Jürgen Wolf: „Gimp 2.10“

Habe mir nach meiner Kritik an Büchern über den Gimp heute in der Stuttgarter Buchhandlung „Wittwer“ nochmal Jürgen Wolfs im renommierten Rheinwerk-Verlag erschienenes Buch „Gimp 2.10“ durchgeschaut und muß zugeben, daß ich mit meiner Kritik deutlich zu hart war. Ich muß auch zugeben, daß sich der Autor da immens viel Mühe gegeben hat. Die wichtigsten Features des Gimp 2.10 werden gut und kenntnisreich erklärt. Ok, es ist nichts zum Auskeyen mittels gimp-gap zu lesen, aber darauf muß man/frau auch erst mal kommen. Mir persönlich war lange auch nicht klar, daß es sich bei der Bluebox... um einen gar nicht schlechten Chroma-Keyer handelt. Anyway, hier jedenfalls eine ehrlich gemeinte Entschuldigung. Bin auch froh, daß ich das zugeben darf und dieses immerhin stolze 923 Seiten umfassende Buch doch nicht so schlecht ist. 😉

Bücher über den Gimp

Nach der Durchsicht der diversen Literatur, die es über den Gimp gibt und die mich ehrlich gesagt durchweg nicht so besonders überzeugt, träume ich von dem ultimativen Gimp-Buch, in dem wirklich coole Sachen zu finden sind (ist ja – yep! – mit dem Gimp auch möglich). Statt dessen – Entschuldigung – absolut „hausbackene“ Sachen, die imho allenfalls einen Anfänger beeindrucken. Überdies sind diese Bücher auch alle mehr oder weniger nach „Schema F“ gestrickt – als ob es nicht auch anders ginge.

Mit das umfangreichste Gimp-Buch ist „Gimp 2.10“ von Jürgen Wolf, erschienen im renommierten Rheinwerk-Verlag (eine Leseprobe). Doch: Ungeachtet des Umfangs von 923 Seiten gelingt es dem Autor nicht, über das Mittelmaß hinauszuwachsen. Es heißt da zwar im Verlagstext zum Buch

„Mit diesem umfassenden Handbuch bleiben keine Fragen offen: Sie lernen GIMP von A bis Z kennen und erfahren, was wirklich in der Software steckt.“—Rheinwerk-Verlag

aber andererseits erhielt ich vom Verlag auf eine Email von mir die Antwort, daß „dieses Buch einem Profi eher nicht gerecht werde“. Da frage ich mich, was es bedeutet, wenn es da heißt „Mit diesem umfassenden Handbuch bleiben keine Fragen offen …“. Für mich jedenfalls tut sich da ein Widerspruch auf, ist in diesem Buch doch, um nur ein Beispiel herauszugreifen, nichts zum Thema Chroma-Keying mittels Gimp-GAP1 zu lesen.

Da ich morgen sowieso in Stuttgart bin, werde ich mir das obige Buch nochmal anschauen, aber ich bezweifle sehr, daß ich meine Meinung grundsätzlich ändern werde.

Irgendwie tut es mir ja leid, wenn ich hier so kritisch bin, hatte ich doch alles in allem einen freundlichen Email-Verkehr mit dem Rheinwerk-Verlag, aber ich habe eben – gerade auch durch meine Beschäftigung mit Visual FX – ein relativ hohes Qualitätsbewußtsein.

Weiterführende Links: Das offizielle Handbuch zum Gimp 2.10 , mein Beitrag „Gimp 2.10.18: Figur freistellen“ sowie meine Beiträge „Gimp-Galerien“ und „Jürgen Wolf: Gimp 2.10“.

1 GAP = Gimp Animation Package. Enthält u. a. einen – wie ich finde, gar nich schlechten – sogenannten Chroma-Keyer (Video > Bluebox...). GAP muß natürlich installiert sein; von Haus aus ist es im Gimp nicht enthalten. Unter Ubuntu kann man/frau es etwa über den Paketmamager Synaptic installieren (Paket gimp-gap) oder – alternativ – über sudo apt-get install gimp-gap.

Thomas Beck: „Blender 2.7. Das umfassende Handbuch“

Buchcover © Copyright 2017 by Rheinwerk-Verlag. Mit freundlicher Genehmigung.

Ich lese mir gerade das obige Buch durch, wenn auch in der ersten, damals noch beim Galileo-Verlag erschienenen Auflage. Der Galileo-Verlag hat sich ja 2015 in Rheinwerk-Verlag umbenannt.

Der erste Eindruck ist durchaus positiv. Mit seinen knapp 800 Seiten ist das Buch sehr umfassend und aufwendig strukturiert gestaltet. Sowohl Autor als auch Verlag haben sich da wirklich große Mühe gegeben. Der – bisher einzige – Abstrich: Dieses Buch wurde auch in der zweiten Auflage von 2017 noch für Blender 2.7 verfaßt, während ja inzwischen die überarbeitete Version 2.8 herausgekommen ist (ich selbst habe 2.83 installiert).

Die aktuellste Version kann man/frau hier finden. Installation unter Linux: Das heruntergeladene .tar.gz-Archiv entpacken – entweder über $ tar -xzvf [Dateiname].tar.gz oder über den jeweiligen Archivmanager, bei mir Engrampa – und im Verzeichnis der Wahl abspeichern (ich habe es in $HOME/Software abgespeichert). Dann einfach das Programm blender ausführen.

Beitrag zum Gimp 2.10.18

Angeregt durch diese Lesprobe aus „Gimp 2.10“ von Jürgen Wolf bin ich am Überlegen, ob ich nicht mal einen längeren Beitrag zum Gimp 2.10.18 schreiben soll. Hmmm, mal sehen.

  1. Teil: „Das Interface“. Das Ganze ist sozusagen work-in-progress. In loser Folge werde ich versuchen, den Einstieg in den Gimp etwas zu erleichtern.

Namensänderung

Nach meinem Beitrag über das Buch „Mediengestaltung. Der Ausbildungsbegleiter“ aus dem Bonner Rheinwerk-Verlag fiel mir bei ein paar Büchern aus dem Galileo-Verlag auf, daß da z. T. dieselben Autoren schrieben; auch die Buchtitel waren mehr oder weniger identisch. Hmm, waren das also zwei verschiedene Verlage unter einem Dach (die Adresse war identisch)? Ein Artikel auf der Website des Börsenblatts klärte das Mysterium auf: Der Galileo-Verlag mußte sich 2015 aus rechtlichen Gründen umbenennen.

Auf meiner Wunschliste

Buchcover © Copyright 2018 by Rheinwerk-Verlag. Mit freundlicher Genehmigung.

Ganz oben auf meiner Wunschliste steht das Buch „Mediengestaltung. Der Ausbildungsbegleiter“, erschienen im Rheinwerk-Verlag, Bonn. Da ich mir ja aus dem Bereich „Computergrafik“ bze. „Webdesign“ alles autodidaktisch beigebracht habe, sind da doch noch hier und da Wissenslücken vorhanden, z. B. was das Thema „Farbmanagement“ angeht. Gestern nun habe ich obiges Buch entdeckt und werden es mir wahrscheinlich kaufen, wenn ich das Geld dazu habe. Bin mal gespannt; ich werde dann auch eine Rezension darüber schreiben.

Link: Zum Inhalt des Buches.

In Stuttgart

Bin heute vormittag mit dem RegioExpress nach Stuttgart gefahren, wo ich zuerst im Wittwer war und mir zwei Blender-Bücher sowie ein Buch zum Gimp angeschaut habe. Zwei der Bücher – beide vom renommierten Rheinwerk-Verlag – waren wirklich dick, so an die 900 Seiten. Gut strukturiert und alles, mit vielen Screenshots. Nur: Das war eben alles 08/15, eben das vertraute Konzept, das man/frau von diesen Büchern kennt. Kein Autor, der mal was wirklich Neues wagt. Ich hatte mir in der Vergangenheit auch hin und wieder überlegt, ein Buch etwa zum Gimp zu schreiben, aber mir graut ehrlich gesagt vor den ganzen Screenshots. Zudem hätte ich – glaube ich jedenfalls – gar nicht die Geduld, da alles haarklein zu erklären.

Nur am Rande und alternativ zu 08/15 ein Tutorial zum sogenannten UV Mapping in Blender, das ich in Inkscape gezeichnet und in ein PDF konvertiert habe. Das Format ist relativ groß, dafür kann man/frau es ganz gut lesen.

Dann war ich noch in der sehr empfehlenswerten Parfümerie im „Breuninger“, wo ich mir ein € 130,- teures Parfum aufgesprüht habe. Danach wegen eines Kapodasters für eine Konzertgitarre beim Berthold & Schwerdtner und anschließend im Hotalo, etwa essen. Schließlich bin ich nach Ludwigsburg zurückgefahren.

Ach ja, die ganze Zeit habe ich in einer Endlosschleife „Old Devil Moon“ von Peggy Lee mit dem tollen Arragement von Nelson Riddle gehört, und das Stück ist wirklich so gut, daß ich es noch nicht über habe. Und: Ich hatte natürlich mein neues Beatles-T-Shirt an, das ich zu meinem kommenden Geburtstag geschenkt bekommen habe.