Irakkrieg

Habe vorhin einen kritischen Artikel zur Rolle der Bundesrepublik im Irakkrieg entdeckt:

„Von einer „Neutralität“ der Bundesrepublik im Irakkrieg kann keine Rede sein. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig verwies 2005 im Urteil zum Fall des Major der Bundeswehr, Florian Pfaff, darauf, dass nach dem Haager Abkommen von 1907 – der so genannten Haager Landkriegsordnung – Unterstützungslieferungen an Konfliktparteien unterbunden werden müssten. Auch die Erlaubnis für die Nutzung des Luftraums ist danach nicht zulässig. Den allgemeinen Verweis der Bundesregierung auf die NATO-Verträge hielten die Richter für nicht stichhaltig. Für die Nutzung des deutschen Bodens und Luftraums und der Militärstützpunkte der USA in Deutschland zur Vorbereitung und Durchführung eines Militärschlags gegen den Irak gibt es keine Rechtfertigung.“–Tobias Pflüger

Zwei Fragen, die sich mir dabei stellen, sind: Waren 204.496 zivile Opfer1 wirklich nötig, nur um Saddam Hussein zu stürzen? Und: Wo waren denn die Massenvernichtungswaffen, die er angeblich hatte? Ging es nicht vielmehr um geostrategische Interessen (lies: Erdöl) der USA und ihrer Verbündeten?

1 Laut Statista. Es handelt sich dabei um die Summe aller zivilen Opfer von 2003 bis 2021.