Dudel-Pop (11)

Heute morgen im Rewe wieder der übliche Dudel-Pop. Sogar meine Gitarrenschülerin, die Anfang Zwanzig ist, meint, daß die Musik früher besser war. Heutzutage nudeln viele Künstler (Top 20) ihren Part einfach total unengagiert herunter. Wie die damit durchkommen, ist mir ein Rätsel. Ich kann mir das nur so erklären, daß die Mehrheit der Zuhörer es einfach nicht mehr anders kennt.

Morgens in der Stadt

War heute morgen schon beim Rewe, einkaufen. Der Marktleiter grüßt mich grundsätzlich nicht, obwohl ich praktisch jeden Tag dort einkaufe. Vor der Sparda-Bank die eine Bettlerin, der ich immer etwas gebe. Ich habe sie gefragt, ob sie aus Rumänien kommt, was sie bejaht hat. Die Busfahrer von LVL Jäger streiken heute wieder. Ob sie allerdings mehr Geld verdienen, wage ich zu bezweifeln, sollen sie doch erst mal etwas freundlicher sein (und nicht nur ihren Kollegen gegenüber).

06:30 Uhr

Angesichts der Tatsache, daß ich mir allmorgendlich im örtlichen „Rewe“ das imho absolut substanzlose Musikgedudel anhören muß, habe ich mir überlegt, ob ich dazu nicht mal einen kritischen Beitrag schreiben soll. Allein fehlt mir die Lust dazu; ergo nur dieser kurze Einwurf. Ich bin das Schreiben von kritischen Beiträgen momentan denn auch absolut leid. Ich kann – vielleicht – ein bischen Dampf ablassen; ändern tut sich aber leider nichts.

Auch bei SWR3, den meine Nachbarin immer hört, kommen z. T. (anscheinend „witzig“ gemeinte) Wortbeiträge, die vom (fehlenden) Niveau her anscheinend an Dreijährige gerichtet sind. Ich frage mich, wer für diese unselige Entwicklung verantwortlich ist. Wann machen diese Leute denn wieder intelligentes Radio für intelligente Leute?

→ Hörtip: „SOULSTATION“ bei laut.fm.

07:35 Uhr

War schon – wie jeden Morgen – beim Trölsch, frühstücken. Auf dem Weg zum Rewe kam ich an der Bettlerin vorbei, die dort jeden Morgen sitzt. Sie hatte (aus taktischen Gründen?) ihre Schuhe ausgezogen. An sich tun mir die Bettler leid (ok, einige jedenfalls), aber seit ich gesehen habe, wie ein Mann bei einer Bettlerin abkassiert hat, gebe ich denen nichts mehr. Das sind ganz offensichtlich Bettelbanden aus Osteuropa. Auf dem Hin- und Rückweg habe ich (in Endlosschleife) „Samba Saravah“, gesungen von Pierre Barouh, gehört. Diese Samba ist Teil des Soundtracks von „Un homme et une femme“ (1966) von Claude Lelouch, mit Jean-Louis Trintignant und Anouk Aimée in den Hauptrollen.