„Calla“ 2x

„Calla“ vorher und nachher © Copyright 2017 by Claus Cyrny

Ein 2017 gemachtes Foto einer Calla, vor und nach der Bearbeitung im Gimp. Der verwendete Filter war ein Cross-processing-Filter aus der FX Foundry. „Cross-processing“ – wieder so ein englisches Wort – bedeutet in der Fotografie, daß man/frau einen Diafilm wie einen Farbnegativfilm entwickelt und umgekehrt. Dadurch entstehen gewisse farbliche Verfremdungseffekte (siehe oben).

Weiterführender Link: „Gimp 2.10.18: FX Foundry installieren“.

Gimp 2.10

Das Interface des Gimp 2.10 im Zweifenster-Modus

Ich arbeite sehr gern mit dem Gimp und tue mich schwer, wenn Leute behaupten, der Gimp sei unintuitiv. Ok, ich arbeite schon seit ca. 2002 mit ihm, seitdem ich auf Linux – zuerst SuSE 7.3, dann Mandrake und schließlich Ubuntu – umgestiegen bin. Dank Shortcuts (dt.: Tastaturkürzeln) kann man vieles vereinfachen. Man/frau kann auch seine eigenen Shortcuts definieren.

Die Toolbox ist mitttlerweile dank Flyouts deutlich aufgeräumter als noch beim Gimp 2.8, obwohl ich von letzterem ein Filterpaket vermisse, mit dem man u. a. einen schönen Cross-Processing-Effekt hinbekommen konnte. Ob dieses Paket (FX Foundry) auch für den Gimp 2.10 gibt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. (Doch – siehe hier.) Der Begriff Cross-Processing kommt eigentlich von der Filmentwicklung und bedeutet, daß man einen Diafilm wie einen Farbnegativfilm entwickelt und umgekehrt. Dabei entstehen interessante Farbeffekte. Die FX Foundry besteht aus 116 Scripts, die man/frau nach dem Herunterladen unter Linux einfach in /usr/share/gimp/2.0/scripts kopieren muß. Dann den Gimp neu starten. Jetzt erscheint oben in der Menüleiste ein neuer Eintrag FX-Foundry. Voilà.

Ein Manko beim Gimp – auch noch im Gimp 2.10 – ist das sehr unkomfortable Textwerkzeug. Auch die Pinseleinstellungen sind nicht ganz leicht zu finden. Im Tab „Pinsel“ kann man/frau sie jedenfalls nicht editieren (nur neu erstellte Pinsel). Summa summarum kann ich den Gimp aber wirklich empfehlen, zumal seit Version 2.10 auch Farbtiefen von 16- bzw. 32-bit pro Kanal unterstützt werden.