Artikel: „Chroma Keying mit dem Gimp“

Person vor Greenscreen. Foto: iStock.
Freigestellte Person. Der Greenscreen wurde mit dem Gimp ausgekeyt.

Am 18.11.2021 kam die Dezember-Ausgabe 12/2021 des Magazins LinuxUser heraus. Auf S. 54 ff. ist ein Artikel von mir abgedruckt. Titel: „Ohne Hintergrund“; Thema: „Chroma Keying mit dem Gimp“. Chroma Keying wird vor allem im Bereich visual fx oder beim Fernsehen verwendet. Im Prinzip wird eine „key color“ – üblicherweise Grün oder Blau – durch einen transparenten Hintergrund ersetzt (s. Beispiel oben). Daß das auch mit dem Gimp geht und u. U. beim Freistellen viel Arbeit erspart, habe ich eher durch Zufall entdeckt und dabei festgestellt, daß der Chroma Keyer vom Gimp gar nicht ohne ist.

Schlaflos in Ludwigsburg (25)

Es ist 01:20 Uhr. Versuche, mir darüber klar zu werden, wie der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP auf mich wirkt. Irgendwie erscheint er mir zu positiv, so als wäre Deutschland ein Wolkenkuckucksheim. Hmmm, kann das sein? Ansonsten: Milchkaffee, wie üblich um diese Zeit. Am 18.11. kam mein zweiter Artikel für die Zeitschrift LinuxUser heraus, in dem es um „Chroma Keying mit dem Gimp“ geht.

Aktuelles

Mit gimp-gap freigestellter Frauenkopf. Originalfoto: https://www.3d.sk.

Nachdem ich seit August d. J. freier Autor beim Magazin „LinuxUser“ bin, habe ich in der aktuellen Ausgabe 12/2021 den Artikel „Ohne Hintergrund“ geschrieben, in dem es um das sehr zu Unrecht wenig benutzte Feature „Chroma-Keying mit dem Gimp“ geht. Voraussetzung hierfür ist die Installation des Paketes gimp-gap, mit dem unter dem Menüpunkt „Video“ ein gar nicht so schlechter Chroma-Keyer zur Verfügung steht, der das Entfernen einfarbiger Hintergründe (üblicherweise Blue- oder Greenscreens) wesentlich vereinfacht.

Grenzen

Fehler beim Auskeyen eines Fotos. Software: Gimp 2.10.18.

Wie in obigem Bild unschwer zu erkennen, stößt auch die im Gimp verfügbare Bluebox... hier an ihre Grenzen. Da müßte man/frau schon so einen guten Chroma-Keyer wie Ultimatte haben. Die Bluebox... setzt allerdings die Installation des Pakets gimp-gap voraus. Aufgerufen werden kann dieser gar nicht so schlechte Chroma-Keyer dann über Video > Bluebox....

Freistellen ist out

Mit der Bluebox ausgekeyter Hintergrund. Originalfoto: https://www.3d.sk.

Ja?, werden manche sagen? Yep! Jetzt ist nämlich Chroma-Keying mit der mittels gimp-gap in den Gimp integrierbaren Bluebox angesagt. Da gehört mühseliges Freistellen der Vergangenheit an. Was in der Post-Production und im Fernsehen schon lange üblich ist, kann auch mit dem Gimp erreicht werden, genauer gesagt über das nachträglich zu installierende Paket gimp-gap. Spätestens hier wird klar, daß der Gimp wirklich nicht ohne ist, unterstützt beispielsweise Photoshop Chroma-Keying m. W. nicht, jedenfalls nicht ohne Plug-in.

Nach erfolgter Installation kann der Chroma-Keyer mittels Video > Bluebox... aufgerufen werden. Dann am besten mit den Einstellungen herumprobieren, bis man/frau die entsprechenden Erfahrungswerte gesammelt hat. That’s it!

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen (2)“.

Nochmal: Freistellen im Gimp 2.10.18

Aneta freigestellt. © Copyright 2020 by Claus Cyrny. Originalfoto von 3d.sk.

An dieser Stelle möchte ich nochmal auf meinen voriges Jahr geposteten Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen“ hinweisen. Sauberes Freistellen geht eben nicht nur in Photoshop. Nachdem ich zuerst ein Tutorial der Buchautorin Bettina K. Lechner durchprobiert habe, konnte ich dann aber doch erst mit der Bluebox... des Gimp zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Die Bluebox...– zu finden bei installiertem Paket gimp-gap unter Video > Bluebox... – ist ein sogenannter Chroma-Keyer, der zwar sauber freistellt, aber nur gut bei einem einfarbigen Hintergrund – üblicherweise einem Bluescreen oder Greenscreen – funktioniert.

Gimp-Buch?

Nach meinem vor ein paar Tagen geposteten und zugegebenermaßen kritischen Beitrag „Bücher über den Gimp“ spiele ich mit dem Gedanken, das Buch zum Gimp zu schreiben, das die ganzen Klischees, die in diesem Bereich üblich sind, souverän hinter sich läßt. Dieses – noch hypothetische – Buch wäre ein einem – bei dieser Art von Büchern eher unüblichen – sehr persönlichen Stil verfaßt und würde all‘ das enthalten, was bei den derzeit im Handel erhältlichen Büchern zum Thema fehlt. Ich spiele mit dem Gedanken, hier einen ersten Entwurf von, sagen wir, einer Probeseite zu posten.

Weiterführender Link: Mein Beitrag zum imho kaum, wenn überhaupt behandelten Thema „Chroma-Keying mit Gimp GAP“.

Bücher über den Gimp

Nach der Durchsicht der diversen Literatur, die es über den Gimp gibt und die mich ehrlich gesagt durchweg nicht so besonders überzeugt, träume ich von dem ultimativen Gimp-Buch, in dem wirklich coole Sachen zu finden sind (ist ja – yep! – mit dem Gimp auch möglich). Statt dessen – Entschuldigung – absolut „hausbackene“ Sachen, die imho allenfalls einen Anfänger beeindrucken. Überdies sind diese Bücher auch alle mehr oder weniger nach „Schema F“ gestrickt – als ob es nicht auch anders ginge.

Mit das umfangreichste Gimp-Buch ist „Gimp 2.10“ von Jürgen Wolf, erschienen im renommierten Rheinwerk-Verlag (eine Leseprobe). Doch: Ungeachtet des Umfangs von 923 Seiten gelingt es dem Autor nicht, über das Mittelmaß hinauszuwachsen. Es heißt da zwar im Verlagstext zum Buch

„Mit diesem umfassenden Handbuch bleiben keine Fragen offen: Sie lernen GIMP von A bis Z kennen und erfahren, was wirklich in der Software steckt.“—Rheinwerk-Verlag

aber andererseits erhielt ich vom Verlag auf eine Email von mir die Antwort, daß „dieses Buch einem Profi eher nicht gerecht werde“. Da frage ich mich, was es bedeutet, wenn es da heißt „Mit diesem umfassenden Handbuch bleiben keine Fragen offen …“. Für mich jedenfalls tut sich da ein Widerspruch auf, ist in diesem Buch doch, um nur ein Beispiel herauszugreifen, nichts zum Thema Chroma-Keying mittels Gimp-GAP1 zu lesen.

Da ich morgen sowieso in Stuttgart bin, werde ich mir das obige Buch nochmal anschauen, aber ich bezweifle sehr, daß ich meine Meinung grundsätzlich ändern werde.

Irgendwie tut es mir ja leid, wenn ich hier so kritisch bin, hatte ich doch alles in allem einen freundlichen Email-Verkehr mit dem Rheinwerk-Verlag, aber ich habe eben – gerade auch durch meine Beschäftigung mit Visual FX – ein relativ hohes Qualitätsbewußtsein.

Weiterführende Links: Das offizielle Handbuch zum Gimp 2.10 , mein Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen“ sowie meine Beiträge „Gimp-Galerien“ und „Jürgen Wolf: Gimp 2.10“.

1 GAP = Gimp Animation Package. Enthält u. a. einen – wie ich finde, gar nich schlechten – sogenannten Chroma-Keyer (Video > Bluebox...). GAP muß natürlich installiert sein; von Haus aus ist es im Gimp nicht enthalten. Unter Ubuntu kann man/frau es etwa über den Paketmamager Synaptic installieren (Paket gimp-gap) oder – alternativ – über sudo apt-get install gimp-gap.

Natron: Chroma-Keying

Vor einigen Wochen bin ich auf der Suche nach einer freien Compositing-Software auf Natron 2 gestoßen, weil ich hoffe, da einen besseren Chroma-Keyer zu finden als in Blender. Unten eine Einführung ins Keying mit Natron. In der Natron-Doku ist die betreffende Seite aber leider noch leer.

Der Keyer in Natron:

Der Chroma-Keyer in Natron 2.3.15

Und: Das oben erwähnte Tutorial (englisch) zu Chroma-Keying in Natron:

P. S.: Habe jetzt im Reference Guide von Natron doch etwas zum Thema „Chroma-Keying“ entdeckt.

Problem: Chroma-Keying (2)

Um ein Foto in Blender auszukeyen, habe ich, nachdem ein Versuch mit dem Keying Node gescheitert ist, nun den Chroma Key Node ausprobiert.

Ergebnis:

Versuch, in Blender einen Hintergurnd auszukeyen

Nicht so ganz das Wahre. Die Bluebox... im Gimp macht das jedenfalls deutlich besser.

Hier noch die Nodes:

Die Nodes des Chroma-Keyers in Blender 2.83

Und: Auch der Difference Key Node hat nicht viel gebracht:

Auskeyen mit dem Difference Key Node in Blender 2.83

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen (2)“.