Django Reinhardt und die elektrische Gitarre (1946 – 1953)

Django Reinhardt (links) und der amerikanische Gitarrist Harry Volpe (rechts) 1946.

Von Puristen mißtrauisch angesehen, sind die Aufnahmen, die Django Reinhardt mit elektrisch verstärkter Gitarre – und hier vor allem 1947 – gemacht hat, für mich oft eine Offenbarung, und ich komme beim Anhören zu dem Schluß, daß Django Reinhardt genau wußte, was er tat. Weshalb sollte er sonst ab 1947 – von einigen Ausnahmen abgesehen – nur noch elektrisch verstärkt spielen?

Die Gitarre, die Django Reinhardt auf dem Foto oben spielt, ist übrigens eine Gretsch Synchromatic 400 von 1939 mit DeArmond-Tonabnehmer, die eigentlich dem Gitarristen Artie Narvaez gehörte.

„Djangology“: Redesign

Screenshot meiner Django-Reinhardt-Seite „Djangology“

Bin ja nach wie vor am Überlegen, ob ich meine Django-Reinhardt-Seite „Djangology“ nicht neu designen und unter dem CMS ExpressionEngine erneut online stellen soll, da sie leider nicht responsiv ist. Der Grund für die Verzögerung ist hauptsächlich Bequemlichkeit. Darüber hinaus muß ich zu meiner Verteidigung aber sagen, daß ich gerade gleichzeitig an mehreren Sachen arbeite. So habe ich mir beispielsweise vorgenommen, außer dem Artikel über DNEG eine Seite eines – vielleicht – kommenden Gimp-Buches „Gimpology“ zu entwerfen, wobei ich mich aber auch frage, ob dieses Buchprojekt nicht vielleicht leichter Größenwahn ist, bedeutet das doch immens viel Arbeit – ich denke da nur an all‘ die Screenshots.

„Porto Cabello“

In Audacious läuft gerade „Porto Cabello“ (1947) von Django Reinhardt, und was mir u. a. auffällt, ist die unglaublich gute Rhythmusgitarre von – der Diskographie zufolge – Eugene Vées. Django Reinhardt selbst ist natürlich so gut wie immer. „Porto Cabello“ fängt zuerst langsam an, dreht dann aber mächtig auf. Ich habe diese Aufnahme noch auf einer LP, die ich 1982 oder 1983 geschenkt bekommen habe.

Django Reinhardt (2)

Django Reinhardt 1946 in New York. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Ich könnte – wie auch jetzt – eine ganze Weile nur Django Reinhardt hören, den ich einfach unglaublich finde. Dabei höre ich – nichts für Puristen – vorwiegend seine Aufnahmen mit elektrisch verstärkter Gitarre aus dem imho so reichen Jahr 1947.