Pfadeffekte in Inkscape

Ein in Inkscape 0.9.2 erstellter Pfadeffekt

Sieht kompliziert aus, ist es aber nicht. Der Schlüssel sind in Inkscape erzeugte Pfadeffekte. Man/frau definiert nur die beiden äußeren Kurven und die Anzahl der Wiederholungen, den Rest rendert Inkscape.

Und: Das Ganze geht auch mit farbigem Verlauf, etwa so:

Pfadeffekt mit im Gimp hinzugefügtem farbigem Verlauf

Farbverläufe generieren

Als Ergänzung meines Beitrags „ImageMagick: Farbverläufe“ habe ich nun versucht, mittels Gimp 2.10 diesen Farbverlauf quasi „nachzubauen“. Das Ergebnis: Ganz denselben habe ich leider nicht hinbekommen. Dabei ist es technisch gesehen gar nicht so schwierig, einen Verlauf zu erzeugen, der dem mittels ImageMagick erzeugten wenigstens nahekommt. Hier jedenfalls die beiden Beispiele:

Mittels ImageMagick erzeugter Farbverlauf
Ein Versuch, denselben Farbverlauf im Gimp hinzubekommen

Wie habe ich die zweite Version nun hinbekommen? Der Schlüssel ist eine Ebenenmaske, mit der ich zwei Ebenen überblendet habe, nachdem ich zuerst einen Verlauf von Rot nach Gelb erzeugt habe. Dann habe ich auf einer zweiten Ebene den Verlauf von Blau nach Cyan erzeugt. Als nächsten Schritt habe ich die zweite Ebene unter die erste geschoben und dann mit einem vertikalen Verlauf von Schwarz nach Weiß eine Ebenenmaske erzeugt. Zum Schluß habe ich beide Ebenen verbunden und das Ergebnis als JPG abgespeichert.

Und noch ein Beispiel von der ImageMagick-Website:

Mit ImageMagick erzeugter Plasma-Farbverlauf

Der Code ist dabei relativ simpel:

convert -size 625x625 plasma:red-blue plasma_range4.jpg

Dieses letzte Beispiel dürfte im Gimp nur schwer bzw. gar nicht zu erzeugen sein.

Blender: Compositing

So, jetzt habe ich das fertig gerenderte Bild aus dem letzten Beitrag in den Compositor geladen und den Hintergrund ausgekeyt.

Nodes im Compositor von Blender. Der blaue Hintergrund wurde ausgekeyt – aber damit auch die blauen Schatten. 🙁
Und hier nochmal die Nodes in groß.

Ok, das war nur zum Üben! 😉 Natürlich könnte ich Blender sagen, daß der Hintergrund (world) einfach nicht mitgerendert werden soll. Das Ganze klappt auch mit zwei Videos. Und diese „Dinger“, die da miteinander verbunden sind, sind sogenannte Nodes. Übrigens: „Compositing“ wird definitiv nicht „composighting“ ausgesprochen.

P. S.: Wenn ihr das ausgekeyte Bild abspeichern wollt, einfach zurück in die Layout-Ansicht und mit [F12] nochmal rendern:

Das Bild mit dem ersetzten Hintergund. Ich habe für diesen einen mittels ImageMagick generierten Verlauf genommen.

Und hier noch dasselbe Bild mit transparent gerendertem Hintergrund. Die blauen Schatten bleiben erhalten. Wichtig: Ein Ausgabeformat wählen, das Transparent unterstützt. Ich habe hier PNG genommen. Außerdem bei der Ausgabe RGBA wählen und nicht RGB.

Mit Alphakanal gerendertes Bild.

Das fertige Bild mit dem Farbverlauf kann man/frau auch im Gimp zusammenbauen. 😉

Ein bischen knallig von den Farben her, aber rein technisch ok.

Und – zum Schluß – das Ganze noch mit reduzierter Sättigung des Vordergrundes:

ImageMagick: Farbverläufe

Mit ImageMagick erzeugter Farbverlauf

Habe mich gerade ein bischen mit den Möglichkeiten beschäftigt, mittels ImageMagick Farbverläufe zu erzeugen. Da sind z. T. eben doch deutlich komplexere Verläufe möglich als in einem Bildbearbeitungsprogramm wie dem Gimp oder Photoshop.

Der Code zu obigem Verlauf:

convert -size 625x625 gradient:yellow-blue \ \( gradient:black-lime -rotate -90 \) \ -compose CopyGreen -composite gradient_colormap.jpg

Dieses Beispiel ist unter Linux erzeugt worden. Wie die genaue Syntax unter Windows lautet, kann ich leider nicht sagen, da ich schon 18 Jahre praktisch ausschließlich mit Linux arbeite und mich deshalb mit einer Windows-Shell nicht auskenne. 🙁 Informationen zur Nutzung von ImageMagick unter Windows findet ihr auf der Seite ImageMagick v6 Examples — Usage under Windows.

P. S.: Ein noch komplexeres Beispiel findet sich hier.