In Stuttgart (5)

Da ich heute vormittag nichts zu tun hatte, beschloß ich , einen Abstecher nach Stuttgart zu machen. Im Bonatzbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs sah ich mich nach evt. Anzeichen von Renovierungsarbeiten um – vergeblich. Das geht, wie ich schon moniert habe, jetzt seit über einem halben Jahr so. In der Holanka-Bar im „Wittwer“ einen Crema und einen Mandelberg. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, nach einem bestimmten Buch zu schauen, aber leider war mir der Titel entfallen, und da auch die Abteilung im 4. Stock mit den Grafikbüchern nichts für mich Interessantes bot, machte ich mich auf den Rückweg nach Ludwigsburg. Im wartenden RegioExpress ein verschlagen aussehender Mensch, der schnell an mir vorbei ging. Wieder in Ludwigsburg, wollte ich eigentlich den 413er nehmen; allein redete da ein farbiger Fahrgast so laut in sein Handy, daß ich wieder ausstieg und zu Fuß ging. Heute abend ist wieder Blender-Meetup über Discord, und Donnerstag in einer Woche wollen wir uns wieder mal im „Blauen Engel“ neben der Filmakademie treffen.

03:48 Uhr

Bin schon wieder wach und habe mir eine Tasse Tchibo BLACK `N WHITE gemacht, den ich halb Kaffee, halb warmer Milch trinke. Habe wegen der Animation, die ich gerade in Blender versuche, via Discord im Blender-Meetup gepostet.

Habe – als Idee – daran gedacht, mal alle Rechtschreibfehler, die ich beim Tippen mache, so stehen zu lassen, kann mich aber noch nicht dazu durchringen.

Habe von einem reichen Ehepaar geträumt, bei dem ich zu Gast war.

Blender-Meetup (2)

Das Blender-Meetup, an dem ich teilnehme, ist wirklich schick. Da kann man/frau Fragen posten oder – wenn jemand online ist – sich unterhalten. Zuerst, bei der Gründung, waren wir in einem Gebäude im Ludwigsburger Westen, bis dann Enzio, der an der Ludwigsburger Filmakademie studiert, einen Raum im Animationsinstitut organisiert hat. Augenblicklich treffen wir uns durch Corona via Discord nur online.

Möchte, nachdem ich mich in den letzten Wochen vorwiegend mit diesem Blog beschäftigt habe, auch wieder mehr in Blender arbeiten.

Grafiktablett

Nach einer Anfrage von mir, ob man für Character Modeling ein Grafiktablett brauchen würde, hat mir Eva vom Blender-Meetup mitgeteilt, dass ich eins von ihr haben könnte, das nicht mehr ganz richtig funktioniert, ein Intuos von Wacom. Man/frau kann es aber noch benutzen. Bin mal gespannt, wie das ist, habe ich bisher nur mal kurz auf der FMX mit einem Tablett herumprobiert.

Intuos-Tablett von Wacom

Blender: Projekt

Dieses Tutorial habe ich vor Kurzem durchgearbeitet. Das Problem ist nur, daß nicht erklärt wird, wie die Keyframes gesetzt werden. 🙁 Auf eine Email von mir hin hat Enzio vom Blender-Meetup mir erklärt, wie Keyframes in Blender implementiert sind. Jetzt muß ich mich nur noch mal abends hinsetzen und mich intensiv mit der betreffenden Blender-Szene beschäftigen. Nach meinen bisherigen doch so positiven Erfahrungen mit Blender, die ich gemacht habe, seit ich die absolut empfehlenswerten Tutorials von tutor4u entdeckt habe, müßte ich das eigentlich hinbekommen. 😉

Blender: Eine Kaffeetasse modellieren (3)

Im Blender-Meetup habe ich den Tip bekommen, es mal mit einem inset zu versuchen. Ergo modele ich die Tasse nochmal ganz neu.

Ein sogenantes inset in Blender 2.83

Was ich bisher noch nicht erwähnt habe, ist, wie man/frau den Henkel macht. Das geht über zwei Kurvenobjekte, einen NURBS-Pfad (in Blender path) für die Form des Henkels und einen Bézier-Kreis (in Blender circle) für den Querschnitt. Der Kreis muß dabei auf nur einer Achse skaliert werden (Beispiel: 'sx', also skalieren auf der X-Achse), um eine elliptische Form zu bekommen. Dann wird der NURBS-Pfad selektiert und der Kreis als sog. bevel object definiert.

Der Henkel wird erzeugt. Man beachte die NURBS-typischen Kontrollpunkte.
Der Bézier-Kreis wird als ‚bevel object‘ definiert. Dazu den Pfad selektieren.

Nach Erzeugen des Henkels wird dieser in ein Mesh konvertiert (siehe unten).

Wichtig ist, daß man/frau dabei im object mode ist. Es git in Blender ja verschiedene Modi, wovon die wichtigsten der object mode und der edit mode sind. Zwischen diesen beiden kann mittels [TAB] gewechselt werden. Zuerst vielleicht etwas verwirrend, macht das auf Dauer doch Sinn.

Weiterführender Link:

„Blender Tutorial For Beginners: Coffee Cup – 1 of 2“ von tutor4u.

Mein Einstieg in Blender 2.83

Wie ich dazu kam, mich intensiver mit Blender zu beschäftigen, bedarf einer Erklärung. Über die Jahre machte ich immer wieder Versuche, mich in dieses 3D-Programm einzuarbeiten, war aber jedesmal ob dem – so meinte ich jedenfalls – unintuitiven Handling frustriert. Dazu kam noch, daß das Interface alle paar Jahre überarbeitet wurde, so daß ich quasi immer wieder von vorn anfangen mußte. Im Mai 2018 – ich wohnte inzwischen in Ludwigsburg – beschloß ich, nachdem ich auf einem Stuttgarter WordPress-Meetup gewesen war, ein Meetup für Blender-Nutzer zu gründen. Ich fand auch einen Raum und postete bei BlenderNation, daß es jetzt in Ludwigsburg ein Blender-Meetup geben würde. Zum allerersten Meetup kamen tatsächlich auch einige Leute, die – wie ich schnell feststellte – teilweise schon sehr fortgeschritten waren. Ich hörte denn auch meistens zu und versuchte zwischen den Meetups, in Blender weiterzukommen. Das ging so eine Weile, bis mir jemand aus dem Meetup ein Tutorial empfahl, in dem ein stilisierter Drache gemodelt werden sollte. Ich fing auch ganz zuversichtlich an, als ich aber nach ein paar Wochen immer noch nicht wesentlich weiter war, machte sich bei mir zusehends Frust breit. Da ich wieder anfangen wollte zu malen, dachte ich mir, es wäre eine gute Idee, Blender erst mal eine Weile ruhen zu lassen und mich aufs Malen mit Acrylfarben zu konzentrieren. Gesagt, getan. Ich ging dann auch ca. ein Jahr nicht mehr zu dem Meetup, die Organisation hatte ich abgegeben. Wir waren in der Zwischenzeit auch in einen Raum im Animationsinstitut der renommierten Ludwigsburger Filmakademie umgezogen, wo uns ein Windows-PC mit Beamer zur Verfügung stand.

Da mir das Malen nach einigen Versuchen auch nicht viel Spaß machte, arbeitete ich – zuerst sporadisch – doch wieder in Blender, der nun in Version 2.79b vorlag. Ich hatte ja auf diversen Webseiten wie Blender Artists gesehen, daß man/frau mit Blender beeindruckende Sachen machen konnte. Das wollte ich auch. Mein persönliches Ziel war sogenanntes Character Modeling, also in Blender Abbilder möglichst fotorealistischer Menschen zu erzeugen. Ich hatte ja im Internet einige beeindruckende Beispiele für Character Modeling gefunden und hoffte im Stillen, dass ich auch einmal soweit kommen würde, auch wenn mir klar war, dass der Weg dahin nicht einfach werden würde. Nach und nach setzte bei mir aber doch die Erkenntnis ein, dass ich das allein nicht schaffen würde, und so nahm ich per Email wieder Kontakt zum Organisator des von mir gegründeten Blender-Meetups auf. Das Meetup fand inzwischen wegen Corona nicht mehr im Animationsinstitut statt, sondern online mittels Discord, einer Software für Online-Meetings, für die es auch eine Version für Linux gibt.

Parallel zu diesen Bemühungen beschloß ich, nachdem ich 2017 nach einem ausnehmend guten Tutorial einen fotorealistischen Ring erstellt hatte, zu schauen, ob es nicht noch andere Tutorials vom selben Autor geben würde, und siehe da – es gab sie. Mittlerweile lag von Blender auch die stark überarbeitete Version 2.8 vor. Mein nächstes Tutorial, an das ich mich wagte, war eines, in dem ein computer-generiertes blaues Baumwolltuch von oben in eine Glasschüssel fiel. Als ich allein nicht weiterkam, postete ich – auf Englisch – im Forum von Blender Artists, und tatsächlich nahm sich ein Benutzer meiner an und zeigte mir, wo mein Fehler lag. Mein PC hatte sich nämlich jedesmal beim Starten der Animation aufgehängt. Wie sich herausstellte, hatte ich das Tuch mit der Funktion subdivide viel zu stark unterteilt. Nachdem ich das Ganze nochmal gemacht und das Tuch nur halb so stark unterteil hatte, lief die Animation sauber durch. Auf einmal war die Freude am Arbeiten da, auf die ich so lange gewartet hatte. Ich machte dann auch noch zwei, drei anderen Tutorials vom selben Autor und spürte auf einmal eine richtige Blender-Begeisterung, die jetzt – ein paar Wochen später – immer noch anhält. Jetzt kann ich – nach all den Versuchen – auf einmal auch viel intuitiver arbeiten.