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Django Reinhardt 1946 in New York. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Konnte heute morgen endlich mal duschen, da sonst meist das warme Wasser weg ist. 🙁 Beim Anhören von „Porto Cabello“ (1947) von Django Reinhardt fällt mir auf, wie unglaublich konstant er – und hier geht es um das Jahr 1947 – war, konstanter als beispielsweise Charlie Parker.

Plagiat?

Bin gestern und heute gleich auf zwei Fälle gestoßen, wo ich mich frage, wer da von wem abgekupfert hat.

  1. Zwei nahezu identlische Cover-Versionen von John Barrys „You Only Live Twice“: Einmal von Björk und dann von der arabischstämmigen Sängerin Natacha Atlas.
  2. Zwei Versionen einer Bearbeitung eines Fotos von Lewis W. Hine – beide anscheinend von 2019: Einmal der Deutsche Dominique Grosse und dann die brasilianische Künstlerin Marina Amaral.

Oder – vielleicht ist es auch nur Zufall? Ich weiß es nicht.

William P. Gottlieb: „52nd Street“

„52nd Street, New York, N. Y., 1948“ William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Diese stimmungvolle Portrait der berühmten 52nd Street in New York wurde im Juli 1948 von William P. Gottlieb aufgenommen, dessen umfangreiche Sammlung von Jazz-Fotografien sich inzwischen im Besitz der Library of Congress befindet.

Dominique Grosse & Lewis W. Hine

„Textile Mill Workers“ © Copyright 2019 by Dominique Grosse. Mit freundlicher Genehmigung.
„Telegram Boy“ © Copyrigh 2019 by Dominique Grosse. Mit freundlicher Genehmigung.

Im Rahme seines Projekts „The Colour of the Children“ hat Dominique Grosse auf der Website der Library of Congress verfügbare Fotografien des Amerikaners Lewis W. Hine, deren Copyright abgelaufen ist, mittels Photoshop koloriert. Wer das mal versucht hat, weiß, was für eine Arbeit das ist. Jedenfalls hat Dominique Grosse diese Fotografien von Kindern Anfang des 20. Jahrhunderts auf wie ich finde eindrucksvolle Weise zu neuem Leben erweckt. Auch die Farben sind sehr subtil gewählt und tragen zu der Authentizität der Bilder bei.

Billie Holiday

William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Wohl zum ersten Mal habe ich die Musik von Billie Holiday in einem Spielfilm gehört, der Ende der Siebzigerjahre mal im Fernsehen lief. Ich kann mich an den Titel nicht mehr erinnern, aber die Musik hatte für mich definitv ein gewisses Etwas. Viel später habe ich mir dann eine Kassette mit mehreren LPs gekauft („The Billie Holiday Story“). Meine Favoriten sind „Them There Eyes“ und „The Very Thought Of You“, letzteres mit einem sehr schönen Klarinetten-Solo (Lester Young?). Das obige Foto wurde von William P. Gottlieb 1947 im New Yorker Club „Downbeat“ aufgenommen. Gottliebs umfangreiche Sammlung von Jazz-Fotografien aus den Vierziger- und Fünfzigerjahren ist inzwischen bei der Library of Congress beheimatet.