Was ist Chroma-Keying?

Chroma Keying: Links die Frau mit Greenscreen, rechts ausgekeyt. Quelle: Wikimedia Commons. PictureYouth / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0).

Das sogenannte Chroma-Keying wird dazu benutzt, ein Objekt vor einem einfarbigen – meist blauen oder grünen – Hintergrund freizustellen und dann einen anderen Hintergrund einzufügen. Diese Technik kommt entweder beim Film in der Post-Production oder auch beim Fernsehen vor. Wichtig ist, daß der zu ersetzende farbige Hintergrund möglichst gleichförmig ausgeleuchtet wird. Fortgeschrittene Chroma-Keyer wie Ultimatte können sogar Schatten übernehmen. Man/frau unterscheidet Chroma-Keying per Hardware oder Software. Von Ultimatte gibt es beides: Neben (relativ teuren) Hardware-Lösungen gibt es auch Plug-ins (AdvantEdge) für verschiedene Post-Production-Software und sogar ein Plug-in für Photoshop. Letzteres wird einfach in den Plug-in-Ordner von Photoshop kopiert. Auch das 3D-Programm Blender hat einen Chroma-Keyer implementiert, und zwar als Node bzw. eigentlich als eine Kombination aus mehreren Nodes in der Compositing-Ansicht.

Blender: Compositing

So, jetzt habe ich das fertig gerenderte Bild aus dem letzten Beitrag in den Compositor geladen und den Hintergrund ausgekeyt.

Nodes im Compositor von Blender. Der blaue Hintergrund wurde ausgekeyt – aber damit auch die blauen Schatten. 🙁
Und hier nochmal die Nodes in groß.

Ok, das war nur zum Üben! 😉 Natürlich könnte ich Blender sagen, daß der Hintergrund (world) einfach nicht mitgerendert werden soll. Das Ganze klappt auch mit zwei Videos. Und diese „Dinger“, die da miteinander verbunden sind, sind sogenannte Nodes. Übrigens: „Compositing“ wird definitiv nicht „composighting“ ausgesprochen.

P. S.: Wenn ihr das ausgekeyte Bild abspeichern wollt, einfach zurück in die Layout-Ansicht und mit [F12] nochmal rendern:

Das Bild mit dem ersetzten Hintergund. Ich habe für diesen einen mittels ImageMagick generierten Verlauf genommen.

Und hier noch dasselbe Bild mit transparent gerendertem Hintergrund. Die blauen Schatten bleiben erhalten. Wichtig: Ein Ausgabeformat wählen, das Transparent unterstützt. Ich habe hier PNG genommen. Außerdem bei der Ausgabe RGBA wählen und nicht RGB.

Mit Alphakanal gerendertes Bild.

Das fertige Bild mit dem Farbverlauf kann man/frau auch im Gimp zusammenbauen. 😉

Ein bischen knallig von den Farben her, aber rein technisch ok.

Und – zum Schluß – das Ganze noch mit reduzierter Sättigung des Vordergrundes: