Zwiespältig

Ich habe über die Jahre feststellen müssen, daß ich definitiv kein Programmierer-Typ bin. Das mag erstaunlich klingen, wenn man bedenkt, daß ich 1986 immerhin angefangen habe, in 6510-Assembler zu programmieren. Das waren allerdings keine größeren Programme, wie sie damals als Listings im „64er-Magazin“ des Markt & Technik-Verlages veröffentlicht wurden. Ich kann mich auch noch erinnern, wie ich mir damals ein ganzes verbessertes Betriebssystem – in Hex-Code (!) – abgetippt habe. Ein Mitschüler hat mir das dann auf EPROM gebrannt. Zu den heute gebräuchlichen Hoch- und Scriptsprachen habe ich allerdings nie einen Zugang bekommen, sei es JavaScript, TYPOScript, Java, Perl oder C. Einzig Python käme evt. als Kandidat in Frage, da Blender, das 3D-Programm, in das ich mich gerade einarbeite, eine Python-Schnittstelle besitzt, über die man direkt per Code-Eingabe in die jeweilige 3D-Szene eingreifen kann. Das liegt aber noch in entsprechender Ferne. Überhaupt wird zu Blender bzw. dazu, wie ich nach Jahren doch einen Zugang zu diesem doch alles andere als einfachen Programm gefunden habe, bestimmt noch ein Beitrag kommen.

Blender: Compositing

So, jetzt habe ich das fertig gerenderte Bild aus dem letzten Beitrag in den Compositor geladen und den Hintergrund ausgekeyt.

Nodes im Compositor von Blender. Der blaue Hintergrund wurde ausgekeyt – aber damit auch die blauen Schatten. 🙁
Und hier nochmal die Nodes in groß.

Ok, das war nur zum Üben! 😉 Natürlich könnte ich Blender sagen, daß der Hintergrund (world) einfach nicht mitgerendert werden soll. Das Ganze klappt auch mit zwei Videos. Und diese „Dinger“, die da miteinander verbunden sind, sind sogenannte Nodes. Übrigens: „Compositing“ wird definitiv nicht „composighting“ ausgesprochen.

P. S.: Wenn ihr das ausgekeyte Bild abspeichern wollt, einfach zurück in die Layout-Ansicht und mit [F12] nochmal rendern:

Das Bild mit dem ersetzten Hintergund. Ich habe für diesen einen mittels ImageMagick generierten Verlauf genommen.

Und hier noch dasselbe Bild mit transparent gerendertem Hintergrund. Die blauen Schatten bleiben erhalten. Wichtig: Ein Ausgabeformat wählen, das Transparent unterstützt. Ich habe hier PNG genommen. Außerdem bei der Ausgabe RGBA wählen und nicht RGB.

Mit Alphakanal gerendertes Bild.

Das fertige Bild mit dem Farbverlauf kann man/frau auch im Gimp zusammenbauen. 😉

Ein bischen knallig von den Farben her, aber rein technisch ok.

Und – zum Schluß – das Ganze noch mit reduzierter Sättigung des Vordergrundes:

Blender: Modifier

Würfel mit blauem Hintergrund

An sich eine recht triviale 3D-Szene, die ich gerade in Blender gemodelt und mit Cycles gerendert habe. Um die Kanten des Würfels abzurunden, habe ich einen sogenannten bevel modifier verwendet. Gerendert wurde das Ganze mit 512 Samples, um die Artefakte („fireflies“) in dem blauen Schatten wegzubekommen.

Perspektiven

Ich habe vielleicht die Möglichkeit, beim Computermagazin LinuxUser als freier Autor mitzuarbeiten. Auf eine Anfrage per Email hin bekam ich vom stellvertretenden Chefredakteur eine Email, ob ich nicht einen Artikel zum 3D-Programm Blender schreiben könne, das hätte man schon lange nicht mehr gehabt. Daraufhin habe ich mir den Musterartikel durchgelesen und ihn in ein PDF konvertiert, um ihn – er enthält zahlreiche Konventionen in Form grüner Tags (ein Beispiel: @T:) – mir in Farbe auszudrucken, da er sich online nicht so gut liest wie auf dem Papier. Das wäre wirklich super, wenn das klappen würde.

Blender: Ring (14)

Wireframe-Ansicht in Blender 2.83 mit Hintergrund-Foto

Ok, jetzt geht’s ans Modeln der Details. Habe dazu schon verschiedene YouTube-Tutorials angeschaut, wenn auch noch nicht ganz.

Und hier nochmal die Wireframe-Darstellung ohne Hintergrundbild:

Jetzt ist eben die Frage, wo ich da ansetze, um die Details zu modeln. Mit der Geometrie des Grundkörpers bin ich incl. Texturierung soweit fertig. Durch eine Kombination von edge loops und dem Justieren des Parameters 'Mean Crease' sieht der Ring jetzt ganz gut aus:

Was heißt eigentlich rendern?

Screenshot: Rendern mit der Render-Engine Cycles

Gerade in der 3D-Grafik taucht häufig der Begriff „Rendern“ auf. Was heißt das eigentlich? „Rendern“ bedeutet, daß das 3D-Programm bzw. genauer der sog. Renderer aus der 3D-Geometrie ein fertiges Bild oder eine Animation berechnet.