„Le Train Bleu“ und „Nikita“ (1990)

„Logo des Le Train Bleu“. Foto © Coypright 2018 by Claus Cyrny.

„Le Train Bleu“ ist ein exklusives, im Pariser Gare de Lyon gelegenes Restaurant, das ich zuerst durch eine Szene in Luc Bessons Thriller „Nikita“ (1990) entdeckt habe. Als ich im September 2018 selbst in Paris war und mein Hotel – wie es der Zufall so wollte – in der Nähe des Gare de Lyon lag, mußte ich mir „Le Train Bleu“ natürlich anschauen, wenn auch nur von außen, da ich leider nicht entsprechend (lies: zu salopp) angezogen war.

Hier noch ein paar Stills aus der fraglichen Szene in „Nikita“:

Anne Parillaud und Tchéky Karyo in „Nikita“ © Copyright 1990 by Gaumont.Mit freundlicher Genehmigung.

„Nikita“ ist übrigens bei Amazon Prime verfügbar.

03:55 Uhr

Django Reinhardt 1946 in New York. William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Django Reinhardt zu hören, beflügelt mich irgendwie – gerade um diese Zeit. Er ist nie langweilig – egal, was ich von ihm höre. Dabei habe ich in Audacious, meinem MP3-Player, beinahe 30 Aufnahmen geladen. Django Reinhardt ist auch bemerkenswert konstant in der Qualität seiner Aufnahmen, und das immerhin über beinahe zwanzig Jahre. Das Quintette du Hot Club de France mit Stéphane Grappelli wurde 1934 gegründet und existierte bis zum Kriegsausbruch 1939. Damals gerade in London, kehrte Django Reinhardt als einziger nach Paris zurück, wo er fortan mit verschiedenen Klarinettisten – hier vor allem Hubert Rostaing – aufnahm. Er starb 1953 in Samois-sur-Seine an einem Schlaganfall und wurde auch dort beigesetzt.

03:03 Uhr

Nach meinem letzten Beitrag über CinePaint 1.1 bin ich wieder stark motiviert, an diesem Projekt mitzuarbeiten. Glaube auch, daß ich milchkaffee-süchtig bin. 😉 Das WordPress-Plug-in YoastSEO will, daß ich bei jedem Beitrag eine sog. „Fokus-Keyphrase“ eingebe, doch wenn ich das dann mache, kommt praktisch jedesmal nur ein roter Smiley. 🙁

Und: Der Anfang dieses Beitrags auf Französisch:

„Après mon dernier post sur CinePaint 1.1, je suis fortement motivé pour retravailler sur ce projet. Je pense aussi que je suis accro au latte.“

Bin ja dabei, in Hinblick auf meinen nächsten Paris-Aufenthalt besser Französisch zu lernen, wobei ich den Google-Übersetzer benutze. Höre – zum Thema „Paris“ passend – „I Love You (For Sentimental Reasons)“ (1947) von Django Reinhardt.

Oscar Alemán: „Delicado“

Oscar Alemán war ein argentinischer Gitarrist, der am Anfang seiner Karriere in Argentinien in einem Gitarrenduo spielte und später u. a. Mitglied der Band von Josephine Baker war. Er lebte in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts in Paris und war mit Django Reinhardt befreundet. Anders als dieser spielte Oscar Alemán aber mit einem Daumen-Pick.

1933er Selmer Maccaferri

Original Selmer Maccaferri von 1933. © Copyright by Siccas Guitars. Mit freundlicher Genehmigung.

Diese wunderschöne, von dem italienischen Gitarrenbauer Mario Maccaferri entworfene Gitarre wurde 1933 von Henri Selmer, Paris gebaut. Sie enthält unter dem Schallloch einen hölzernen Resonator zur Klangverstärkung. Preis: Vermutlich irgendwo im fünfstelligen Bereich.

10:38 Uhr

Habe gerade nochmal das „Intuos“-Grafiktablett ausprobiert, aber so ganz sicher bin ich da leider noch nicht. Ich bin heute vormittag auch – trotz Kaffees – noch etwas müde. Wäre gern wieder in Paris, am Gare de Lyon in einem Straßencafé sitzen und einen café viennois trinken. Hmmm, vielleicht nächstes Jahr.

Eine kurze Impression:

Brasserie am Gare de Lyon. Foto © Copyright 2018 by Claus Cyrny.

Weiterführender Link: Folgender Beitrag mit ein paar Paris-Fotos.

05:49 Uhr

Nach dem Update auf WordPress 5.5 habe ich einen etwas anderen Editor. MIt Yoast SEO stehe ich immer noch etwas auf Kriegsfuß. Ich soll z. B. kürzere Sätze schreiben. Na ja. Trinke gerade meinen ersten zweiten Milchkaffee und wünsche mir den Tchibo BLACK `N White statt meines Eduscho „Gala“. Manchmal überlege ich, wie es wäre, wenn ich all‘ die Rechtschreibfehler, die ich mache, einfach stehenlassen würde.

Als ich im September 2018 in Paris war, wohnte ich in einem Hotel unweit des Gare de Lyon, in dem sich das Nobel-Restaurant „Le Train Bleu“ befindet. Im Bahnhof geht es erst Stufen hinauf und dann durch eine Glastür. Ich habe aber nur von außen hineingeschaut, weil ich nicht entsprechend angezogen war. Bei meinem nächsten Paris-Aufenthalt will ich aber mal dort essen gehen. Dieses Restaurant wurde übrigens für eine Szene in „Nikita“ (1990) verwendet, wo die Titelfigur (Anne Parillaud) von Bob (Tchéky Karyo) eine „Desert Eagle“ geschenkt bekommt, mit der sie einen Asiaten erschießen soll.

Während durchs gekippte Fenster ein angenehm kühler Lufthauch weht, überlege ich, was ich heute machen soll. Vielleicht fahre ich nach Stuttgart, einen Cappuccino mit Sahne trinken und mich ein bischen umschauen.

Beatrice Hug

„Rotblau I“ © Copyright Beatrice Hug, LUMAS.com
„Walking“ © Beatrice Hug, LUMAS.com

Die Fotografin Beatrice Hug, die 1961 in Singen geboren wurde und mittlerweile in Paris lebt, hat eine absolut eigenständige Bildsprache entwickelt, wie ihre bei LUMAS zu erwerbenden Arbeiten zeigen.

Zitat:

„Die Energie der Farben ist meine große Leidenschaft.“—Beatrice Hug

Teilweise erinnern mich die Fotos von Beatrice Hug an abstrakte Gemälde wie etwa „Rotblau I“, das mich etwas an Werke von Mark Rothko denken läßt.

Den Informationen auf der LUMAS-Website nach erschafft Beatrice Hug ihre Fotoarbeiten mit einer analogen Pentax 6×7-Mittelformatkamera, mit der ja eine viel größere Detailtreue als beim Kleinbildformat möglich ist.

02:47 Uhr

Bin schon wach und höre gerade „A 200 a l’heure“ aus „Un homme et une femme“ (1966) von Claude Lelouch. Ich wünschte, ich hätte noch meine alten Disketten, auf denen ich meine Sachen von früher gespeichert hatte, aber ich habe sie alle weggeworfen, als ich umgezogen bin. Als ich noch Windows 98 installiert hatte, habe ich viel mit Corel PHOTO-PAINT gemacht, mit dem ich ganz gerne gearbeitet habe. PHOTO-PAINT hatte ein Plug-in namens „Der Boss“ von Fancy, mit dem man schöne Fasen (engl.: bevels) machen konnte.

Die Musik aus „Un homme et une femme“ erinnert mich an meinen letzten Paris-Aufenthalt im September 2018. Ich war da für vier Tage in Paris und habe in einem Hotel am Gare de Lyon gewohnt.

Ein paar Impressionen:

Häuser am Gare de Lyon
Brasserie am Abend
Der Eiffelturm
Das Grab von Jim Morrison von den „Doors“ auf dem Friedhof „Père Lachaise“
Plastiksitze in einer Métro-Station

Fotos © Copyright 2018 by Claus Cyrny.