Intuitives Arbeiten im Gimp

Yep, im Gimp – ich habe 2.10.18 und 2.10.24 installiert – ist intuitives Arbeiten möglich. Man/frau muß sich – was offenbar nicht allen liegt – nur lange genug mit diesem Programm beschäftigen. Ein Plus ist dabei, daß praktisch für jede Funktion ein Tastaturkürzel (engl: shortcut) definiert werden kann. Das hilft bei der Arbeit ungemein. Darüber hinaus sind die Funktionen redundant angelegt und können auf mindestens drei verschiedenen Wegen aufgerufen werden: Über die Fensterleiste ganz oben, per Rechts-Klick und dann natürlich über die bereits erwähnten Tastaturkürzel.

Und wem das nicht genügt: Man/frau kann das Interface des Gimp weitreichend konfigurieren (geht über Bearbeiten > Einstellungen > Oberfläche). Neben 24 Möglichkeiten, das Theme zu wählen, bietet der Gimp jetzt auch einen Einfenster-Modus, den ich jedoch nie benutze, da ich ihn als relativ unflexibel empfinde. Das sind dann 48 Möglichkeiten. Es ist sogar möglich, einzelne Icons bzw. Icon-Gruppen im Werkzeugkasten ein- bzw. auszublenden (geht über Bearbeiten > Einstellungen > Oberfläche > Werkzeugkasten).

Dann sind da noch die Reiter bzw. Docks, die intuitives Arbeiten ebenfalls unterstützen. Reiter können dem betreffenden Fenster hinzugefügt oder wieder gelöscht werden. Sie können auch à la Photoshop einfach als unabhängige Fenster auf den Desktop gezogen werden. Und: Sämtliche Funktionen des Gimp können mittels der Script-Sprache Script-Fu automatisiert werden.

Zum Abschluß fällt mir noch ein alter Zen-Spruch ein:

„Beobachte zehn Jahre lang Bambus, werde zum Bambus, vergiß dann alles und – male.“—Quelle unbekannt

Gimp 2.10.24: Der Einfenster-Modus

Der Gimp 2.10.24 im Einfenster-Modus

Der Gimp hat ja, um gewisse Leute zufriedenzustellen, einen Einfenster-Modus, den ich persönlich aber sehr unflexibel finde. Aufgerufen wird dieser Modus über Fenster > Einfenster-Modus. Noch ein Nachteil: Wenn man/frau diesen Modus wieder ausschaltet, sind die zwei Fenster links und rechts von – Gott, wie heißt das? – der Arbeitsfläche in der Mitte „zusammengebacken“, so daß man/frau das erst einmal wieder auseinanderdividieren muß, was Zeit und Geduld kostet. Aus diesem Grund benutze ich diesen Modus praktisch überhaupt nicht.

Gimp 2.10.24 für Flatpack (2)

Das Interface des neuen Gimp 2.10.24 für Flatpack

Ok, so sieht das Interface des Gimp 2.10.24 aus. Im Prinzip hat sich wenig verändert. Meiner Wahrnehmung nach sind die Icons im Werkzeugkasten etwas kleiner. Das Textwerkzeug, das ich natürlich gleich ausprobieren mußte, ist aber so unkomfortabel wie zuvor:

Das nach rechts oben verrutschte Textwerkzeug des Gimp 2.10.24. Geht das denn nicht anders?

Was hier im Gegensatz zu meiner Installation des Gimp 2.10.18 allerdings fehlt, sind die Menüpunkte Video – dazu muß das Pakert gimp.gap installiert sein -, FX-Foundry und – hier im Bild ebenfalls nicht sichtbar – Filter > G'MIC.