Bonatzbau

Nachdem sich nun trotz Ankündigung, er würde renoviert, seit letztem Dezember im Bonatzbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs praktisch nichts tut, habe ich mich gerade per Email an die Ingenieure22 gewandt, da mir die ganze Sache langsam doch etwas komisch vorkommt. (Ich habe hier ja schon darüber berichtet.) Bin mal gespannt, ob ich da eine Antwort bekomme; das ist ja heute nicht mehr selbstverständlich.

In Stuttgart (7)

War gestern wieder in Stuttgart, weil ich dort einen Termin hatte. Im Bonatzbau des Hauptbahnhofs nach wie vor kein Anzeichen von Bauarbeiten, und das schon seit vorigem Dezember. Ich finde das absolut komisch und frage mich, was da los ist. Man hatte mir ja am Telefon etwas von „Maßnahmen im Hintergrund“ erzählt, aber ich hatte das deutliche Gefühl, daß mich der betreffende Herr angelogen hat. Das Gespräch war sowieso komisch.

In Stuttgart (5)

Da ich heute vormittag nichts zu tun hatte, beschloß ich , einen Abstecher nach Stuttgart zu machen. Im Bonatzbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs sah ich mich nach evt. Anzeichen von Renovierungsarbeiten um – vergeblich. Das geht, wie ich schon moniert habe, jetzt seit über einem halben Jahr so. In der Holanka-Bar im „Wittwer“ einen Crema und einen Mandelberg. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, nach einem bestimmten Buch zu schauen, aber leider war mir der Titel entfallen, und da auch die Abteilung im 4. Stock mit den Grafikbüchern nichts für mich Interessantes bot, machte ich mich auf den Rückweg nach Ludwigsburg. Im wartenden RegioExpress ein verschlagen aussehender Mensch, der schnell an mir vorbei ging. Wieder in Ludwigsburg, wollte ich eigentlich den 413er nehmen; allein redete da ein farbiger Fahrgast so laut in sein Handy, daß ich wieder ausstieg und zu Fuß ging. Heute abend ist wieder Blender-Meetup über Discord, und Donnerstag in einer Woche wollen wir uns wieder mal im „Blauen Engel“ neben der Filmakademie treffen.

Stuttgart 21

Nach meinem Beitrag über den Bonatzbau im Stuttgarter Hauptbahnhof noch ein paar Worte zu „Stuttgart 21“ generell. Während anderswo klamme Kassen beklagt werden, sind bei „Stuttgart 21“ komischerweise die Milliarden da. In diesem Zusammenhang kann ich nur nochmal auf das sehr lesenswerte Buch „Schaden in der Oberleitung“ von Arno Luik hinweisen, in dem ein ganzes Kapitel dem Großprojekt „Stuttgart 21“ gewidmet ist. Nur ein Detail von vielen: Der gesamte unterirdische Bahnhof hat über seine Gesamtlänge eine Steigung von 6 Metern, das heißt, die haltenden Züge müssen permanent abgebremst werden, damit sie nicht ins Rollen kommen. Und so geht es weiter. Mein Eindruck: Da wird gegen zeitweise massive Widerstände in der Bevölkerung von ganz oben her etwas durchgedrückt, was auf so wackeligen Beinen steht, daß man/frau schier verzweifeln möchte, nach dem Motto „Augen zu und durch“.

Ärgerlich

Da ich heute wieder in Stuttgart war, mußte ich auch unweigerlich durch den Bonatzbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Und: Obwohl dieser Bau angeblich umgebaut werden soll, tut sich seit letzten Weihnachten – gar nichts. Nun habe ich spaßeshalber bei einer der auf der Website des Bonatzbaus angegebenen Telefonnummern angerufen, und der Herr am Telefon kam sichtlich ins Stottern. Nach einer Pause, die auf meine Frage folgte, meinte er unsicher, ja, da würde „jede Menge an Arbeiten im Hintergrund laufen“. Nur: Ich persönlich sehe davon gar nichts. Und: Was für ein „Hintergrund“ soll das denn bittteschön sein? Die einzige Aktivität, die mir seit Weihnachten aufgefallen ist, sind Graffiti-Künstler, die unlängst im Bonatzbau aufgestellte große Leinwände besprüht haben, aber von wegen Bauarbeiten – Fehlanzeige. Ich kann es einfach absolut nicht brauchen, wenn mich jemand anlügt bzw. sichtlich versucht, sich herauszureden. Ich wage gar nicht, mir vorzustellen, was da wieder für Mißstände verantwortlich sind.

12:24 Uhr

War heute mal wieder in Stuttgart, einen Kaffee trinken. Im Bonatzbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs tut sich immer noch nichts. Lediglich die Leinwände mit Graffiti stehen an den Wänden herum. Im Prinzip geht diese sichtbare Untätigkeit seit Weihnachten so.

In der Holanka Bar das obligatorische, corona-bedingte Zettel-Ausfüllen, dessen Sinn ich irgendwie in Frage stelle, denn wer will aus den vermutlich hunderten von Zetteln denjenigen herausfinden, den ein Infizierter ausgefüllt hat?

Kurze Lektüre von John le Carrés neuem Buch „Federball“ (engl: „Agent Running In The Field“). Finde den deutschen Titel wenig ansprechend; mit Agenten hat er eigentlich gar nichts zu tun. Die Hauptperson spielt eben gerne Badminton.

Bei John le Carré fällt mir spontan Frederik Forsyths „Der Schakal“ ein, den ich denjenigen, die gerne Thriller lesen, unbedingt empfehlen kann.