Ron Goulart: „Maschinenschaden“

Cover © Copyright 1971 by Goldmann-Verlag

Beim Verfassen meines letzten Beitrags habe ich mich gefragt, was wohl passieren kann, wenn KI einmal weiter fortgeschritten ist. Unter den in den Siebzigerjahren im Goldmann-Verlag erschienenen „Weltraum-Taschenbüchern“ ist das Buch „Maschinenschaden“ (engl.: „Broke-Down Engine“) von Ron Goulart, eine Sammlung von SF-Kurzgeschichten, die sehr lesenswert, inzwischen aber nur noch gebraucht erhältlich ist. Thematisch gehen diese Kurzgeschichten in dieselbe Richtung wie das, was in Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ mit dem Bordcomputer HAL 9000 passiert – eben ganz unerwartete Fehlfunktionen, mit denen der Mensch der Zukunft irgendwie zurechtkommen muß. Da geht es um mit KI ausgestattete Kühlschränke, ein sprechendes Haus auf Rädern oder den letzten Müllmann auf der Erde.

Als Sammlung von Kurzgeschichten ist das ganz nett und unterhaltsam, aber was, wenn das in unserer Zukunft einmal Wirklichkeit wird? Wer trägt beispielsweise die Verantwortung, wenn eine KI eine Fehlentscheidung trifft? Der Programmierer? Der Software-Konzern? Oder wer sonst? Eine interessante Frage, die m. E. viel zu wenig berücksichtigt wird.

Unheimlich

Foto von mir: Links unten das Ausgangsbild, rechts daneben die Animation von MyHeritage. © Copyright 2021 by MyHeritage.

Auf der Website MyHeritage kann man nach Registrierung eigene Fotos hochladen und sie mittels künstlicher Intelligenz (Deep Learning) animieren lassen. Die Ergebnisse sind so lebensecht, daß es schon fast unheimlich ist und ich mich frage, was in puncto künstlicher Intelligenz noch alles auf uns zukommen wird.

Weiterführender Link: Der Artikel „What is Deep Learning?“ von Daniel Nelson.

Schlaflos in Ludwigsburg (24)

Bin vor etwa zehn Minuten aufgewacht – es ist jetzt 03:30 Uhr – und frage mich, wo der „Flow“ ist, hatte bzw. habe ich wieder gerade frühmorgens Phasen, wo einfach alles gut „läuft“ und ich einen Beitrag nach dem anderen schreiben kann. Habe mit dem Gimp dazu sogar mal eine Grafik gemacht:

„Der Flow“. Grafik von mir. Software: Gimp.

Um in die Gänge zu kommen, wenn man das morgens um halb vier schon sagen kann, habe ich mir den obligatorischen Milchkaffee gemacht und warte sozusagen auf Eingebung. Prompt fällt mir das Blog „Beatnik Pad“ von Neil Lee ein, einem Firefox-Programmierer ich glaube in Kanada. Ich habe dieses Blog vor zehn, fünfzehn Jahren mal eine Zeitlang gelesen, und die Art von Neil Lee, zu schreiben, war mir sehr sympathisch. Ergo ist dieses Blog auch eine Art Vorbild geworden.

Was noch? Hmmm, ich überlege mir immer wieder, ob ich die ganzen Schreibfehler, die ich beim Tippen meiner Beiträge mache, nicht mal stehenlassen soll. Dabei möchte ich hinzufügen, daß ich es nicht so mit der neuen Rechtschreibung habe, was so weit geht, daß ich sie für denkbar unnötig halte. Ich kann mich einfach nicht mit Wörtern wie „aufwändig“ oder „Potenzial“ anfreunden. Da wurde eben mal wieder viel Geld ausgegeben, aber das war’s schon. Mein Vorschlag wäre, z. B. die stummen E’s wegzulassen, wie in Fride. Das würde zumindest Bandbreite sparen. Dann frage ich mich, wie bzw. ob eine KI den Unterschied zwischen „Weg“ und „weg“ erkennt, der ja nur durch den jeweiligen Kontext deutlich wird. Ok, bei „Weg“ wird das „W“ groß geschrieben, hat sich also erledigt. 😉

Magie?

Bin wirklich gespannt, was in puncto „künstlicher Intelligenz“ noch alles auf uns zukommt und glaube, daß wir einiges zumindest als pure Magie ansehen werden. In diesem Zusammenhang fällt mir unweigerlich das Buch „Maschinenschaden“ von Ron Goulart ein, eine nur noch gebraucht erhältliche Sammlung von Science-Fiction-Storys, in denen der Leser/die Leserin vor Augen geführt bekommt, was passieren kann, wenn die Geister, die wir gerufen haben, etwas anders reagieren als geplant.

Ist Photoshop out?

Per Werbung entdeckt: inPixio Photo Studio 11, das folgendem Video zufolge gerade bei der Entfernung von Hintergründen Beeindruckendes leistet. Der Support teilte mir auf eine Anfrage hin mit, daß diese Software, wie ich schon vermutet hatte, tatsächlich künstliche Intelligenz verwendet.

Gedanken zu später Stunde

Habe vom Sohn der verstorbenen Fotografin Lillian Bassman die Erlaubnis erhalten, ein wirklich wunderbares Foto zu posten. Dann mache ich mir angesichts folgender Foto-Animationen Gedanken darüber, was das in Bezug auf KI noch alles auf uns zukommt, grenzen doch schon diese Animationen an Zauberei. Vielleicht werden wir – die Deep-Learning-Technologie macht’s möglich – Software bekommen, deren Interface sich automatisch so konfiguriert, daß viel benutzte Features an prominenter Stelle angezeigt werden, während die nicht so viel benutzten verschwinden.