mann ging dann ein Stück weiter weg und beobachtete sie eine Weile. War das derjenige, der das Geld abkassiert? Ich gebe dieser Bettlerin jedenfalls nichts mehr, seit ich ihr mal einen Kaffee spendiert habe und sie mich dabei ganz komisch angeschaut hat.

07:35 Uhr

War schon – wie jeden Morgen – beim Trölsch, frühstücken. Auf dem Weg zum Rewe kam ich an der Bettlerin vorbei, die dort jeden Morgen sitzt. Sie hatte (aus taktischen Gründen?) ihre Schuhe ausgezogen. An sich tun mir die Bettler leid (ok, einige jedenfalls), aber seit ich gesehen habe, wie ein Mann bei einer Bettlerin abkassiert hat, gebe ich denen nichts mehr. Das sind ganz offensichtlich Bettelbanden aus Osteuropa. Auf dem Hin- und Rückweg habe ich (in Endlosschleife) „Samba Saravah“, gesungen von Pierre Barouh, gehört. Diese Samba ist Teil des Soundtracks von „Un homme et une femme“ (1966) von Claude Lelouch, mit Jean-Louis Trintignant und Anouk Aimée in den Hauptrollen.