Perspektivwechsel

Cover © Copyright 2015 by C. H. Beck

Wer Russland einmal von einer anderen Seite sehen will, dem sei das Buch „Russland verstehen“ von Gabriele Krone-Schmalz empfohlen.

Zitat:

„Haben Sie einmal darauf geachtet, wie in Politik und Medien beim Thema Ukraine mit den Begriffen EU und Europa umgegangen wird? In gefühlten neunzig Prozent der Fälle müsste es EU und nicht Europa heißen. Aber diese Begriffe lösen Unterschiedliches aus, weil sie unterschiedlich besetzt sind. Platt formuliert: Europa stellt einen Wert dar, die EU eher ein Ärgernis und zunehmend ein Risiko. Es sind diese entlarvenden unterschwelligen Wertungen, die immer wieder zeigen, wie tief das negative Russlandbild sitzt.“–Gabriele Krone-Schmalz

Ja, das „negative Russlandbild“. Ich persönlich halte jede Schwarz-Weiss-Malerei für gefährlich, weil sie der viel komplexeren Realität zu wenig Rechnung trägt. Wir kennen das ja aus unseren Medien: die „gute“ EU (oder NATO) und das „böse“ Russland. Hier gilt es gegenzusteuern, und der erste Schritt ist, sich gut zu informieren. Dazu bietet sich, wie ich finde, das obige Buch an.

Weiterführende Links: Mein Beitrag „Angriff auf die Ukraine?“ sowie ein Interview mit Gabriele Krone-Schmalz bei den Nachdenkseiten1.

Zitat:

„Die USA haben keinerlei Interesse an einem wie auch immer geeinten oder zusammenarbeitenden Eurasien. Das kann man auch schwarz auf weiß in entsprechenden Strategiepapieren nachlesen.“–Gabriele Krone-Schmalz

Weiterführender Link: Der Artikel „Sie haben eine Art, die mir auf die Nerven geht“ beim „Spiegel“.

1 Es scheint sich hier allerdings um Corona-Leugner zu handeln.