PaintShop Pro

Als ich 1996 mit Grafik angefangen habe, war Paint Shop Pro, wie er damals noch geschrieben wurde, Shareware und wurde von JASC entwickelt und vertrieben. Jetzt, 24 Jahre später, würde mich wirklich interessieren, wie die inzwischen von Corel aufgekaufte – und PaintShop Pro geschriebene – aktuelle Version aussieht und was sie kann. Habe mir deshalb die kostenlose Testversion heruntergeladen und werde mal sehen, ob ich die mittels Wine installieren kann.

Hmm, wie ich schon befürchtet hatte, geht es nicht – nicht über den Dateimanager Caja und auch nicht über eine Shell. In der Shell bekomme ich Folgendes:

claus@ccyrny:~/Downloads$ sudo wine PSP2020Installer.exe
[sudo] password for claus:
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fe30 is not acquired
Could not find Wine Gecko. HTML rendering will be disabled.
002d:err:mshtml:create_document_object Failed to init Gecko, returning CLASS_E_CLASSNOTAVAILABLE

Und:

claus@ccyrny:~/Downloads$ sudo apt-get install gecko
[sudo] password for claus:
Reading package lists… Done
Building dependency tree
Reading state information… Done
E: Unable to locate package gecko
claus@ccyrny:~/Downloads$ sudo apt-get install wine-gecko
Reading package lists… Done
Building dependency tree
Reading state information… Done
E: Unable to locate package wine-gecko
claus@ccyrny:~/Downloads$

Bleibt noch – womit ich immer wieder geliebäugelt habe -, mir CrossOver Linux zu kaufen, mit dem sich PaintShop Pro aller Wahrscheinlichkeit nach installieren lassen dürfte.

Gimp 2.10.18

Mein Interface des Gimp 2.10.18 im Zweifenster-Modus

Ich arbeite sehr gern mit dem Gimp, und das schon seit ca. 18 Jahren. Damals habe ich den Mut gefaßt, von Windows 98 zu SuSE Linux 7.3 zu wechseln, das ich mir noch gekauft habe.

Auch wenn ich teilweise lese, wie Leute sich vergebens im Gimp abmühen, kann ich persönlich das nur schwer nachvollziehen. Dazu muß ich sagen, daß ich schon 1994 mit Grafik angefangen habe, auch wenn das nur ein kurzes Intermezzo war. Ich habe damals interessehalber Photoshop – ich meine, es war die Version 3.x – auf einem in der Mediathek des Stuttgarter Rotebühlbaus installierten Mac ausprobiert, und da ich ja gestalterisch nicht unbegabt bin, ist mir das auch nicht besonders schwergefallen. Dann – zwei Jahre später – bin ich über Zeitarbeit zu debis Systemhaus in Fellbach bei Stuttgart gekommen, wo ich für die von debis administrierten Router-Netzwerke die Technische Dokumentation übernommen habe.

An Software hatte ich – noch auf Windows 95 – das von JASC entwickelte und später an Corel verkaufte Programm Paint Shop Pro sowie den Designer von Micrografx zur Verfügung. Für das Gros der Arbeit habe ich die damalige Version von Visio verwendet, das ja inzwischen von Microsoft weiterentwickelt wird.

Nach einem Jahr konnte ich aus rechtlichen Gründen leider nicht weiter bei debis bleiben. Ich hatte mir inzwischen aber meinen ersten eigenen PC gekauft und arbeitete mich in den folgenden Jahren immer weiter in den Bereich „Computergrafik“ ein. Ich kaufte mir die Corel Select Edition, die Corel DRAW, Corel PHOTO-PAINT sowie eine Software zur Texterkennung – ich glaube, das hieß OCR-Trace – beinhaltete. Vor allem mit Corel PHOTO-PAINT habe ich sehr gern gearbeitet.

Das ging – inzwischen unter Windows 98 – bis 2002, als ich beschloß, mir parallel zu Windows das bereits erwähnte SuSE 7.3 zu installieren. Nun hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, die damalige Version des Gimp auszuprobieren.

Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr daran erinnern, wie das damals war – es muß eine der ersten Gimp-Versionen gewesen sein. Jedenfalls arbeitete ich mich mangels Alternativen gut in den Gimp ein, so daß er noch heute, was Bitmap-Editing angeht, mein Hauptwerkzeug ist.

So, das war ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit, der doch länger geworden ist als beabsichtigt. Trotdem ist das vielleicht doch für den einen oder anderen aufschlußreich.