Das Problem mit dem Copyright

Was, ein schwarzes Rechteck? Was soll dennn das? Das ist bitteschön nicht der Monolith aus „2001“ und auch kein „black painting“ von Ad Reinhardt. Dieses schwarze Rechteck markiert den Platz, an dem copyright-geschützte Inhalte stehen könnten – könnten, wie gesagt, wenn ich als privater Blogger a) die finanziellen Mittel hätte, um entsprechende Copyright-Gebühren zu bezahlen oder b) entsprechende Connections zur US-amerikanischen Filmindustrie hätte. Nachdem ich ja schon mehrfach von Warner Bros. – in Deutschland sowie in den USA – eine Abfuhr bekam (es ging dabei einmal um das Posten von Stills aus „The Matrix“ von 1999 und einmal um Stills aus „2001“), habe ich mich per Brief an Metro Goldwyn Mayer gewandt, die „2001“ 1968 in die Kinos brachten. Keine Antwort, jedenfalls bis heute.

Verwendet jemand wie Andy Warhol für einen Siebdruck ein Foto, ist das – so entschied der amerikanische Bezirksrichter John G. Koeltl – fair use. Wenn die ungarische Fotokünstlerin Flóra Borsi sich selbst per Photoshop in ein s/w-Foto von Marilyn Monroe einfügt, und das wie gesagt, ohne den Fotografen überhaupt zu nennen, passiert – gar nichts! Wo ist da die Gerechtigkeit?, könnte man da fragen.

Wie komme ich eigentlich auf dieses Thema? Hmmm, ich habe mir ja vor meinem vorletzten Beitrag das Video des Vortrags „Cinema of the Future“ von Douglas Trumbull angeschaut, das ungefähr eine Stunde ging. Am Ende, im Nachspann, wurde darauf hingewiesen, daß dieses Video nicht aufgezeichnet werden dürfe; sogar Screenshots seien verboten. Ich fühle mich durch diese Politik jedenfalls empfindlich eingeschränkt. Angenommen, ich würde mich – rein hypothetisch – über dieses Verbot hinwegsetzen und hier etwa ein paar Screenshots aus dem Vortrag posten, wie würde da ein Richter entscheiden?

In diesem Zusammenhang fällt mir auch das Buch „Free Culture“ von Lawrence Lessig ein, in dem der Autor u. a. eine Reihe sehr aufschlußreicher Beispiele erwähnt, womit man/frau beim Thema „Copyright“ konfrontiert werden kann, so etwa den Dokumentarfilmer Jon Else, der für 4 ½ Sekunden eines Clips aus der Serie „Die Simpsons“ $ 10.000,- an Fox bezahlen sollte – eine Summe, die er natürlich nicht hatte.

Summa summarum finde ich – worauf ich bereits an anderer Stelle hingewiesen habe – die jetzige Situation mehr als unbefriedigend, und ich finde, daß hier – auch und gerade in Anbetracht der Möglichkeiten der digitalen Medien – ein neuer, erweiterter Copyright-Begriff eingeführt werden sollte.

Douglas Trumbull: „Cinema of the Future“

Douglas Trumbull. Foto © Copyright 2021 by FMX 2021. Mit freundlicher Genehmigung.

Habe mir gerade Douglas Trumbulls Vortrag „Cinema of the Future“ angeschaut, den er anläßlich der FMX 2021– Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media gehalten hat. Schade nur, daß ich hier keine der z. T. wirklich beeindruckenden Bilder posten darf. Habe ja sogar per Brief bei Metro Goldwyn Mayer in Beverly Hills nachgefragt, ob ich ein paar Stills aus „2001: A Space Oddyssey“ (1968) posten darf, aber bis jetzt leider keine Antwort erhalten. 🙁

Douglas Trumbull favorisiert ein immersives Kinoerlebnis, bei den der Zuschauer ganz in das Geschehen eintaucht – ein Geschehen, das von der Realität nicht mehr zu unterscheiden ist. Neben dem Einsatz neu zu bauender kuppelförmiger Kinos hält Douglas Trumbull die bis heute übliche Framerate von 24 Bildern pro Sekunde nicht für ausreichend. Möglich sind beispielsweise 60 Frames pro Sekunde für 2D und 120 Frames für 3D.

Heute habe ich ein Interview entdeckt, das Eric Kohn von IndieWire im Mai d. J. mit Douglas Trumbull gemacht hat.

Ein kurzes Zitat:

„Special effects have gone all digital. As I watch a lot of these movies, my experience has been that I see mind-boggling things achieved by CGI, including flames and water, all kinds of spacecrafts and alien planets. The problem is that you give it about two years, look at it again, and think actually, this doesn’t look as good as I thought. It doesn’t age well.“—Douglas Trumbull

Ich persönlich sehe das ähnlich. Den digitalen Effekten von heute fehlt einfach irgendwie die „Substanz“. Mein Favorit aus „2001“ ist die Sequenz, in der die von der Erde kommende Raumfähre zu den Klängen von „An der schönen blauen Donau“ an die rotierende Raumstation andockt. Diese – noch nicht mal ganz fertige – Raumstation ist so voller Details, daß es einfach unglaublich ist. Auch das Spiel von Licht und Schatten finde ich absolut poetisch und bis heute unübertroffen.

Aktuell arbeitet Douglas Trumbull, soweit ich weiß, an einem neuen Science-Fiction-Film, bei dem er Regie führen wird.

Verpaßt!

Douglas Trumbull © Copyright 2021 by FMX 2021.

Wie ich gerade gesehen habe, habe ich bei der gerade stattfindenden FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media doch total die Q & A Session mit Douglas Trumbull verpaßt. 🙁 Ich war irgendwie der Meinung, das sei erst heute. My! Na ja, da kann man/frau auch nichts machen. Wenn diese Veranstaltung nicht so spät (23:30 Uhr) gewesen wäre, wäre mir das vermutlich nicht passiert. Mal sehen, vielleicht gibt es eine Aufnahme der Session bzw. des Vortrags.

Interview mit Douglas Trumbull (3)

Douglas Trumbull © Copyrigth 2021 by FMX 2021. Mit freundlicher Genehmigung.

Wie mir Frau Steller von der FMX 2021– Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media mitgeteilt hat, kann das geplante Interview mit Douglas Trumbull leider nicht stattfinden. Dafür hat mich Frau Steller an die Q & A Session verwiesen, wo die Möglichkeit besteht, Douglas Trumbull Fragen zu stellen.

Interview mit Douglas Trumbull (2)

Wie mir Frau Steller von der FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media geschrieben hat, könnte das etwas mit dem geplanten Interview mit Douglas Trumbull werden; lediglich ein Termin steht noch nicht fest.

Douglas Trumbull © Copyrigth 2021 by FMX 2021. Mit freundlicher Genehmigung.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Interview mit Douglas Trumbull“.

Interview mit Douglas Trumbull

Douglas Trumbull (rechts) auf der FMX 2012. Foto © Julian Herzog. Lizenz: CC-BY-4.0.

Habe bei der FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media nachgefragt, ob ich ein Interview mit Douglas Trumbull machen könnte. Douglas Trumbull war u. a. für die Effekte in Stanley Kubricks Film „2001: A Space Odyssey“ (1968) mitveranwortlich. 1972 hat Trumbull dann seinen eigenen Science-Fiction-Film „Silent Running“ mit Bruce Dern gedreht und war 1982 für die Effekte in Ridley Scotts „Blade Runner“ zuständig.

Falls ihr Fragen an Douglas Trumbull habt, könnt ihr mir gerne eine Email schreiben. Ich werde sehen, ob ich die Fragen in das Interview aufnehmen kann.

Mehr über Douglas Trumbull könnt ihr auch auf der FMX-2021-Website sowie in der englischsprachigen Wikipedia nachlesen.

FMX 2021: Pressekonferenz (2)

Gestern habe ich ja an der in englischer Sprache stattfindenden, von Pressesprecherin Franziska Ullrich moderierten Pressekonferenz der kommenden FMX 2021– Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media teilgenommen. Nachdem Mario Müller (Project and Program Manager der FMX) sowie Tina Ohnmacht (Head of International Network und Dozentin am Animationsinstitut) in der ersten halben Stunde eine Übersicht über die Highlights dieser nunmehr zum 25. Mal stattfindenden Konferenz gegeben hatten, wurden in den verbleibenden fünfzehn Minuten Fragen beantwortet. Das Ganz fand via Zoom-Client statt, den ich mir unter Ubuntu problemlos installieren konnte.

Ich selber kenne die FMX (kurz für Film and Media Exchange; Film- und Medienbörse) seit 1998. 2007 hatte ich dann das Glück, von der damaligen Pressesprecherin Frau Steller akkreditiert zu werden, und seitdem berichte ich in verschiedenen Blogs über die alljährlich Ende April/Anfang Mai stattfindende Konferenz.

Nachdem ich mich gestern zur diesjährigen – wegen Corona online stattfindenden – FMX 2021 angemeldet habe, habe ich wegen eines möglichen Interviews mit Douglas Trumbull angefragt, der u. a. für die visual fx von „2001: A Space Odyssey“ (1968) von Stanley Kubrick verantwortlich war und der ein paar Jahre danach den Science-Fiction-Film „Silent Running“ (1972) gedreht hat.

Hier noch ein paar Screenshots von der Pressekonferenz. Zusätzliches Bildmaterial wird evt. noch folgen.

Warten auf die Pressekonferenz. © Copyright 2021 by FMX 2021.
Von links nach rechts: Tina Ohnmacht, Mario Müller und Franziska Ullrich. © Copyright 2021 by FMX 2021.
Mario Müller. © Copyright 2021 by FMX 2021.
Tina Ohnmacht. © Copyright 2021 by FMX 2021.
Franziska Ullrich. © Copyright 2021 by FMX 2021.

FMX 2021: Akkreditierung

Nach der gestrigen, ungefähr 45 Minuten dauernden und von Pressesprecherin Franziska Ullrich geleiteten Pressekonferenz habe ich mich kurz entschlossen für die kommende FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media akkreditiert, was auch ohne Probleme ging, nehme ich doch – mit Unterbrechungen – seit 2007 an der FMX teil. Die diesjährige FMX 2021 findet angesichts der immer noch andauernden Corona-Pandemie online statt.

Neben dem Spotlight Digital Humans – ein spannendes Thema, das mich sehr interessiert – würde ich gern ein Interview mit Douglas Trumbull machen, der u. a. für die Effekte des Science-Fiction-Meilensteins „2001: A Space Odyssey“ (1968) verantwortlich war.