Projekt „Neurogrid“

Eingangsseite für das Internet-Projekt „Neurogrid“. © ca. 2002 by Claus Cyrny.

Anfang des neuen Jahrtausends habe ich eine Zeitlang an dem auf Java basierenden Projekt „Neurogrid“ mitgearbeitet, wo ich für das Grafikdesign zuständig war. Projektleiter war Sam Philips, die Kommuniḱation lief auf Englisch. Für die obige Grafik habe ich Corel PHOTO-PAINT 7 verwendet, damals noch unter Windows 98. Ich habe mit PHOTO-PAINT eigentlich ganz gern gearbeitet. Später hat Corel eine Linux-Version von PHOTO-PAINT 9 herausgebracht, mit der ich kurz gearbeitet habe. Dann hat Corel sein Linux-Engagement – leider – wieder aufgegeben.

Ein Screenshot der Neurogrid-Seite:

Intuitives Arbeiten

Wie bei allem – so denke ich jedenfalls – kommt intuitives Arbeiten in erster Linie durch Übung. Ich mache jetzt ja schon seit mindestens 1996 Grafik; mit Webdesign bzw. HTML habe ich dann ein Jahr später angefangen. Da ich schon als Kind gemalt habe, war die Einarbeitung in Computergrafik für mich nicht schwer. Trotzdem bin ich – im Rückblick – erstaunt, wie mühelos ich 1996 den Einstieg in die Grafiksoftware gefunden habe, die ich – das war bei debis Systemhaus in Fellbach, wo ich Technische Dokumentation von Router-Netzwerken gemacht habe – damals benutzt habe. An Programmen hatte ich die damalige Version von Visio installiert; darüber hinaus hatte ich den „Designer“ von Micrografx, mit dem ich vor allem Präsentationsfolien erstellt habe, und zum Konvertieren von Visio in GIF – PNG gabe es damals noch nicht – hatte ich Paint Shop Pro, der 1996 noch von JASC entwickelt und vertrieben wurde.

Das Interface von Paint Shop Pro 6. © Copyright 1991 – 1999 by JASC Inc.

Um 1998 – ich benutzte damals noch Windows 95 – habe ich mir die Corel SelectEdition gekauft, zu der u. a. Corel PHOTO-PAINT gehörte, und – nachdem ich mir zu Lernzwecken eine Demo-Version des damaligen Photohshop installiert hatte – 2002 habe ich schließlich mit dem Gimp angefangen, den ich bis heute – und gern – benutze.

Ich würde hier zu gerne ein paar Sachen posten, die ich damals – besonders in meiner Windows-Zeit – gemacht habe, allerdings habe ich die betreffenden Disketten 2016, als ich nach Ludwigsburg umgezogen bin, weggeworfen (und welcher PC hat denn heute noch ein Diskettenlaufwerk?).

Eine Grafik habe ich noch im Internet Archive gefunden; es handelt sich dabei um ein Logo, das ich um 2002 für das auf Java basierende Projekt „Neurogrid“ entworfen habe:

Logo des Projekts „Neurogrid“. Design & © Copyright 2002 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr zu diesem Projekt könnt ihr auch in folgendem Beitrag nachlesen.

Programmieren

Nach meinen ersten Erfahrungen im Programmieren – ich hatte 1986 mit Commodore-BASIC und 6510-Assembler angefangen – habe ich im Frühjahr 1988 bei der VHS Stuttgart einen Turbo-Pascal-Kurs gemacht, von dem aber wenig hängengeblieben ist. Wir hatten damals, wie ich mich erinnere, PCs mit zwei Disketten-Laufwerken; das Betriebssystem MS-DOS mußte erst von Diskette – das waren noch 5 1/4-Disketten – geladen werden. Zu eben diesem Kurs hatte ich mir eine kleine Referenz über Pascal gekauft, die ausnehmend gut geschrieben war. Ich müßte sie theoretisch noch immer haben, finde sie aber leider nicht mehr.

Danach kam eine ganze Weile gar nichts. Dann – 1997 – kaufte ich mir meinen ersten PC, nachdem ich ein Jahr zuvor durch die Arbeit mit dem Internet in Berührung gekommen war. Das war eine – aus rechtlichen Gründen auf ein Jahr befristete – Tätigkeit bei debis Systemhaus in Fellbach bei Stuttgart, wo ich Technische Dokumentation von Router-Netzwerken machte. In den Jahren darauf – ich war die meiste Zeit arbeitslos – beschäftigte ich mich intensiv mit Computergrafik. Der Einstieg in eine Programmiersprache fiel mir, wie ich merkte, jedoch sehr schwer. An Kandidaten gab es da Java, dann natürlich JavaScript, Perl – an mehr erinnere ich mich gerade nicht. Ich habe mir sogar eine Referenz zu Java heruntergeladen – benutzt habe ich sie nie.

Nun – es sind mittlerweile über 20 Jahre vergangen – überlege ich mir zu meiner eigenen Überraschung, ob ich nicht vielleicht nochmal mit Pascal anfangen soll. Das besagte Büchlein hat es mir doch ganz unerwartet angetan. Nur: Ich finde es leider nicht mehr. Ich habe mich nun gestern ein bischen im Internet umgeschaut und auch tatsächlich mehrere Pascal-Kurse entdeckt. Das dort Angebotene spricht mich aber ehrlich gesagt nicht so richtig an. Dafür habe ich auf einer der Pascal-Seiten etwas anderes entdeckt, und zwar eine Einführung in Python. Das bietet sich nun insofern an, als Blender 2.83, den ich gerade lerne, u. a. eine Python-Konsole besitzt, über die man/frau direkt in die 3D-Szene eingreifen kann. Ich habe sogar standardmäßig unter Linux einen Python-Interpreter installiert, den ich gestern spaßeshalber aufgerufen habe.

Da wurde ich mit Folgendem konfrontiert:

claus@ccyrny:~$ python
Python 2.7.18rc1 (default, Apr 7 2020, 12:05:55)
[GCC 9.3.0] on linux2
Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
>>>

Etwa einzugeben, habe ich aber noch nicht versucht. Hmm, vielleicht das klassische >>> print ("Hello World!")? Mal sehen …

Seht hierzu auch meine beiden Beiträge „Zwiespältig“ und „Anfänge“.

Zwiespältig

Ich habe über die Jahre feststellen müssen, daß ich definitiv kein Programmierer-Typ bin. Das mag erstaunlich klingen, wenn man bedenkt, daß ich 1986 immerhin angefangen habe, in 6510-Assembler zu programmieren. Das waren allerdings keine größeren Programme, wie sie damals als Listings im „64er-Magazin“ des Markt & Technik-Verlages veröffentlicht wurden. Ich kann mich auch noch erinnern, wie ich mir damals ein ganzes verbessertes Betriebssystem – in Hex-Code (!) – abgetippt habe. Ein Mitschüler hat mir das dann auf EPROM gebrannt. Zu den heute gebräuchlichen Hoch- und Scriptsprachen habe ich allerdings nie einen Zugang bekommen, sei es JavaScript, TYPOScript, Java, Perl oder C. Einzig Python käme evt. als Kandidat in Frage, da Blender, das 3D-Programm, in das ich mich gerade einarbeite, eine Python-Schnittstelle besitzt, über die man direkt per Code-Eingabe in die jeweilige 3D-Szene eingreifen kann. Das liegt aber noch in entsprechender Ferne. Überhaupt wird zu Blender bzw. dazu, wie ich nach Jahren doch einen Zugang zu diesem doch alles andere als einfachen Programm gefunden habe, bestimmt noch ein Beitrag kommen.