Schlaflos in Ludwigsburg (11)

Weiter mit „Downton Abbey“ (2010), einer Netflix-Serie, die ich nur empfehlen kann. Habe mir gestern abend via Booking.com Londoner Hotels angeschaut, weil ich im kommenden Jahr nach London fliegen will. Die besten Fish & Chips gibt es anscheinend bei Poppies. Außerdem möchte ich mir die Tate Gallery, vielleicht die National Gallery, die berühmte Savile Row und Bloomsbury anschauen, wo Virginia Woolf gelebt hat.

Sehnsucht nach Paris

„Sortie“ © Copyright 2018 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

Obwohl ich, abhängig von meiner finanziellen Situation, dieses Jahr bzw. nächstes Jahr im Frühling eigentlich nach London wollte, habe ich Paris nicht aus den Augen verloren. Als ich im September 2018 zum letzten Mal da war, habe ich in einem kleine Hotel nahe des Gare de Lyon gewohnt. Ich war – sollte man in Paris imho zumindest einmal gemacht haben – am Eiffelturm, dann am Grab von „Doors“-Sänger Jim Morrison auf dem Friedhof Père Lachaise, in Saint-Germain-des-Prés, auf der Seine und natürlich in einem stilechten Pariser Straßencafé. Abends bin ich am Ufer der Seine entlangspaziert und habe die jungen Leute dort beobachtet. Was ich nicht geschafft habe, war beispielsweise das Musée d’Orsay, in dem ein sehr schönes – für mich das schönste – Selbstportrait von van Gogh hängt. Dafür war ich aber im (berühmten) Café „Les Deux Magots“, eben in Saint-Germain-des-Prés. Eigentlich wollte ich ins in den Fünfzigerjahren von Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir frequentierte „Café de Flore“ ganz in der Nähe, aber da war es zu voll. Vielleicht nächstes Jahr.

P. S.: „Sortie“ heißt übrigens „Ausgang“.

Upcoming: DNEG

Bekam auf eine Anfrage per Email hin eine ausnehmend freundliche Antwort von der VFX-Firma Double Negative (kurz: DNEG) im Londoner Stadtteil Fitzrovia. In Kürze wird hier ein Artikel veröffentlich werden, zu dem mir DNEG auch eine ganze Reihe von Fotos zur Verfügung gestellt hat, so wie das folgende:

Außenfassade von Double Negative, London. Image Courtesy of DNEG ©

Der Hintergrund: Heute hat Jim Brown von DNEG auf der FMX 2021 – Conference on Animation, Effects, Games and Immersive Media einen Vortrag zum Thema „Recruiting bei DNEG“ gehalten, in dem er u. a. eine Reihe von Tips für potentielle Bewerber gegeben hat.

03:55 Uhr

Django Reinhardt 1946 in New York. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Django Reinhardt zu hören, beflügelt mich irgendwie – gerade um diese Zeit. Er ist nie langweilig – egal, was ich von ihm höre. Dabei habe ich in Audacious, meinem MP3-Player, beinahe 30 Aufnahmen geladen. Django Reinhardt ist auch bemerkenswert konstant in der Qualität seiner Aufnahmen, und das immerhin über beinahe zwanzig Jahre. Das Quintette du Hot Club de France mit Stéphane Grappelli wurde 1934 gegründet und existierte bis zum Kriegsausbruch 1939. Damals gerade in London, kehrte Django Reinhardt als einziger nach Paris zurück, wo er fortan mit verschiedenen Klarinettisten – hier vor allem Hubert Rostaing – aufnahm. Er starb 1953 in Samois-sur-Seine an einem Schlaganfall und wurde auch dort beigesetzt.

Linktip: „The Sartorialist“

„The Sartorialist“ ist eine englischsprachige Website, auf der Fotos gutangezogener Menschen auf der ganzen Welt zu sehen sind. Ich habe diese Website mal vor zig Jahren durch Zufall entdeckt. Jetzt, durch meinen kurzen Beitrag zu „English Cut“, ist sie mir wieder eingefallen.

04:31 Uhr

Bin zu den Klängen von Django Reinhardt gerade voller Energie und Ideen. Habe u. a. eine Email an den etablierten englischen Herrenschneider „English Cut“ geschrieben, der allerdings nicht in der berühmten Savile Row beheimatet ist, sondern in 58 Chiltern Street. Mal sehen, vielleicht kommt ein Beitrag über die Welt der „bespoke tailors“. Habe „English Cut“ vor Jahren über das damalige Blog gleichen Namens von Thomas Mahon entdeckt.