Natron: Chroma-Keying

Vor einigen Wochen bin ich auf der Suche nach einer freien Compositing-Software auf Natron 2 gestoßen, weil ich hoffe, da einen besseren Chroma-Keyer zu finden als in Blender. Unten eine Einführung ins Keying mit Natron. In der Natron-Doku ist die betreffende Seite aber leider noch leer.

Der Keyer in Natron:

Der Chroma-Keyer in Natron 2.3.15

Und: Das oben erwähnte Tutorial (englisch) zu Chroma-Keying in Natron:

P. S.: Habe jetzt im Reference Guide von Natron doch etwas zum Thema „Chroma-Keying“ entdeckt.

Problem: Chroma-Keying (2)

Um ein Foto in Blender auszukeyen, habe ich, nachdem ein Versuch mit dem Keying Node gescheitert ist, nun den Chroma Key Node ausprobiert.

Ergebnis:

Versuch, in Blender einen Hintergurnd auszukeyen

Nicht so ganz das Wahre. Die Bluebox... im Gimp macht das jedenfalls deutlich besser.

Hier noch die Nodes:

Die Nodes des Chroma-Keyers in Blender 2.83

Und: Auch der Difference Key Node hat nicht viel gebracht:

Auskeyen mit dem Difference Key Node in Blender 2.83

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen (2)“.

Problem: Chroma-Keying

Während das Auskeyen eines Fotos mit dem Compositor in Blender neulich wunderbar geklappt hat, ist jetzt irgendwie der Wurm drin. Ich kann machen, was ich will: Entweder verändert sich das Bild überhaupt nicht, so wie hier

oder es wird fast alles ausgekeyt.

Ich habe schon via Discord im Blender-Meetup gepostet, und Enzio hat mir auch ein paar Tips gegeben, was ich falsch gemacht habe, aber grundsätzlich weitergekommen bin ich leider nicht. 🙁

Habe nochmal im Blender-Meetup gepostet, und ein anderer User hat mir als Feedback gegeben, daß Blender nicht für Luminanz-Keys ausgelegt wäre. Ein Versuch von mir hat das bestätigt: Ein Foto mit Greenscreen wurde anstandslos ausgekeyt.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Blender: Chroma-Keying“ sowie „Luminance Key Node“ in den Blender-Docs.

Gimp 2.10.18: Figur freistellen

Ich arbeite gerade das Tutorial von Bettina K. Lechner zum Gimp 2.8 durch, wo sie erklärt, wie man/frau eine Figur freistellt. Zuerst bin ich, wie ich zugeben muß, nicht ganz damit zurechtgekommen (Freistellen ist doch eine fortgeschrittene Technik, die auch ich noch nicht ganz beherrsche). Ich habe mich u. a. gefragt, wozu Frau Lechner vier Ebenen benötigt. Erst nach und nach hat sich mir erschlossen, dass alle vier Ebenen ihren Sinn haben, auch die oberste, „Hilfsebene“ genannte. Ich hatte zuerst überlesen, daß sie nur 50% Deckkraft hat. Nun bin ich also an der „Feinarbeit“ mit Pinseln verschiedener Stärke, um vor allem die Haare freizustellen. Frau Lechner schreibt, daß es unmöglich sei, jedes einzelne Haar zu übernehmen, und ich muß ihr da wirklich recht geben. Für Interessierte: Das Tutorial kommt im Buch auf Seite 266 ff. Ich kann es jetzt auch einigermaßen als PDF lesen, indem ich zwei Seiten nebeneinander anzeigen lasse.

Hier ein Auszug aus dem Tutorial von Bettina K. Lechner, das problemlos auf den Gimp 2.10.18, mit dem ich aktuell arbeite, übertragen werden kann.

Tutorial „Figur freistellen“, Buch S. 268 © Copyright 2014 by Bettina K. Lechner, O’Reilly. Mit freundlicher Genehmigung.

Und hier noch ein Screenshot von meinem Versuch, das Tutorial durchzuarbeiten (Gimp 2.10.18). Beachtet hier die vier Ebenen (ich hoffe, man/frau kann die Bezeichnungen einigermaßen lesen). Im Screenshot ist die oberste Ebene aktiv; das ist aber falsch. Gearbeitet wird mit Ebene drei, wo sich die Ebenenmaske befindet.

Screenshot „Figur freistellen“ mit dem Gimp 2.10.18

Ein Tip: Ich arbeite beim Freistellen mit nur einem Pinsel, den ich über den Reiter Werkzeugeinstellungen nach Bedarf vergrößere oder verkleinere. Mit [X] kann man/frau auch die Farbe von Schwarz in Weiß und umgekehrt ändern.

Nachdem ich (wie ich meinte) fertig war, sah das Foto jetzt schon einigermaßen brauchbar aus – allerdings nur gegen einen weißen Hintergrund.

Freigestellte Figur gegen weißen Hintergrund

Nachdem ich die weiße Ebene gelöscht hatte, sah das Foto nämlich so aus:

Freigestellte Figur mit Apha-Kanal

Da stellt sich nun das Problem, wie man/frau die fleischfarbene „Aureole“ wegbekommt. Meine spontane Lösung: Chroma-Keying. Zuerst wollte ich das – etwas umständlich – im Compositor von Blender machen, bis mir einfiel, daß der Gimp ja auch einen – relativ einfachen – Chroma-Keyer hat, und zwar die Bluebox im Paket gimp-gap, zu finden unter Video > Bluebox.... GAP steht hier für Gimp Animation Package. Und da ich dieses Paket zum Glück installiert habe, sah das Foto nach etwas Herumprobieren so aus:

Foto mit gimp-gap ausgekeyt.

Installieren kann man/frau gimp-gap unter Ubuntu über sudo apt-get install gimp-gap. Eigentlich dachte ich erst, daß das Freistellen dieses Fotos mit dem Gimp allein nicht ginge, aber wie man/frau sieht, habe ich mich da getäuscht.

Fazit: Im Grunde genommen genügt bei so einer Problemstellung (Freistellen vor einfarbigem Hintergrund) die Bluebox.

Die Bluebox im Gimp 2.10.18. Originalfoto: https://www.3d.sk.

Ergänzung: Mein Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen (2)“.

Blender: Chroma-Keying

Das finale Compositing. Software: Gimp 2.10.18

So, für meinen allerersten Versuch, in Blender einen grünen Hintergrund auszukeyen, ist das doch nicht schlecht, auch wenn ich das finale Compositing im Gimp 2.10.18 gemacht habe. Der Hintergrund ist vielleicht etwas zu knallig, aber was soll’s.

Seht auch meinen Beitrag „Blender: Chroma-Keying“.

Blender: Chroma-Keying

Vor (links) bzw. nach (rechts) dem Auskeyen

Mein allererster Versuch, in Blender einen grünen Hintergrund auszukeyen. Na ja, das Setup der Nodes habe ich soweit einigermaßen verstanden. Bleibt nur das Blau im Hintergrund, das ich noch wegbekommen muß.

Meine Nodes:

Nodes im Compositor von Blender 2.83

Success!!! 🙂 Ich habe Matte mit Image im Viewer verbunden und dann Clip White auf '0' sowie Clip Black auf '0,467' gesetzt. Jetzt ist das Bild sauber ausgekeyt. Dann noch das Ausgabeformat auf PNG mit RGBA und Film > Transparency. Wichtig: Dann das Bild rendern [F12] und abspeichern. That’s it! 😉

Und hier das Ergebnis:

Frau mit ausgekeytem Hintergrund

Ok, die Kanten der Figur sind noch nicht ganz glatt, aber das bekomme ich auch noch hin, und zwar mit ‚Feather Distance = 6‚:

Ich habe hier zur Demonstration ein Einzelbild genommen, aber das Ganze geht auch mit Videos. Dann muß man/frau lediglich den Input-Node Movie Clip nehmen.

Was ist Chroma-Keying?

Chroma Keying: Links die Frau mit Greenscreen, rechts ausgekeyt. Quelle: Wikimedia Commons. PictureYouth / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0).

Das sogenannte Chroma-Keying wird dazu benutzt, ein Objekt vor einem einfarbigen – meist blauen oder grünen – Hintergrund freizustellen und dann einen anderen Hintergrund einzufügen. Diese Technik kommt entweder beim Film in der Post-Production oder auch beim Fernsehen vor. Wichtig ist, daß der zu ersetzende farbige Hintergrund möglichst gleichförmig ausgeleuchtet wird. Fortgeschrittene Chroma-Keyer wie Ultimatte können sogar Schatten übernehmen. Man/frau unterscheidet Chroma-Keying per Hardware oder Software. Von Ultimatte gibt es beides: Neben (relativ teuren) Hardware-Lösungen gibt es auch Plug-ins (AdvantEdge) für verschiedene Post-Production-Software und sogar ein Plug-in für Photoshop. Letzteres wird einfach in den Plug-in-Ordner von Photoshop kopiert. Auch das 3D-Programm Blender hat einen Chroma-Keyer implementiert, und zwar als Node bzw. eigentlich als eine Kombination aus mehreren Nodes in der Compositing-Ansicht.