Anthony Scaduto: „Bob Dylan“

Cover © Copyright 1976 by Zweitausendeins Verlag, Frankfurt

Als ich noch in der Schule war – ich ging damals aufs Wirtschafts-gymnasium in Tübingen – bestellte ich mir interessehalber die Bob-Dylan-Biografie von Anthony Scaduto, der im Zuge seiner Recherche viele Weggefährten Bob Dylans interviewte – darunter die Folk-Sängerin Joan Baez -, die nicht immer Schmeichelhaftes über Bob Dylan zu berichten wußten: er hätte Leute nur ausgenutzt und sie dann fallengelassen, wenn er sie nicht mehr brauchte.

Ok, nun hatte ich also diese Biografie, fing an zu lesen und – war fasziniert. Dabei bin ich bestimmt kein Dylan-Fan, ich habe noch nicht mal ein Album von ihm. Na ja, was soll ich sagen, es ist einfach eine sehr gut recherchierte, gut geschrieben Biografie, und der Werdegang von Bob Dylan – insbesondere, als er noch nicht so bekannt war – ist schon interessant zu lesen. Da wäre zum Beispiel Dylans – damals noch Robert Zimmerman – Fahrt per Anhalter nach New York, um sein Idol Woody Guthrie kennenzulernen, der außerhalb der Stadt in einem Hospital untergebracht war, da er an Huntington’s Chorea litt, einer unheilbaren Krankheit. Interessant auch die Zeit Dylans im New Yorker Greenwich Village, wo er im renommierten Gerde’s Folk City auftrat und die ganze New Yorker Folk-Szene kennenlernte.

Summa summarum kann ich diese Biografie wirklich nur empfehlen; nicht nur Dylan-Fans, sondern all‘ denjenigen, die gut geschriebene, spannende Biografien schätzen.

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Charlie Parker, ca. August 1947. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Heute konnte ich, wie mit dem Harry Ransom Center in Austin, Tx. vereinbart, hier einen Auszug aus der Charlie-Parker-Biografie „Bird Lives!“ von Ross Russell posten, nachdem ich im Vorfeld bei verschiedenen Stellen wegen der Erlaubnis nachgefragt hatte. Der Harry Ransom Center verzichtete dabei freundlicherweise auf das Erheben von Copyright-Gebühren.

Email vom Harry Ransom Center in Austin, Tx.

Charlie Parker, ca. August 1947. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Gute Nachrichten: Ich bekam vom Harry Ransom Center in Austin, Tx. die Erlaubnis, einen Auszug des „At Billy Berg’s: An Obbligato (1945)“ betitelten ersten Kapitels von Ross Russells Charlie-Parker-Biografie „Bird Lives!“ hier auf .:: artificial ::. zu posten. Dabei verzichtet der Harry Ransom Center auf das Erheben von Gebühren; ich muß lediglich eine entsprechende credit line hinzufügen. Für mich als Charlie-Parker-Fan ist das natürlich toll! 😉 Wenn alles klappt, ist dieser Auszug in etwa einer Woche hier rechts oben unter SEITEN DIESES BLOGS zu finden.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Email an den Harry Ransom Center“.

Django Reinhardt

Django Reinhardt 1946 in New York. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Also, ich habe jetzt via Audacious am Stück bestimmt zehn bis fünfzehn Aufnahmen von Django Reinhardt angehört, aber keine einzige ist langweilig oder zweitklassig – es ist einfach unglaublich. Man/frau schaue sich nur mal seine Diskographie an; spätestens da wird deutlich, welche Perlen er – ich denke da speziell an das Jahr 1947 – teilweise während einer einzigen Session aufgenommen hat. Ich meine auch, daß Django Reinhardt, der Komponist bisher gravierend unterschätzt wird.

DOCPLAYER

Ich habe gerade folgende Email an DOCPLAYER gesendet:

Guten Tag,

heute morgen habe ich entdeckt, daß die Benutzerin Angelika Weiner (→ http://docplayer.org/user/117056677/) eine von mir verfaßte Biografie des verstorbenen Gitarristen Django Reinhardt auf docplayer hochgeladen hat. Diese Biografie wurde von mir unter eine Creative-Commons-Lizenz (BY-NC-ND) gestellt, die das Verbreiten unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Nun geht bei der Konvertierung (ausgenommen PDF) der in der Biografie enthaltene Link zur Lizenz verloren, was nicht den Lizenzbedingungen entspricht. Ich habe nun meinerseits ein Konto bei Ihnen angelegt und versucht, eine aktualisierte Version dieser Biografie als PDF hochzuladen – bisher leider vergebens. 🙁 Das hochgeladene PDF erscheint nicht unter „Meine Dokumente“. Bitte melden Sie sich doch bei mir, damit diese Sache geklärt werden und ich die aktualisierte Version dieser Biografie hochladen kann.

mfg,

C. Cyrny

04:09 Uhr

Durch eine Google-Suche bin ich zu meiner Überraschung auf die Tatsache gestoßen, daß eine Angelika Weiner meine Django-Reinhardt-Biografie bei docplayer hochgeladen hat – was an sich ganz im Rahmen der Creative-Commons-Lizenz liegt, unter die ich dieses Dokument gestellt habe. Na ja. Das einzige, was ich monieren könnte, ist die Tatsache, daß bei der Konvertierung in verschiedene Formate (JPG ???) der Link zur CC-Lizenz verloren geht.

Django Reinhardt: Biografie

Django Reinhardt 1946 in New York. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Von 2002 bis 2018 hatte ich die Django-Reinhardt-Seite „Djangology“ online. Unter anderem habe ich da auch eine Biografie von Django Reinhardt geschrieben, die ich hier zum kostenlosen Download [PDF] anbiete.

Mark Rothko: „Untitled No. 11“

Mark Rothko: „Untitled No. 11“ © Copyright Kate Rothko-Prizel & Christopher Rothko/ VG Bild-Kunst, Bonn 2020.

Im Bereich der abstrakten Kunst ist mein Lieblingsmaler der 1903 in Dvinsk, Lettland geborene, dann mit seinen Eltern in die USA ausgewanderte und dort 1970 verstorbene Mark Rothko (eigentlich: Markus Rothkowitz). In diesem Zusammenhang kann ich unbedingt – und möglichst auf Englisch – die sehr gute, dabei durchaus aus einer gewissen kritischen Distanz heraus geschriebene Biografie „Mark Rothko: A Biography“ von James E. B. Breslin empfehlen. Hier folgen wir dem Künstler auf einem mehrere Jahrzehnte umfassenden Kampf nach Anerkennung. Von Nietzsches „Die Geburt der Tragödie“ sowie von Themen aus der griechischen Mythologie beeinflußt, fand Rothko sein aus mehreren übereinandergeschichteten Rechtecken bestehendes Format schließlich Ende der Vierzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts.

Das vorliegende, anno 1957 in für Rothko überraschend freundlichen Farben gemalte Bild wurde bei Christie’s für die stattlichen Summe von $ 46.085.000,- versteigert. Hier dominieren Orange, Gelb und Weiß.

Fanny Gräfin zu Reventlow

Fanny Gräfin zu Reventlow anno 1905. Fotograf unbekannt. Quelle: Wikipedia.

Es war 2014 oder 2015, als mir mehr oder weniger durch Zufall ein Taschenbuch mit Auszügen aus den Tagebüchern von Fanny (im Buchtitel „Franziska“) Gräfin zu Reventlow (1871 – 1918) in die Hände fiel. Ich las und war von dem Gelesenen zusehends angetan. Schon als Mädchen rebellisch, lebte Fanny zu Reventlow um die Jahrhundertwende in Münchens Stadtteil Schwabing. Sie war für die damalige Zeit – auch sexuell – sehr freizügig und hatte mehrere Liebhaber. Zu ihrem Bekanntenkreis gehört auch der Dichter Rilke. 1918 verstarb sie an den Folgen eines Fahrradunfalls.

Ein Auszug aus den Tagebüchern von 1902. Quelle: Wikipedia.

Neben den oben erwähnten Tagebüchern kann ich die Biografie „Die anmutige Rebellin“ von Gunna Wendt empfehlen (auch hier wird „Fanny“ im Titel „Franziska“ geschrieben).