Schlaflos in Ludwigsburg (52)

Habe gerade – es ist inzwischen 01:12 Uhr – den Artikel „Die Zerstörung der Linken“ bei der FAZ entdeckt, der eine Standortbestimmung der LINKEN versucht. Und: Bin bei Muck Rack als freier Autor gelistet, nachdem ein Artikel von mir ins Englische übersetzt wurde und im Linux Magazine erschien.

Was – leidiges Thema – die Ampel-Koalition angeht, war deren inkonsequente Haltung eigentlich schon in den aufgesetzten Statements bei der Pressekonferenz zu spüren, auf der der Koalitionsvertrag vorgestellt wurde. Richtiger Aufbruch sieht einfach anders aus – sorry.

Schreibe gerade an einem dritten Artikel für das Magazin LinuxUser, der „Pfadeffekte in Inkscape“ zum Thema hat.

Zu Fridays for Future: War gestern nochmal im Online-Chat, fühle mich da aber absolut unwohl. Gründe? Zum einen der große Altersunterschied, dann aber auch das Gefühl, einfach nicht dazuzugehören. Kein „Hallo, schön, daß Du da bist.“ o. ä.

Auf YouTube „Maniac“ aus dem Tanzfilm „Flashdance“ (1983).

Die Ampel: Kritik von der LINKEN

Zitat aus dem Video:

“ [ … ] aber wie sie den nötigen Schritt nach vorn schaffen wollen, das ist mir tatsächlich auch ein Rätsel.“ –Jörg Schindler

Dieser Kommentar stützt denn auch meine persönliche Einschätzung, daß die Ampel im Endeffekt den Status quo auch nicht aufgeben will. Mahlzeit! kann ich da nur sagen. Das wird heiter.

Wer sind die Guten?

Nachdem mein Vertrauen in die Ampel zusehends abbröckelt, sehe ich mich notgedrungen nach Alternativen um, wobei mir DIE LINKE ins Blickfeld gerückt ist, deren Programm mir durchaus sympathisch ist. Nur: Ich mußte leider feststellen, daß sowohl Oskar Lafontaine als auch seine Ehefrau Sahra Wagenknecht zu dem NachDenkSeiten von Albrecht Müller verlinkt haben. Diese Seiten sind mir nun negativ aufgefallen, da von ihnen bzw. von einem Gesprächskreis der NachDenkSeiten zur anscheinend AfD-nahen Seite „Unser Mitteleuropa“ verlinkt wird, auf der einige Artikel des AfD-Mitglieds Petr Bystron zu finden sind. Eine Email, die ich mit der Bitte um Aufklärung an die NachDenkseiten geschickt hatte, wurde nicht beantwortet. Tja. Langsam frage ich mich, wem man denn überhaupt noch trauen kann.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Abgründe“.

Karl Lauterbach

Foto von Markus Spiske auf Unsplash. Modifikationen von mir.

Auf der Website von Oskar Lafontaine von DER LINKEN entdeckt: Der Artikel „Der Bock wird zum Gärtner“. Pharma-Lobbyist Karl Lauterbach wird Bundesminister für Gesundheit. Mahlzeit! kann ich da nur sagen. Das liegt ja auch ganz auf der Linie dessen, was die Ampel sonst so bietet.

Janine Wissler auf YouTube

Ein, wie ich finde, wichtiges Video zu den Themen „Corona“ und „Ampel“. Neben den Versäumnissen der vergangenen Monate, was „Corona“ anbetrifft, erwähnt Janine Wissler von Der LINKEN z. B. auch den Plan der Ampel, bewaffnete Drohnen anzuschaffen. Dabei ist im Koalitionsvertrag doch noch von „Abrüstung“ die Rede. Was denn nun?, könnte man fragen, so nach dem Motto: Wir lügen den Leuten einfach was vor; was wir dann im Endeffekt machen, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Gute Arbeit?

Screenshot von der Website der LINKEN

Ich meine, das ist ja löblich, wenn Die LINKE „Gute Arbeit für alle“ fordert, nur: das ist leider ein veraltetes Paradigma, eben noch 20. Jahrhundert. Im Zuge der Digitalisierung werden Millionen von Jobs wegfallen. Zielführend ist meiner Ansicht nach eher, die Begriffe „Arbeit“ und „Freizeit“ neu zu definieren und etwa ein bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen – etwas, das Die LINKE offenbar auch im Sinn hat.

Zitat:

„Die Linke will Hartz IV durch ein Mindesteinkommen von 1.200 Euro ersetzen. Und bis das geschieht, sollte Hartz IV umgehend auf 658 Euro erhöht werden, plus Übernahme der Wohn- und Stromkosten. Dieser Betrag ergibt sich, wenn man in Rechnung stellt, wieviel Geld zu einem Leben in Würde wirklich notwendig ist.“–Die LINKE

Warum, so frage ich mich, tun sich unsere Regierenden mit der (im Grundgesetz garantierten) Würde des Menschen so unglaublich schwer? Auf gut Deutsch nennt man so etwas Heuchelei.

Greenwashing

Hier noch ein Zitat aus dem Artikel „Greenwashing: Business as Usual in Glasgow“ auf der Website der LINKEN:

„Um zu sehen wie Greenwashing betrieben wird, brauchen wir allerdings nicht extra nach Glasgow zu schauen, wie leer Versprechungen bezüglich Klimaschutz sind, können wir sehr gut bei den Verhandlungen zur Ampel-Koalition beobachten. Ohne die notwendigen Steuererhöhungen für Reiche, um tatsächlich auch Geld für Investitionen zu haben sowie ohne Ordnungspolitik, wie z.B. ein Tempolimit, funktioniert Klimaschutz nicht.“–Didem Aydurmus

Das Geld ist da

Im zweiten Quartal 2021 belief sich das Privatvermögen aller Deutschen auf € 7.325,3 Milliarden. Das Geld ist also da. Weshalb werden die Reichen – egal, von welcher Regierung – dann so geschont, zumal wir dieses Geld dringend bräuchten? Noch ein Artikel auf der Seite der Hans-Böckler-Stiftung, betitelt „Wie sind die Vermögen in Deutschland verteilt?“.

Zitat:

„Insgesamt besitzen die wohlhabendsten zehn Prozent der Haushalte zusammen etwa 60 Prozent des Gesamtvermögens, netto, also abzüglich Schulden. Die unteren 20 Prozent besitzen gar kein Vermögen. Etwa neun Prozent aller Haushalte haben negative Vermögen, sie sind verschuldet.“

Und – ein weiterer Link: Die reichsten Deutschen bei Forbes.

Da die LINKE leider nicht an der neuen Bundesregierung beteiligt sein wird, wird sich da vermutlich auch nicht viel ändern, u. a. dank Fortschrittsbremser FDP („Innovation statt Verbote“)1, die sich zwar ökologisch geben, im Grunde genommen den Status quo aber erhalten wollen (kein Tempolimit, keine höhere Besteuerung etc.).

1 Die FDP schreibt auf ihrer Website: „Tempolimits, Diesel- oder Motorradfahrverbote sind weder progressiv noch nachhaltig.“ Was heißt denn in diesem Zusammenhang „progressiv“? Das wird nicht erklärt. Eigentlich heißt „progressiv“ ja „fortschrittlich“. Soll es also nicht fortschrittlich sein, 2 Millionen Tonnen CO2 einzusparen? Und nicht nachhaltig? Auf welchem Planeten leben die denn?

Nochmal zur COP26

Auf der Website der LINKEN lese ich Folgendes:

„Obwohl wir seit Jahrzehnten über die nahende Klimakatastrophe Bescheid wissen und die Konsequenzen in vielen Teilen der Welt bereits jetzt zu Hunger, Elend und Tod führen und es weltweit Millionen von Toten durch Luft- und Wasserverschmutzung gibt, bleibt es in Glasgow bei leeren Versprechungen.“–Didem Aydurmus

Leere Versprechungen und mehrere 100 Millionen Euro (!) an Kosten – sind das die Ergebnisse der COP26?