Piet Mondrian: „Komposition mit Farbflächen“ (1914)

Piet Mondrian: „Komposition mit Farbflächen“ (1914). © Staatsgalerie Stuttgart. Lizenz: CC0 1.0.

Mein Lieblings-Mondrian, ein frühes abstraktes Gemälde von 1914, noch vor dem „klassischen“ Mondrian, von dem auch zwei Beispiele in der Stuttgarter Staatsgalerie hängen. Ich finde dieses in seiner Farbgebung sehr dezent gehaltene Bild wunderbar ausbalanciert.

Gustave Courbet: „Mme Charles Maquet“ (1856)

Gustave Courbet (1819-1877): „Mme Charles Maquet, 1856“. Öl; Leinwand; Höhe: 101 cm; Breite: 82 cm; Lizenz: CC Public Domain.

Dieses ausnehmend schöne Portrait von Gustave Courbet hängt in der Stuttgarter Staatsgalerie. Es dominieren dunkle Farben. Souverän in der Ausführung, verweisen Gemälde wie dieses das, was Maler von heute zustande bringen, auf hintere Plätze. Solide Technik, wie sie damals noch üblich war, ist ja derzeit anscheinend nicht mehr gefragt.

Alexej von Jawlensky: „Alexander Sacharoff“ (1909)

Alexej von Jawlensky: „Alexander Sacharoff“ (1909). Copyright erloschen.

Dieses malerisch ausnehmend schöne Portrait von 1909 zeigt den Tänzer Alexander Sacharoff, wie er mit kalkweiß geschminktem Gesicht keck am Betrachter vorbei nach vorn schaut. Ich habe dieses Gemälde vor Jahren mal entdeckt und bedaure, daß es nicht in der Stuttgarter Staatsgalerie hängt. Dort ist zwar auch ein Gemälde von Jawlensky ausgestellt (und, wie es der Zufall will, auch eines, das Alexander Sacharoff zeigt), das mir aber nicht so gut gefällt.

Ad Reinhardt: „Black Painting“

Das vorliegende, zwischen 1960 und 1964 gemalte „Black Painting“ befindet sich im Besitz der Staatsgalerie Stuttgart, die es 1981 aus Lotto-Mitteln erworben hat. Von Anfang an ein abstrakter Maler, hat Reinhardt von 1953 bis zu seinem Tod 1967 nur noch Variationen (wenn man/frau das so nennen kann) des „einen“ Gemäldes geschaffen, das er als Meditationstafel verstand. Da ich mich 1995/96 selbst intensiv mit den Möglichkeiten dunkler Farben auseinandergesertzt habe, meine ich – ein Stück weit wenigstens -, die Intention Reinhardts zu verstehen: Weg von den flüchtigen Oberflächenreizen, hin zum „Eigentlichen“.

© VG Bild-Kunst, Bonn 2020.

In Stuttgart (2)

War heute vormittag wieder mal in Stuttgart und bin u. a. zur dortigen Galerie LUMAS gegangen, wo mir eine freundliche Mitarbeiterin „Purple Rain“ von Christiane Steinecke gezeigt hat. Wenn ich das Geld gehabt hätte, hätte ich dieses schöne Foto bestimmt gekauft. Besonders das Rot der Blätter hat es mir angetan. (Mein absoluter Favorit ist jedoch „Autumn Magic 2“.)

Mittwochs hat ja die Staatsgalerie freien Eintritt, aber a) kenne ich die Sachen dort in- und auswendig und b) hatte ich einfach nicht die Energie, da auch noch hinzugehen.

Skizze und Original

Als ich – das war so um 1996 – einmal in der Stuttgarter Staatsgalerie war, habe ich von einem Gemälde des italienischen Malers Antonio Leonelli da Crevalcore eine Skizze gemacht. Irgendwie muß es mir dieses Gemälde angetan haben. Als ich mir dasselbe Gemälde Jahre später nochmal angeschaut habe, fand ich es irgendwie enttäuschend; meine Begeisterung von damals konnte ich nicht mehr nachvollziehen.

Hier zum Vergleich zuerst meine Skizze, die ich mit Kugelschreiber gemacht habe, und dann das Original:

Eine Skizze von mir nach einem Gemälde von Crevalcore
Antonio Leonelli da Crevalcore (tätig um 1478-1513): „Die Heilige Familie mit dem Johannesknaben, um 1510“. © Staatsgalerie Stuttgart. Lizenz: CC BY-SA 4.0.

Rembrandt: „Selbstportrait“

Werkstatt des Rembrandt Harmenszoon van Rijn: „Selbstbildnis mit roter Mütze“ (um 1660). Öl auf Leinwand; Staatsgalerie Stuttgart.

Dieses wunderschöne Selbstbildnis von Rembrandt hängt in der Stuttgarter Staatsgalerie. Seine Urheberschaft ist jedoch unstritten; es könnte auch von Schülern von Rembrandt gemalt worden sein. Jedenfalls gibt es, was die Tiefe im Ausdruck angeht, in der digitalen Kunst von heute nichts Vergleichbares.