Freistellen ist out

Mit der Bluebox ausgekeyter Hintergrund. Originalfoto: https://www.3d.sk.

Ja?, werden manche sagen? Yep! Jetzt ist nämlich Chroma-Keying mit der mittels gimp-gap in den Gimp integrierbaren Bluebox angesagt. Da gehört mühseliges Freistellen der Vergangenheit an. Was in der Post-Production und im Fernsehen schon lange üblich ist, kann auch mit dem Gimp erreicht werden, genauer gesagt über das nachträglich zu installierende Paket gimp-gap. Spätestens hier wird klar, daß der Gimp wirklich nicht ohne ist, unterstützt beispielsweise Photoshop Chroma-Keying m. W. nicht, jedenfalls nicht ohne Plug-in.

Nach erfolgter Installation kann der Chroma-Keyer mittels Video > Bluebox... aufgerufen werden. Dann am besten mit den Einstellungen herumprobieren, bis man/frau die entsprechenden Erfahrungswerte gesammelt hat. That’s it!

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen (2)“.

WordPress 5.7: Darstellungsproblem

Ok, nachdem das wirklich mysteriöse Darstellungsproblem, dem ich ab und zu hier begegne, immer noch anhält, habe ich kurz entschlossen in einem WordPress-Forum gepostet:

„Hi all,

since I set up my blog, I am sometimes encountering problems with the proper display of this blog, and I frankly have no clue where the problem is.

What it looks like:

At first, the blog is displayed with a black background; in addition to that, the style sheets are gone. When I reload the page, I am getting an error page in Firefox 88.0 saying that the address can’t be reached. When I reload again, the problem is gone. This is really mysterious. I already deactivated the plug-ins, but I am having the impression that this behaviour is not a plug-in related issue.

I have to add that I migrated this blog from localhost to my provider, which went without any noticeable problems.

Did anyone else experience a similar behaviour? I already contacted my provider, but was only redirected to this page, which is far too technical for me.

TIA,

Claus“

Dieses besagte Problem tritt nur bei der Darstellung dieses Blog auf; der Rest meiner Site wird ordentlich dargestellt. Vielleicht kann sich der/die eine oder andere melde, der/die dieses Problem ebenfalls hat.

Zum Gimp 2.10

Möchte an dieser Stelle mal wieder eine Lanze für den Gimp brechen, der von seinem Potential imho sehr unterschätzt wird, zumal er seit der Version 2.10 ja auch 16- bzw. 32-bit Farbtiefe pro Kanal unterstützt. Meiner Erfahrung nach – und ich benutze den Gimp nun schon seit über neunzehn Jahren – ist er eben nicht nur ein Werkzeug für Hobby-User. Ich muß gestehen, daß ich den Gimp intuitiver (!) finde als beispielsweise Photoshop; auf die Kontroverse „Gimp vs. Photoshop“ möchte ich hier gar nicht näher eingehen.

Der Gimp und intuitiv?, werden manche jetzt sagen. Yep! Nur zwei Beispiele: Zoomen geht mit dem Gimp ganz einfach über die Tasten + und -, und auch das Handling von Pfaden ist meiner Meinung nach im Gimp besser gelöst als in Photoshop, auch wenn die Kontrollpunkte der Pfade in Photoshop feiner ausgelegt sind als im Gimp. Zudem kann man/frau im Gimp eigene Shortcuts (Tastaturkürzel) anlegen, die das Arbeiten z. T. deutlich beschleunigen. Das geht in Photoshop zwar auch, aber irgendwie – zugegebenermaßen sehr subjektiv – ist mir hier der Gimp sympathischer.

Dann ist das Interface des Gimp weitgehend konfigurierbar (geht über Bearbeiten > Einstellungen > Interface); so hat es – was ich jedoch, an die zwei bis drei Fenster gewöhnt, als unflexibel empfinde – beispielsweise einen Einfenster-Modus (Fenster > Einfenster-Modus). Und: Sämtliche Funtionen des Gimp können über einen einfachen Rechts-Klick aufgerufen werden.

Und – bevor ich’s vergesse: Der Gimp hat über das nachträglich zu installierende Paket gimp-gap einen sogenannten Chroma-Keyer (siehe auch hier) implementiert, mit dessen Hilfe einfarbige Hintergründe entfernt werden können. Aufgerufen wird dieser Chroma-Keyer über Video > Bluebox.... Bei Photoshop geht das zwar auch, etwa über das AdvantEdge-Plug-in von Ultimatte, das kostet aber – und nicht zu knapp.

Eine Schwäche des Gimp – hier ist Photoshop klar im Vorteil – ist beispielsweise die Unterstützung von CMYK, und auch das Anti-Aliasing („Glätten“) ist in Photoshop besser. Und dann ist da noch das unkomfortable, sehr (!) verbesserungswürdige Textwerkzeug des Gimp.

Summa summarum möchte ich an dieser Stelle aber doch eine klare Empfehlung für den Gimp aussprechen. Ich habe zwar auch – via Wine – Photoshop CS2 installiert, arbeite aber kaum damit, weil mir der Gimp einfach lieber ist.

Yoast SEO

Vor ein paar Wochen habe ich mir das WordPress-Plug-in YOAST SEO installiert, aber ich habe nach ein paar Versuchen, mich einzuarbeiten, ehrlich gesagt nicht mehr die geringste Motivation, mich näher damit zu beschäftigen. Ich soll z. B. bei jedem Beitrag eine sogenannte Focus-Keyphrase eingeben, aber egal, was ich auch eingebe, es wird mir lediglich ein rotes Smiley (Emoji?) angezeigt.

Nochmal: Resynthesizer

Nachdem ich mir das von Paul Harrison für den Gimp geschriebene Resynthesizer-Plug-in installiert hatte, dachte ich, ich könnte so wie früher damit arbeiten. Hmmm, Fehlanzeige! Das Plug-in ist zwar unter Filter > Abbilden > Resynthesize... zu finden, aber wenn ich damit arbeiten will, tut sich praktisch nichts. Tja … Ich habe zwar ein englischsprachiges Tutorial entdeckt, aber: Wo bei mir Filter > Verbessern > Heile Auswahl... (oder wie das auf Deutsch heißt) zu finden sein müßte, ist leider – nichts!

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Gimp 2.10.18: Resynthesizer-Plug-in“.

Was ist Chroma-Keying?

Chroma Keying: Links die Frau mit Greenscreen, rechts ausgekeyt. Quelle: Wikimedia Commons. PictureYouth / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0).

Das sogenannte Chroma-Keying wird dazu benutzt, ein Objekt vor einem einfarbigen – meist blauen oder grünen – Hintergrund freizustellen und dann einen anderen Hintergrund einzufügen. Diese Technik kommt entweder beim Film in der Post-Production oder auch beim Fernsehen vor. Wichtig ist, daß der zu ersetzende farbige Hintergrund möglichst gleichförmig ausgeleuchtet wird. Fortgeschrittene Chroma-Keyer wie Ultimatte können sogar Schatten übernehmen. Man/frau unterscheidet Chroma-Keying per Hardware oder Software. Von Ultimatte gibt es beides: Neben (relativ teuren) Hardware-Lösungen gibt es auch Plug-ins (AdvantEdge) für verschiedene Post-Production-Software und sogar ein Plug-in für Photoshop. Letzteres wird einfach in den Plug-in-Ordner von Photoshop kopiert. Auch das 3D-Programm Blender hat einen Chroma-Keyer implementiert, und zwar als Node bzw. eigentlich als eine Kombination aus mehreren Nodes in der Compositing-Ansicht.

Gimp 2.10.18: Resynthesizer-Plug-in

Noch im Gimp 2.8 war das Resynthesizer-Plug-in von Paul Harrison mitinstalliert. Ok, ich meine mich zu erinnern, daß es da für Ubuntu ein extra Paket gab, das man/frau mittels Synaptic installieren konnte. Jedenfalls konnte man/frau damit schicke Sachen machen. Es war nicht nur möglich, Objekte aus dem Bild zu entfernen, man/frau konnte auch sog. – ok, das ist jetzt englisch – near-linear textures erzeugen (hmm, wie übersetzt man/frau das am besten?), so wie hier:

Zwei Texturen: Links eine kachelbare (und etwas einförmig aussehende) Textur, rechts die near-linear texture.

Gute Nachricht: Dieses Plug-in gibt es auch für den Gimp 2.10.18 (siehe folgenden Thread). Nach dem Herunterladen entpacken und die vier Dateien unter Linux in $HOME/.config/GIMP/2.10/plug-ins/ abspeichern. Den Gimp neu starten. Nun sollte das Plug-in unter Filter > Abbilden > Resynthesize... zu finden sein.

Nach dem Aufruf bekommt man/frau folgendes Interface:

Interface des Resynthesizer-Plug-ins für den Gimp